Filmarchiv

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Filmstill A Year of Endless Days

A Year of Endless Days

Godina prođe, dan nikako
Renata Lučić
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2024
Dokumentarfilm
Kroatien,
Katar
2024
70 Minuten
Kroatisch
Untertitel: 
Englisch
Renata Lučić, zugleich Regisseurin und Protagonistin, kehrt in ihren Heimatort zurück. In dem kleinen Dorf im kroatischen Teil-Slawoniens, nahe der bosnischen Grenze, besucht sie ihren Vater. Die ländliche Gegend am Ufer des Flusses Sava, „diese endlosen Wiesen und Gärten“ habe sie schon immer gehasst, verrät sie gleich in der einführenden Sequenz. Schon als Kind wusste sie, dass sie weggehen würde. Wie ihr älterer Bruder, wie ihre Mutter. Und wie 124.667 andere Frauen, die nach dem Krieg in den 1990er Jahren „in den Westen“ gingen, meist nach Deutschland und Österreich, um zu arbeiten – und nie wiederzukommen.
In der kaum noch bewohnten und frauenlosen Ortschaft hängt sie nun mit ihrem ihr fremd gewordenen Vater Tomislav und seinem besten Freund Joso herum. Die Männer folgen ihren Routinen, sie arbeiten im Wald oder essen den Flussfisch, den sie selbst gefangen haben. In zunächst belanglos wirkenden Alltagsgesprächen bildet sich nach anfänglichen Missverständnissen und trotz deutlich unterschiedlicher Weltbilder zunehmend eine emotionale Nähe und Vertrautheit. Das Filmprojekt, das als Geschichte einer Auswanderung anfing, wird mehr und mehr zur einfühlsamen Studie über Einsamkeit, zwischenmenschliche Beziehungen, Freundschaft und Liebe; über die Schönheit der kleinen Dinge, die zu größeren Erkenntnissen führt – nicht nur für Renata.
Borjana Gaković

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Renata Lučić
Buch
Renata Lučić
Kamera
Marinko Marinkić
Schnitt
Karla Folnović
Produktion
Tamara Babun Zovko, Matija Drniković
Sound Design
Ivan Zelić, Nina Ugrinović
Musik
Mislav Lešić
Nominiert für: MDR-Filmpreis
Media Name: cabb444b-a012-43da-b8a4-a3de3be1de4e.jpg

Abandoned Village

Mitovebuli sofeli
Mariam Kapanadze
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2021
Animationsfilm
Georgien
2020
14 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Zunächst sind da nur Wolken. Ein Hahn kräht, Schafglocken klingeln, eine Kuhherde setzt sich in Bewegung. Die Klänge scheinen aus einer anderen Zeit zu kommen. Wenn sich der Morgendunst verzieht, nimmt man die Umrisse eines verlassenen Dorfes wahr. Verfallene Hütten, kaputte Zäune, schiefe Dächer. Der Film wirkt wie ein Ölbild, wie ein mit mal feinen, mal kräftigen Pinselstrichen gemaltes Stillleben, das im Wechsel der Tageszeiten in anderes Licht getaucht wird und seine Stimmung verändert.

Anke Leweke

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Regie
Mariam Kapanadze
Schnitt
Elene Murjikneli
Produktion
Mariam Kandelaki, Tsotne Kalandadze
Ton
Beso Kacharava
Animation
Elene Murjikneli
Kreative Produktion
Gela Kandelaki
Retrospektive 2022

Ablinga

Dagnija Osite-Krüger
Ein von der Wehrmacht zerstörtes Dorf in Litauen ersteht in Form eines Skulpturenwaldes wieder auf. Das filmische Poem erinnert an die Ermordeten und gemahnt an den Frieden.
Filmstill Ablinga
Filmstill Ablinga

Ablinga

Ablinga
Dagnija Osite-Krüger
Retrospektive 2022
Dokumentarfilm
DDR
1977
13 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Vom litauischen Dorf Ablinga ist nichts mehr übrig. 1941 durch Soldaten der Wehrmacht zerstört, gemahnt seit 1972 ein Skulpturenwald an jene, die einst dort lebten. Überlebensgroß ragen sie als geschnitzte Denkmäler in den Himmel. Im Poem des Nationaldichters Justinas Marcinkevičius erwachen sie erneut, teilen letzte Geheimnisse und werden zu Bindegliedern auf einer Zeitachse, die von Gewalt weiß und von Frieden träumt. Dagnija Osite-Krügers Montage ist kühn, verspielt und bisweilen brutal, ihr Anliegen glaubhaft und kraftvoll. In nur wenigen Minuten zieht „Ablinga“ in seinen Bann, wird zum Dokument deutscher Schuld und zur Erinnerung an die Ermordeten.
Carolin Weidner

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Regie
Dagnija Osite-Krüger
Buch
Dagnija Osite-Krüger
Kamera
Leonid Krainenkow
Schnitt
Werner Wendt
Produktion
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Sound Design
Peter Gotthardt
Animation Perspectives 2022

About AIVA – Director’s Short Cut

Veneta Androva
Welcher kluge Kopf steckt eigentlich hinter „AIVA”, der absolut unglaublichen KI-Novität, von der alle Welt spricht? Ein Avatar mit weiblicher Stimme stellt sich als Erfinder vor.
Filmstill About AIVA – Director’s Short Cut
Filmstill About AIVA – Director’s Short Cut

About AIVA – Director’s Short Cut

About AIVA – Director’s Short Cut
Veneta Androva
Animation Perspectives 2022
Animationsfilm
Deutschland
2020
3 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Welcher kluge Kopf steckt eigentlich hinter „AIVA”, der absolut unglaublichen KI-Novität, von der alle Welt spricht und die alle haben wollen? Ein Avatar mit weiblicher Stimme, zweidimensional auseinandergefaltet wie ein Schnittmusterbogen, preist sein erfolgreiches Multimillionen-Pfund-Projekt an. Eine Antwort gibt es nicht, aber eine schaurige, weitere Feedbackschleife der Künstlichkeit.
André Eckardt

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Regie
Veneta Androva
Schnitt
Veneta Androva
Produktion
Veneta Androva
Animation
Veneta Androva
Hommage: Punto y Raya 2025

Abstract Iterations III

Sabrina Schmid, Paul Fletcher
Im Chaos der Momentaufnahmen findet man sich simultan in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft wieder. Ein Film, der von Zeit und Raum erzählt und das Jetzt in Frage stellt.
Filmstill Abstract Iterations III
Filmstill Abstract Iterations III

Abstract Iterations III

Abstract Iterations III
Sabrina Schmid, Paul Fletcher
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
UK
2015
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
In gestaffelter Wiederholung erscheinen Einzelbilder einer kameralosen Animation auf der Leinwand. Die auf 35mm-Material gemalten, gedruckten, gekratzten Formen entwickeln sich, zeitlich minimal versetzt, von einem Bildrand zum anderen. Eine Spur bleibt zurück. Sie erzählt von der Zeit selbst und fragt: Wann genau ist „jetzt“? Im Chaos der Momente überschlagen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Franka Sachse

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Regie
Sabrina Schmid, Paul Fletcher
Animation Night 2025

Abstronic

Mary Ellen Bute
Ein Universum aus farbenfrohen und lebendigen rhythmischen Formen – erschaffen durch die Kombination aus traditioneller Animation und elektronischer Bilder, erzeugt durch ein Oszilloskop.
Filmstill Abstronic
Filmstill Abstronic

Abstronic

Abstronic
Mary Ellen Bute
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1952
7 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Handkoloriert und dem Kopf einer der innovativsten abstrakten Filmemacherinnen des 20. Jahrhunderts entsprungen, kombiniert „Abstronic“ Abstraktion und Elektronik zu einem spielerischen Bilderstrom, der an ein bewegtes abstraktes Gemälde erinnert. Mary Ellen Bute, die auch Malerin war, arbeitet hier mit einem eigens entwickelten Oszilloskop und traditioneller Animation.
Ben Sassen

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Regie
Mary Ellen Bute
Produktion
Ted Nemeth
Musik
Aaron Copland, Don Gillis
Media Name: a5d40ef7-ec19-4c7c-ac61-17a584683d48.jpg

Abyssal

Abisal
Alejandro Alonso
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2021
Dokumentarfilm
Kuba,
Frankreich
2021
30 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Französisch, Englisch

Ein Schiffsschrottplatz in Westkuba. Die beobachtende Kamera folgt Raudel und seinen Kollegen, die in diesem hermetisch abgeschlossen wirkenden Mikrokosmos arbeiten. Eine Brieftaube verirrt sich hierher; die Arbeiter betrachten sie schweigend und rauchend. Manchmal reden sie über ihre Träume. Aufnahmen fokussieren abwechselnd ihre Körper und ihre Umgebung. Rhythmische, kunstvoll gestaltete, authentisch erzeugte Töne begleiten präzise und klare Bilder, ohne die Härte der Arbeit zu ästhetisieren.

Borjana Gaković

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Regie
Alejandro Alonso
Buch
Lisandra López Fabé, Alejandro Alonso
Kamera
Alejandro Alonso
Schnitt
Emmanuel Peña
Produktion
Boris Prieto, Alejandro Alonso, Oderay Ponce de León
Ton
Glenda Martínez Cabrera, Velia Díaz de Villalvilla, Alejandro Pérez
Musik
Pepe Gavilondo
Filmvertrieb
Boris Prieto
Funding institution
Norwegian Fund for Cuban Cinema, CNC / Aide aux cinémas du monde
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube kurzer Dokumentarfilm (Internationaler Wettbewerb Kurzfilm)
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2024

Accidental Animals

Leila Fatima Keita, Felix Klee
Zufällig vor das Google-Maps-Auto geratene Tiere stören den Anspruch, die Welt möglichst realistisch zu reproduzieren. Ihr Auftauchen im Bild erzeugt – ungewollt – komische Situationen.
Filmstill Accidental Animals
Filmstill Accidental Animals

Accidental Animals

Accidental Animals
Leila Fatima Keita, Felix Klee
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2024
Dokumentarfilm
Deutschland
2024
10 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch
Über den Einfluss digitaler Logiken und Algorithmen auf unsere Wahrnehmung der Welt haben wir wohl alle schon einmal nachgedacht. Dieser so humorvolle wie hintergründige Kurzfilm nimmt den interaktiven Online-Begehungsdienst „Google Street View“ zum Ausgangspunkt, um sich der Frage zu widmen, wo die mit fünfzehn automatischen Kameras kartografierte und die mit dem menschlichen Sensorium erfasste Wirklichkeit auseinanderdriften – und welche Folgen das mit sich bringt.
Die „Accidental Animals“, zufällig vor die Linsen der Google-Autos geratene Tiere, widersetzen sich dem Anspruch, jede noch so entfernte Gegend so realistisch wie möglich zu reproduzieren. Stattdessen sorgt ihr Auftauchen im Bild – ungewollt – für komische Situationen. Wie Webfehler in der Matrix erinnern sie uns daran, dass wir nur eine lückenhafte Reihe von Momentaufnahmen betrachten. Bevor wir uns an einen beliebigen Ort auf der Karte „fallen lassen“, bevor wir ankommen, um uns umzuschauen, sind die Tiere längst schon da. Die Tatsache, dass die Google-Technologie viele dieser Vogel-, Hunde- und Schweinegesichter – wie die unseren – unkenntlich macht, um die Persönlichkeitsrechte zu schützen, nimmt das Regieduo als Steilvorlage für eine provokante Überlegung: Wie kommt es, dass ein Algorithmus in dieser Hinsicht ethischer handelt als die Menschen, die ihn programmiert haben?
Luc-Carolin Ziemann

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Regie
Leila Fatima Keita, Felix Klee
Buch
Leila Fatima Keita, Felix Klee
Schnitt
Leila Fatima Keita, Felix Klee
Produktion
Leila Fatima Keita, Felix Klee
Co-Produktion
Ina Mikkat
Ton
Jana Baldovino
Sound Design
Gerhard Auer
Musik
Timotheus Bachinger
Animation
Felix Klee
Filmstill Achill

Achill

Achill
Gudrun Krebitz
Animation Perspectives 2024
Animationsfilm
Österreich,
Deutschland
2012
9 Minuten
Deutsch,
Englisch
Untertitel: 
Keine
Die Wahrheit versteckt sich hinter der Unschärfe, aber mit zunehmender Klarheit schwindet die Verlockung des Geheimen. Eine verliebte Frau wagt sich aus ihrem Kokon hinaus in die irdische Welt der „toten Sprache“. Zum rastlosen Musikmotiv von Marian Mentrup balanciert „Achill“ waghalsig auf der schmalen Grenze zweier Universen – mit rohen, intimen Zeichnungen, schimmernden Steinen und übermalten Videosequenzen.
André Eckardt

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Regie
Gudrun Krebitz
Kamera
Moana Vonstadl
Produktion
HFF München
Sound Design
Marian Mentrup
Sprecher*in
Nicolette Krebitz, Lola C. Bohle, Sean Uyehara
Re-Visionen 2020

Achilles

Barry Purves
Stellungskrieg um Troja, die Helden sind bekannt. Die von antiker Formensprache inspirierte Anverwandlung einer Sage des Klassischen Altertums wagt explizite Bilder für Erwachsene.
Media Name: 438de18b-4215-42c9-a485-506b5371eae8.jpg
Media Name: 438de18b-4215-42c9-a485-506b5371eae8.jpg

Achilles

Achilles
Barry Purves
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
UK
1995
11 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Der Gewinner der ersten goldenen „Animationstaube“: Neun Jahre Krieg zwischen Griechen und Trojanern sind ins Land gezogen. Der impulsive Patroklos, Waffen- und Bettgefährte des eher kampfesmüden Achill, glaubt, dass der Sieg anders zu erringen sei. Die Tragödie nimmt ihren Lauf – so, wie sie uns die Sagen des Klassischen Altertums überlieferten, aber ergänzt um das, was dort unausgesprochen blieb.
Ralph Eue

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Regie
Barry Purves
Buch
Barry Purves
Schnitt
Leo Casserley
Produktion
Glenn Holberton
Musik
Nigel Hess
Animation
Barry Purves
Produktionsfirma
Channel Four, Bare Boards Productions
Filmstill One of Us Now

Achshav at ahat mishelanu

Achshav at ahat mishelanu
Maya Steinberg
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2022
Dokumentarfilm
Deutschland,
Israel
2022
30 Minuten
Hebräisch,
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Maya Steinberg ist säkulare Israelin. Ihr Vater jedoch hatte ein spätes religiöses Erwachen. In ihrem Film wird er nicht vorkommen. Stattdessen nähert sich die junge Regisseurin seinem Glauben und ihrem Unverständnis dafür durch einen Besuch an der Grabstätte des Rabbi Schimon bar Jochai in Galiläa. Einige Wochen verbringt sie dort, beobachtet Gläubige, orthodoxe und ultraorthodoxe, und fragt sich: Gibt es hier einen Platz für Frauen? Und kann es einen Platz für queere Frauen geben?
Marie Kloos

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Regie
Maya Steinberg
Kamera
Eline Gehring, Maya Steinberg
Schnitt
Maya Steinberg
Produktion
Maya Steinberg
Ton
Eline Gehring, Maya Steinberg
Sound Design
Manuela Schininá
Musik
Sivan Levy
Kids DOK 2024

Achtung Pfütze!

Sebastian Stoer, Alice von Gwinner
Trotz Regen geht’s für die Freunde aus dem Schuhregal auf den Spielplatz. Allerdings will Gummistiefel Torf lieber in den Garten, denn die große, tiefe Pfütze sieht einfach zu unheimlich aus. 
Filmstill Mind the Puddle!
Filmstill Mind the Puddle!

Achtung Pfütze!

Achtung Pfütze!
Sebastian Stoer, Alice von Gwinner
Kids DOK 2024
Animationsfilm
Deutschland
2023
4 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Jeden Tag erleben die Schuhe aus dem Schuhregal neue Abenteuer. Heute berichten die Gummistiefel Buddel und Torf den anderen Schuhen, was sie an diesem Regentag auf dem Spielplatz mit einer dunklen Riesenpfütze erlebt haben, und mit welchem Trick die Einhorn-Gummistiefel Chunk und Tuva sie von ihrer Angst vorm durch und durch Dreckigwerden befreien konnten … Folge drei der beliebten KiKA-Reihe.
Lina Dinkla

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Regie
Sebastian Stoer, Alice von Gwinner
Buch
Sebastian Stoer, Alice von Gwinner
Kamera
Sebastian Stoer, Alice von Gwinner
Schnitt
Sebastian Stoer, Elena Scharwächter
Produktion
Robert Schröder
Sound Design
Patrick Becker
Musik
Jérôme Navet-Cintract
Animation
Alexandra Räbner, Paul Bender
Broadcaster
NDR Norddeutscher Rundfunk, MDR Fernsehen, RBB Rundfunk Berlin-Brandenburg
Doc Alliance Award 2023

Adjusting

Dejan Petrović
Ein Tierheim in Serbien, ein Trainer bei der Arbeit mit dem Mischling Vanja. Die Studie über die Erziehung eines liebenswerten Hundes wächst über sich hinaus und fragt: Was ist Freiheit?
Filmstill Adjusting
Filmstill Adjusting

Adjusting

Prilagođeni
Dejan Petrović
Doc Alliance Award 2023
Dokumentarfilm
Serbien
2021
19 Minuten
Serbisch
Untertitel: 
Englisch
Ein überfülltes Hundeheim in Serbien. Man überblickt kaum, wie viele Tiere hier hinter Maschendraht in trostlosen Zwingern gehalten werden. Pflege und Erziehung übernehmen Gefängnisinsassen, die ohne weitere Kommentare oder nähere Erläuterungen bei der Verrichtung ihrer Arbeit zu sehen sind. Die Kamera hält jedoch nie auf die Gesichter dieser Männer. Die Beobachtungen finden vielmehr auf Augenhöhe mit den Hunden statt. Insbesondere der zottelige Vanja und seine Fortschritte beim Trainieren stehen im Mittelpunkt von Dejan Petrović’s kurzer Studie über Freiheit. Denn die gleichförmigen, konzentrierten Aufnahmen lassen viel Raum für Fragen. Vor allem danach, ob dieses (Hunde-)Leben tatsächlich unfrei ist. Oder ob unter diesen Umständen der Wunsch nach Freiheit zurücktreten muss, bietet sich doch ein Dach über dem Kopf und eine Aufgabe, die den Tag füllt. Während man noch darüber nachdenkt, hat Vanja mit wachem Blick und einnehmendem Wesen bereits einen Platz gefunden – nicht nur im Herzen des anfangs etwas abweisenden Ausbilders.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Dejan Petrović
Buch
Dejan Petrović
Kamera
Dragan Vildović
Schnitt
Aleksandar Uhrin, Aleksandar Popović
Produktion
Dejan Petrović
Co-Produktion
Ivica Vidanović
Ton
Nikola Cvijanović
Sound Design
Nikola Cvijanović
Musik
Vojin Ristivojević
Filmvertrieb
Wouter Jansen
Filmstill Aferrado

Aferrado

Aferrado
Esteban Azuela
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Mexiko
2024
18 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Irgendwann vor Jahren wurde Joels Lebensbahn eine schiefe. Er ließ sich von der Energie skrupelloser Gangster anziehen, um für ein Handgeld kriminelle Aufträge zu erledigen. Mit Briefumschlägen und Pistolen kennt er sich seitdem aus. Jetzt aber ist der Tag gekommen, an dem er den finsteren Nachtdienst quittieren und ab sofort nur noch seiner eigentlichen Bestimmung nachgehen will: Motoren reparieren, seine Autowerkstatt in Mexiko-Stadt am Laufen und Menschen in Bewegung halten. Doch ausgerechnet am Geburtstag seines geliebten Neffen lotst ihn der Bandenchef zu einem letzten Job. Joel muss in Zwiesprache mit sich selbst gehen und vor allem eine Entscheidung treffen.
Dieses Zwiegespräch verlegt Regisseur Esteban Azuela an einen Durchgangsort zwischen Dies- und Jenseits, an dem keine Entscheidung mehr revidiert, sondern nur noch nachgelebt werden kann. Mit einer komplex komponierten Melange aus Erinnerungsfetzen, Karosserieteilen und Existenzschrott holt er das atemlose Dasein seines Protagonisten adäquat auf die Leinwand. Schartige, in Einzelbildschaltung animierte 3D-Scans sowie Blick- und Handlungsführung aus der Frühzeit der Ego-Shooter-Games beschwören stilbewusst das urbane Mexiko der 1990er Jahre herauf: hitzig, bedrohlich, allen Stillstand verweigernd.
Andreas Körner

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Regie
Esteban Azuela
Buch
Esteban Azuela
Schnitt
Pedro G. Garcia
Produktion
Daniel Cabrera Guzmán Belmont, Esteban Azuela
Sound Design
José Miguel Enríquez
Musik
Héctor Ruiz, Raúl Topete Torre, María Bonita, Álvaro Lamadrid Isoar
Animation
Esteban Azuela, Carlos Davila
Filmvertrieb
Luce Grosjean
-
Daniel Leon
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Kids DOK 2021

Affendomino

Ulf Grenzer
Ein Tag im Zoo, ein Orang-Utan und ein Mädchen vergnügen sich mit Quatschmachen. Bis die Geschäfte des Vaters eine Kette von Ereignissen in Gang setzen, die alles verändert.
Media Name: 3ebd31a8-929d-4aca-a3bf-139b30ff70fd.jpg
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Affendomino

Affendomino
Ulf Grenzer
Kids DOK 2021
Animationsfilm
Deutschland
2021
4 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Ein Tag im Zoo, der Orang-Utan sitzt im Gehege und träumt von seinem Leben im Dschungel. Da kommt ein Mädchen vorbei und heitert seinen tristen Nachmittag auf. Der Vater bekommt von all dem nichts mit, sondern hängt die ganze Zeit am Handy und am Laptop, um wichtige Geschäfte zu machen. So wichtig, dass der Orang-Utan einschreiten muss und eine Kette von Ereignissen alles verändert.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Ulf Grenzer
Buch
Ulf Grenzer, Franka Sachse
Schnitt
Ulf Grenzer
Produktion
Ulf Grenzer, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Ton
Kevin Jahnel, Anna Magdalino
Musik
Ephraim Peise
Animation
Ulf Grenzer
Sprecher*in
Helene Lorenz, Boris Schwiebert
Filmstill Afterlives

Afterlives

Tunggang langgang
Timoteus Anggawan Kusno
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2024
Dokumentarfilm
Indonesien
2024
22 Minuten
Indonesisch
Untertitel: 
Englisch
Die wirkmächtigen Interventionen des indonesischen Künstlers, Kulturwissenschaftlers und Filmemachers Timoteus Anggawan Kusno sind international bekannt. Was sie auszeichnet, sind der empowernde Gestus und die atemberaubende Ästhetik, mit welchen er die kulturellen Tradierungen seines Heimatlandes in verschiedenen Medien neu interpretiert. Mit „Afterlives“ gelingt ihm eine weitere unmissverständliche Abrechnung mit den von kolonialer Einverleibung geprägten Geschichtsrepräsentationen.
Bereits die erste Sequenz ist eine Ansage: Auf der Tonebene ein Geschrei, in dem sich sowohl der Schmerz als auch dessen befreiende Linderung gleichzeitig manifestieren und vereinen. Im Bild eine Farbexplosion: Jathilan, ein rituelles javanisches Kriegsspiel wird aufgeführt. Männer tanzen auf Pferden aus geflochtenem Bambus bis zur Trance oder bis die bösen Geister vertrieben sind. Die beeindruckende Präzision der Montage zur Tribal-Trance-Musik von Setabuhan lässt die kolonialistischen Archivbilder sich selbst enttarnen – und verblassen. In den Vordergrund rücken jene von (Tanz-)Performances, die den in historischen Ritualen vielfach getöteten Java-Tiger symbolisch zum Leben erwecken. Im Amsterdamer Rijksmuseum wacht er nun – in Form einer umgedeuteten Kolonialskulptur – über die entleerten Bilderrahmen, die einst den Generalgouverneuren von Niederländisch-Ostindien zur (Repräsentations-)Macht verholfen hatten.
Borjana Gaković

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Timoteus Anggawan Kusno
Buch
Timoteus Anggawan Kusno
Kamera
Aditya Kresna, Krisna E. Putranto, Timoteus Anggawan Kusno
Schnitt
Timoteus Anggawan Kusno
Produktion
Timoteus Anggawan Kusno
Ton
Hengga Tiyasa
Musik
YesNoWave Music