Ein Auftragsfilm, der für ein Bildungsprogramm in Schulen entstand. Dieses Programm hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern ihre eigene Geschichte und die ihres Landes zu vermitteln.
Ein Auftragsfilm, der für ein Bildungsprogramm in Schulen entstand. Dieses Programm hat sich zum Ziel gesetzt, Kindern ihre eigene Geschichte und die ihres Landes zu vermitteln – auch vor dem Hintergrund der Kriege in der jüngsten Vergangenheit. Die Hoffnung ist, dass das Wissen auch auf die Zukunft angewendet wird, dass es Farbe ins Schwarz-Weiß, ein Lächeln in die Bedrücktheit bringen kann.
Filip und Tereza haben außer der Wand zwischen ihren Wohnungen wenig gemeinsam. Frei nach Gorki lässt Špela Čadež die Puppen tanzen: ein Pas de deux der benachbarten Einsamkeiten.
Filip wohnt neben Tereza, er ein Schriftsteller mit Schreibblockade, sie eine alternde Prostituierte. Die beiden haben nicht viel gemeinsam, außer der Wand zwischen ihren Wohnungen. Eines Tages bittet ihn Tereza, einen Brief an ihren Verlobten zu schreiben. Doch dabei soll es nicht bleiben … Špela Čadež lässt die Puppen frei nach Maxim Gorki tanzen: ein Pas de deux der benachbarten Einsamkeiten.
Das emotional erschütternde Porträt der unerfüllten Kindheit eines ukrainischen Jungen, der zwischen der Tschernobyl-Katastrophe und dem Ausnahmezustand im Fluchtland Slowenien gefangen ist.
Das Reaktorunglück im Kernkraftwerk Tschernobyl im Jahr 1986 hat auch eine humanitäre Katastrophe ausgelöst. Viele waren betroffen, darunter auch der achtjährige Anatoli Risow. In „Boy, Bloodbrother of Death“ zeichnet Maja Weiss das emotional erschütternde Porträt der unerfüllten Kindheit eines Jungen, der zwischen dem apokalyptischen Szenario, zu dem seine ukrainische Heimatstadt wurde, und – schrecklich ironisch – dem nicht minder bedrohlichen Ausnahmezustand in Slowenien gefangen ist. In den Sommerferien soll sich Anatoli dort von den beängstigenden Zuständen zu Hause erholen. Doch im Kampf für die Unabhängigkeit von Jugoslawien wird auch der Fluchtort zum Krisengebiet.
Simon Popek
Credits
Regie
Maja Weiss
Buch
Gorazd Perko
Kamera
Bojan Kastelic
Schnitt
Sonja Peklenk
Produktion
RTV, UL AGRFT - Akademija za gledališče, radio, film in televizijo
Tschernobyl, 25 Jahre nach der Katastrophe. Was ist aus Anatolis Land, aus seinem Leben, seinen Träumen geworden? Was geschah mit den Hilfsgeldern? Viele Fragen bleiben offen.
Tschernobyl, 25 Jahre später. Maja Weiss trifft den Jungen von einst als jungen Mann wieder. Was ist in der Zwischenzeit geschehen – zwischen der Atomkatastrophe und der Aussicht auf eine weitere Tragödie? Wohin sind all die internationalen Hilfsgelder verschwunden, und wo versickerten die Millionen, die für den Wiederaufbau des verfallenden Sarkophags des Kernkraftwerks Tschernobyl bestimmt waren? Wohin führt mich mein Leben? Welches Erbe hinterlasse ich meinem Sohn? Dies sind nur einige der Fragen, die der Ukrainer Anatoli Risow, inzwischen erwachsen und zwanzig Jahre nach dem ersten Dokumentarporträt über sein von Krisen und Kriegen geschütteltes Schicksal, zu beantworten versucht.
Die detailreich animierte Geschichte einer lebenslangen Täuschung: Tag für Tag serviert die Ehefrau Muckefuck aus Zichorie, obwohl der Mann nach echtem Kaffee verlangt.
Diese musikalische, detailreich umgesetzte 3D-Animation basiert auf einem slowenischen Volksmärchen. Erzählt wird die Geschichte eines Bauernpaares von der Hochzeit bis zum Tod – die Geschichte einer lebenslangen Täuschung: Tag für Tag serviert die Ehefrau Muckefuck aus Zichorie, obwohl der Rüpel von Mann nach echtem Kaffee verlangt. Alle wissen von dem Betrug, nur er bleibt ahnungslos.
Das Far East Film Festival in Udine widmet sich dem populären asiatischen Film. Špela Čadežs Trailer zur 11. Festivalausgabe widmet sich der völkerverbindenden Liebe zu Nudeln.
Das Far East Film Festival, das größte Festival des populären asiatischen Films in Europa, findet seit 1999 alljährlich im italienischen Udine statt. Mit der Gestaltung des Trailers für die 11. Festivalausgabe 2009 wurde Špela Čadež betraut und lieferte eine knackig kurze, wunderbar pointierte Puppenanimation über die Kulturen und Kontinente verbindende Liebe zu Nudeln – mit oder ohne Käse.
Lovro steigt in die Badewanne. Ein Tropfen fällt aus dem Hahn und schlägt Wellen – in die Vergangenheit, zurück zu dem Tag, als er zum ersten Mal mit seinem Großvater angeln ging.
Lovro steigt in die Badewanne. Ein Tropfen fällt aus dem Wasserhahn und schlägt Wellen – in die Vergangenheit, zurück zu dem Tag, als er zum ersten Mal mit seinem Großvater angeln ging. Gedanken, Geräusche, Badutensilien verwirbeln Erinnerung und Realität … Leon Vidmar, ein Schüler von Špela Čadež, knüpft mit dieser animierten Melancholie handwerklich und atmosphärisch an die Arbeiten seiner Lehrerin an.
In dieser hybriden Mischung aus Animation und Dokumentarfilm reflektieren vier ältere Frauen ihre Erinnerungen an Zeiten, als die Beziehungen zwischen den Geschlechtern völlig anders waren.
In dieser hybriden Mischung aus Animation und Dokumentarfilm reflektieren vier ältere Frauen ihre Erinnerungen an alte Zeiten, als sie noch jung und die Beziehungen zwischen den Geschlechtern völlig anders waren. Ihre vielen Stimmen verschmelzen zu einer einzigen: Großmutter Vera spricht. Sie erzählt ihre Geschichte in sämtlichen Details, gibt Einblick in die Turbulenzen ihrer Jugend und teilt Erinnerungen an ihr Intimleben mit. Sie spricht stellvertretend für die slowenischen Frauen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und veranschaulicht deren Status in den geschlechtlichen und sozialen Hierarchien dieser Epoche.
Ein junger Filmemacher begibt sich mit seiner Kamera auf die gleiche Reise ins ländliche Serbien wie sein Mentor vierzig Jahre zuvor. Ein Roadmovie über Orte, Zeiten und Erinnerungen.
Karpo Godina, damals 28 Jahre alt, nahm 1971 seine Kamera mit auf eine Reise durch das Flachland der Vojvodina und drehte ein ungewöhnliches Roadmovie. Nur Fragmente jener Aufnahmen sind bis heute erhalten geblieben. Vierzig Jahre später unternimmt eine andere Kamera die gleiche Reise, schreitet die Wege des jungen Godina erneut ab und imaginiert dessen Eindrücke vom Leben der einfachen Leute in dieser ländlichen Region. Ein neues ungewöhnliches Roadmovie entsteht. Es handelt von Orten, Zeiten und Erinnerungen. Es ist auch eine Hommage an Karpo Godina, dessen Werk in der Zeit der sogenannten Schwarzen Welle des jugoslawischen Kinos zur Blüte gelangte.
Die auf klare Formen und Farben reduzierte 2D-Animation verknüpft den Coming-of-Age-Ausbruch ihres Protagonisten mit der wilden und lauten slowenischen Karnevalsfigur Kurent.
Die auf klare Formen und Farben reduzierte 2D-Animation verknüpft ihre Erzählung mit der slowenischen Karnevalsfigur Kurent. Ein Junge, gerade an der Schwelle zum Teenager, schleicht sich am Abend heimlich zur jährlich stattfindenden Austreibung des Winters. Wild maskierte Gestalten tummeln sich dort, ohrenbetäubendes Kuhglockengeläut ertönt, und am nächsten Morgen ist nichts mehr, wie es war.
Die Kreide jagt den Schatten. Ist er eingefangen, bleiben nur Spuren des Spiels zurück. Ein Wettlauf zwischen flüchtigen und manifesten Formen, der keinen Gewinner kennt.
Die Kreide jagt den Schatten. Ist er eingefangen, bleiben nur Spuren des Spiels zurück. Auf porösem Grund wird gezeichnet, gelöscht, gezeichnet. Wie auf einer liederlich gesäuberten Schultafel schlagen Reste von Bildern durch, die es längst nicht mehr gibt. Špela Čadež veranstaltet einen Wettlauf zwischen flüchtigen und manifesten Formen, der – gerade filmtheoretisch – keinen Gewinner kennt.
Milanka Fabjančič lässt aus sepia- und pastellgetönten Zeichnungen die Wundergeschichte der Fabrikarbeiterin Liliana erstehen, die ein leuchtendes Geheimnis in ihrem Herzen trägt.
Nostalgisch verklärt, entführt dieser Film in die Vergangenheit. Die versierte Illustratorin Milanka Fabjančič lässt aus sepia- und pastellgetönten Zeichnungen die Wundergeschichte der fleißigen und duldsamen Fabrikarbeiterin Liliana erstehen. Abend für Abend nimmt sie ein leuchtendes Halsband ab und legt es morgens wieder an. Tagsüber bleibt das Geheimnis ihrer Duldsamkeit in ihrem Herzen verborgen.
Schmerzen im Herzen, nimmer mehr trocknen wollende Tränen und umgedrehte Köpfe sind schwer zu behandeln. Eine animierte organmedizinische Fallgeschichte der Liebeskrankheit.
Schmerzen im Herzen, nimmer mehr trocknen wollende Tränen und umgedrehte Köpfe sind schwer zu behandeln, aber zum Glück nicht unheilbar. In Röntgenbildern und Gewebeproben, auf Untersuchungsliegen und im Wartezimmer, stets unter ärztlicher Aufsicht widmet sich Špela Čadežs Puppenanimation der schwer zu diagnostizierenden Liebeskrankheit. Eine animierte organmedizinische Fallgeschichte.
Ein fleißiger Schneider erfüllt die Wünsche seiner Kundschaft mit allen Mitteln des Verstandes. Als ihm aber die große Liebe begegnet, geraten die Gedanken außer Kontrolle.
Der Alltag in der Schneiderei ist so turbulent, dass man manchmal ein wenig tricksen muss, um ihn zu bewältigen. Fantasie und Spontaneität reichen dafür nicht immer aus. Wenn sich der Schneider unbeobachtet fühlt, tendiert er dazu, seinen Verstand die ganze Arbeit machen zu lassen. Doch was passiert, wenn die Liebe ins Spiel kommt und die Gedanken außer Kontrolle geraten?
In Hamsterland sind alle zu 100 Prozent glücklich und stressresistent. Eine kurzweilige Polemik auf hyperkapitalistische, neoliberale Gesellschaften, die zum Schmunzeln verleitet.
In Hamsterland sind alle zu 100 Prozent glücklich. Statistik ist die Religion und die perfekte Arbeitskraft ist jung, teamfähig und stressresistent. Selbst die stupidesten Tätigkeiten am Computer und Schufterei im Akkord machen ausnahmslos Spaß. Bis eines Tages doch einmal etwas schiefläuft und die Mantras „Think positive“ und „Follow your dreams“ vorübergehend verstummen. Eine kurzweilige Polemik auf hyperkapitalistische, neoliberale Gesellschaften, die zum Schmunzeln verleitet.
Zwei Mäuse entdecken einen Käselaib. Die eine flüchtet vor der Katze, die andere schafft es hinein ins Paradies. Jeder Bissen bringt sie näher an den Einsturz ihres Hauses …
Zwei Mäuse entdecken einen dicken Käselaib. Das Paradies schlechthin! Doch wie kommt man da hinein? Die eine Maus hat es geschafft, ihr kleiner Bruder ist draußen auf sich allein gestellt und muss sich vor der hungrigen Katze in Acht nehmen. Im Käselaib lebt die Maus wie ein König und frisst sich durch die gelbe Leckerei. Doch jeder Bissen bringt sie näher an den Einsturz ihres Hauses …