Filmarchiv

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A New Shift

Nová šichta
Jindřich Andrš
Wettbewerb um den Publikumspreis 2020
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2020
90 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit, Englisch

Für Tomáš ist die Mine neben Fußball, seinen Kindern und dem gemütlichen Feierabendbier das Zentrum seines Lebens. 21 Jahre lang arbeitet der 44-Jährige als Bergmann, bis die Mine aus wirtschaftlichen Gründen schließen muss. Tomáš macht daraufhin eine Umschulung zum Programmierer im passend benannten Bildungsangebot „Neue Schicht“. Was er noch nicht weiß: Seine neuen Kenntnisse allein werden noch nicht aus der Krise führen. Ein Film vom Tauziehen mit dem Schicksal und dem Arbeitsmarkt.

Im ständigen Auf und Ab der Jobsuche beweist Tomáš ein beeindruckendes Durchhaltevermögen, auch kritischen Stimmen in seinem Umfeld zum Trotz. Seine hoffnungsvolle Art führt dazu, dass er von den Lokalnachrichten immer wieder als Positivbeispiel für gelungene Reintegration gezeigt wird – lange bevor vom Gelingen überhaupt die Rede sein kann. Der erste abendfüllende Film von Jindřich Andrš ist eine ebenso ruhige wie mitreißende Beobachtung. Er begleitet seinen liebenswerten Protagonisten auf behutsame Weise und schafft es, die verzwickte Jobsituation mit Würde und Mitgefühl darzustellen. Es wird deutlich, dass Arbeitslosigkeit und Jobmangel längst keine Phänomene mehr sind, die nur am Rande unserer Gesellschaften auftreten. Sie gehören zu einer Normalität, mit der sich ein Großteil der Menschen auseinandersetzen muss.
Kim Busch

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Regie
Jindřich Andrš
Buch
Jindřich Andrš
Kamera
Tomáš Frkal
Schnitt
Lukáš Janičík
Produktion
Miloš Lochman, Augustina Micková
Co-Produktion
FAMU, Studio Bystrouška, Czech Television
Ton
Šimon Herrmann
Musik
Eliška Cílková
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube (Publikumswettbewerb), MDR-Filmpreis
Filmstill Better Go Mad in the Wild

Better Go Mad in the Wild

Raději zešílet v divočině
Miro Remo
Publikumswettbewerb 2025
Dokumentarfilm
Tschechische Republik,
Slowakei
2025
82 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Auf einem abgeschiedenen Hof im Böhmerwald, inmitten rauer Landschaft, leben zwei streitlustige Brüder mit beträchtlichen Vollbärten: Dass dieses Setting fast alttestamentarisch wirkt, fällt Franta und Ondra an einer Stelle selbst auf. Wer Kain und wer Abel in diesem Szenario sein könnte, darüber werden sie sich nicht einig. Überhaupt sind sie selten einer Meinung: Der tägliche Zwist ist die große Konstante im Alltag der eineiigen, sonst aber ungleichen Zwillinge. Wenn Franta das nächste halsbrecherische Abenteuer unternimmt, will Ondra nichts sehnlicher als in Ruhe rauchen. Hin und wieder tauschen sie aber auch Umarmungen und Nasenküsse aus. Mit Anfang 60 verbringen Franta und Ondra ihre Zeit mit der Feldarbeit, treiben Schabernack mit den Tieren oder duellieren sich im Armdrücken mit links. Dass Franta seinen rechten Unterarm bei einem Unfall verlor und die Zwillinge 1989 an der Revolution in der Tschechoslowakei mitwirkten, gehört zu einer vermeintlich weit entfernten Vergangenheit. Mit einem Hausrind als Erzähler, dem Leitmotiv eines riesigen Spiegels und klassischem Soundtrack findet Miro Remo eine wunderbare Form für das Porträt dieser eigenwilligen Menschen.
Jan-Philipp Kohlmann

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Regie
Miro Remo
Buch
Aleš Palán, Miro Remo
Kamera
Dušan Husár, Miro Remo
Schnitt
Máté Csupor, Šimon Hájek
Produktion
Tomáš Hrubý, Tomáš Hrubý, Miro Remo, Pavla Janoušková Kubečková
Ton
Lukáš Kasprzyk
Sound Design
Lukáš Kasprzyk
Musik
Adam Matej
Filmvertrieb
Michaela Čajková
Ausführende Produktion
Veronika Marekova
Nominiert für: MDR-Filmpreis
Re-Visionen 2020

Carnival of Animals

Michaela Pavlátová
Zwei unterschiedliche Planeten: Männer und Frauen. Was im Paradies eins war, hat die Ursünde vor langer Zeit geschieden. Aber die Welt vergeht vor Sehnsucht nach Wiedervereinigung.
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Carnival of Animals

Karneval zvířat
Michaela Pavlátová
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
Tschechische Republik
2006
9 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Zwei unterschiedliche Planeten: Männer und Frauen. Was im Paradies eins war, hat die Ursünde geschieden. Seither stehen sich die Geschlechter konfliktreich gegenüber und vergehen doch vor Sehnsucht nach Wiedervereinigung. Die Erwartung ist groß, die Erregung riesig, die Fantasie unermesslich. Ein Tag im Garten der fleischlichen Lüste – von der Ekstase zur Ermattung und wieder zurück.
Ralph Eue

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Regie
Michaela Pavlátová
Buch
Michaela Pavlátová
Schnitt
Michaela Pavlátová
Produktion
Negativ Film Productions
Ton
Michaela Pavlátová
Animation
Michaela Pavlátová
Kids DOK 2023

Dede Is Dead

Philippe Kastner
Die Dackeldame Dede verstirbt eines Tages. Der kleine Junge trauert und weiß nicht, wohin mit diesem Gefühl. Am Ende findet er heraus, dass Dede zwar tot, aber nicht ganz verschwunden ist.
Filmstill Dede Is Dead
Filmstill Dede Is Dead

Dede Is Dead

Deniska umřela
Philippe Kastner
Kids DOK 2023
Animationsfilm
Tschechische Republik
2023
9 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Die Dackeldame Dede ist alt geworden und verstirbt. Dass auch das geliebteste Haustier nicht ewig lebt, ahnen wir. Aber wenn es schließlich passiert, lässt es sich nur schwer verkraften. So hat auch der Junge in dieser Geschichte damit zu tun, mit seiner Trauer umzugehen. Am Ende findet er heraus, dass Dede zwar tot, aber nicht ganz verschwunden ist.
Lina Dinkla

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Regie
Philippe Kastner
Buch
Philippe Kastner
Kamera
Philippe Kastner
Schnitt
Prokop Prčík
Produktion
Tomáš Šimon
Ton
Dávid Procházka
Musik
Philippe Kastner
Animation
Philippe Kastner
Filmvertrieb
Georg Gruber
Deutscher Filmverleih
Georg Gruber
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Die Odyssee

Die Odyssee
Florence Miailhe
Wettbewerb um den Publikumspreis 2021
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Frankreich,
Deutschland
2020
84 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Ein Land, das irgendwo sein könnte, nicht näher verortet und doch überall. Es ist ein schöner Sommertag, als sich das Leben der Geschwister Kyona und Adriel für immer verändert. Ihr Dorf wird überfallen, verwüstet und in Brand gesteckt. Die ganze Familie muss fliehen und erlebt auf dem Weg über einen ganzen Kontinent viele reale und surreale Situationen, um vielleicht endlich an einem friedlicheren Ort anzukommen.

Zu Beginn des Films blättert Kyona in ihrem Skizzenblock, zieht das Resümee ihres Lebens und erzählt vom Ende ihrer Kindheit. Erst spät begreifen die Geschwister überhaupt, dass sie Flüchtlinge sind, dass sie sich wie viele andere aus den verschiedensten Gründen auf zur Grenze machen: Naturkatastrophen, Folgen des Klimawandels, Krieg, Verfolgung. Die beiden Kinder geraten an gefährliche und hilfsbereite Menschen, werden voneinander getrennt und finden sich wieder. Der abendfüllende Animationsfilm, umgesetzt in Öl auf Glas, lebt vom rasanten Wechselspiel zwischen Fantasie und Realität. Er entführt, einerseits, in eine fiktive, nichtreale Welt. Doch Orte, Namen, Situationen erinnern andererseits an Bekanntes. Sie zeigen die Flucht, das Exil, das Sich-auf-den-Weg-Machen als universelle Erfahrung.
Lina Dinkla

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Regie
Florence Miailhe
Buch
Florence Miailhe, Marie Desplechin
Schnitt
Nassim Gordji Tehrani, Julie Dupré
Produktion
Dora Benoussilio
Co-Produktion
Luc Camilli, Ralf Kukula, Martin Vandas, Alena Vandasoá
Ton
Florian Marquardt
Musik
Andreas Moisa, Philipp Kümpel
Animation
Marta Szymańska, Zuzana Studená, Anna Paděrová, Eva Skurská, Polina Kazak, Lucie Sunková, Urte Zintler, Paola de Sousa, Ewa Łuczków, Anita Brüvere, Aurore Peuffier, David Martin, Marie Juin, Valentine Delqueux, Aline Helmcke
Ausgezeichnet mit: Gedanken-Aufschluss-Preis
Kids DOK 2022

Don’t Blow It Up

Alžbeta Mačáková Mišejková
Zwei Mädchen geraten beim Ballspiel in einen Streit. Der Ärger lässt sie sich aufblähen und wie Luftballons bis in die Wolken fliegen. Wer rettet jetzt ihr Kätzchen vom Baum?
Filmstill Don’t Blow It Up
Filmstill Don’t Blow It Up

Don’t Blow It Up

Odpusť
Alžbeta Mačáková Mišejková
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Tschechische Republik
2022
9 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Ein Sommertag auf der Wiese. Zwei Mädchen haben Spaß beim Ballspielen, bis der Ball zu heftig geworfen wird. Der anschließende Ärger und Streit lässt sie sich aufblähen. Wie Luftballons fliegen die beiden bis in die Wolken. Dort oben angelangt wissen sie nicht, wie sie wieder herunterkommen sollen. Da sehen sie, dass ihr Kätzchen auf einem Baum festsitzt. Wer kann es retten?
Lina Dinkla

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Regie
Alžbeta Mačáková Mišejková
Kamera
Alžbeta Mačáková Mišejková
Schnitt
Alexander Kashcheev, Lucie Hecht
Produktion
Martin Vandas
Co-Produktion
Ondřej Šejnoha
Ton
Tomáš Kozelka
Musik
Magdaléna Mišejková
Animation
Alžbeta Mačáková Mišejková
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Fluid Life

Život na vodě
Zora Čápová
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2021
Dokumentarfilm
Tschechische Republik
2020
6 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Alles plätschert in dieser poetischen Porträtskizze: der Regen aufs Dach, der Hund in der Pfütze, die Enkel im Planschbecken und die Protagonistin in der Moldau. Eine Frau mittleren Alters hat ein Frachtschiff liebevoll zum Hausboot umgebaut. In impressionistischer, analoger Ästhetik fängt der Film ihren neuen Alltag ein, vom Morgenkaffee im Bademantel bis zur letzten Zigarette an Deck in der Dämmerung. Sie scheint sich einen Wunsch erfüllt zu haben – ein Leben am und im Fluss.
Jan-Philipp Kohlmann

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Regie
Zora Čápová
Kamera
Tomáš Šťastný, Anna Petruželová
Schnitt
Ondřej Nuslauer
Produktion
Ondřej Šejnoha
Ton
Jáchym Vanc
Musik
Daniel Habart
Filmstill Hun Tun

Hun Tun

Hun Tun
Magdalena Hejzlarová
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Frankreich
2024
15 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
In einem fantastischen Raum, irgendwo zwischen Animation, Realfilm und Performance, entfaltet sich eine Erzählung über Hun Tun, den König des Chaos. Hun Tun feuert dich an, Hun Tun treibt dich voran, Hun Tun hält dich wach. Er gibt dir Kraft für unzählige Überstunden und endlose Freizeitaktivitäten. Doch Hun Tun raubt dir dafür den Schlaf und verwandelt dich.
Bruchstücke des alltäglichen Lebens – Tassen, Kronkorken, Tablettenpackungen – künden von durchgemachten Nächten und völliger Erschöpfung, vom Schlafen-Wollen und vom Nicht-Können. Überlagerungen aus elegant animierten, zarten Sandelementen erzeugen Rhythmus und Textur. Vertanzte Erzählmomente in expressiven Kostümen schaffen Leichtigkeit und transportieren gleichzeitig eine intensive Stimmung. Über allem liegt eine präzise Tongestaltung, die die Ebenen zur spannungsvollen Reflexion eines sehr persönlichen Konflikts verwebt.
Franka Sachse

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Regie
Magdalena Hejzlarová
Buch
Magdalena Hejzlarová
Kamera
Zdena Sýkorová
Schnitt
Alexander Kashcheev
Produktion
Karolína Davidová
Co-Produktion
Romain Bent
Ton
Alexander Kashcheev
Sound Design
Alexander Kashcheev
Musik
Gosheven
Animation
Eliška Kerbachová, Magdalena Hejzlarová, Anna Belova
Filmvertrieb
Florian Fernandez
Sprecher*in
Magdalena Hejzlarová
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Mehr zum Film
Filmstill Hurikán

Hurikán

Hurikán
Jan Saska
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Slowakei,
Frankreich,
Bosnien und Herzegowina
2024
13 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch
Das Bier ist alle in Prag … also eigentlich nur an einem Imbissstand abseits der touristischen Altstadt. Aber das Röcheln des Zapfhahns ist deswegen nicht weniger dramatisch für Hurikán, einen Dauerkunden, der seinen Tag und viel von der Nacht an diesen Treffpunkten der verlorenen Seelen verbringt. Verknallt in die Budenbetreiberin, nimmt Hurikán die Sache in die Hand. Sie kommt ins Rollen, genau wie das leere Fass, das er befüllen lassen will. Ein abenteuerlicher Parcours nimmt seinen Lauf. Er beginnt mit kleinen spöttischen Gesten und weitet sich schnell zu einer rasanten Jagd in den dösenden, aber steilen Seitenstraßen des Prager Stadtviertels Žižkov aus.
Jan Saska verwebt mit großartigem Timing und Augenzwinkern Genretypisches aus Comic und Actionkino. Und mittendrin ein Typ, dem das Leben nicht leichtfällt. Hier muss ihm das Glück helfen, um nicht zu verdursten.
André Eckardt

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Regie
Jan Saska
Buch
Jan Saska, Václav Hašek
Schnitt
Jan Saska
Produktion
Kamila Dohnalová, Martin Vandas
Co-Produktion
Antoine Lietout, Ivan Zuber, Juraj Krasnohorsky, Mladen Đukić, Alena Vandasová
Sound Design
Jiří Gráf
Animation
Marek Pokorný, Michaela Večerková, Jan Saska, Camille Chao, Hugo de Faucompret, David Štumpf, Jean-Christophe Lie, Félicia Gillibert, Delphine Grelet
Filmvertrieb
Luce Grosjean
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
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Ilios

Ilios
Marcel Karnapke, Mika Johnson
Extended Reality 2020
-
Deutschland,
Tschechische Republik
2020
9 Minuten
Englisch,
Deutsch
Als das Künstlerduo Karnapke und Johnson mitten in einem Projekt durch Covid-19 getrennt wird, entsteht eine Korrespondenz über den ständigen Wandel, in dem wir leben. Die darauf basierende VR-Erfahrung ist eine begehbare Meditation: über Realität, über Normalität und über die Vorzeichen, die den Regelfall von der Ausnahme unterscheiden, visualisiert in einem Raum aus unzähligen Partikeln.
Lars Rummel

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Konzept
Marcel Karnapke
VR Entwicklung
Marcel Karnapke
Ton
Jackson Bierfeldt
Buch
Mika Johnson
Sprecher*in
Mika Johnson, Jackson Bierfeldt
Regie
Marcel Karnapke, Mika Johnson
Young Eyes 2024

Living Large

Kristina Dufková
Ben ist gerade in die Pubertät gekommen und plötzlich ist sein Gewicht ein Problem – für ihn und für alle anderen. Trotz seiner Liebe zum Essen und Kochen ergreift er drastische Maßnahmen.
Filmstill Living Large
Filmstill Living Large

Living Large

Život k sežrání
Kristina Dufková
Young Eyes 2024
Animationsfilm
Tschechische Republik
2024
80 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch
Die Sommerferien sind vorbei, das neue Schuljahr hat begonnen, alles und alle sind auf einmal anders. Ben, zwölf Jahre alt, kommt gerade in die Pubertät und stellt fest, dass auch er selbst sich irgendwie verändert hat. Plötzlich soll auch sein Gewicht ein Problem sein – für ihn und für alle um ihn herum. Die Kinder in der Schule fangen auf einmal an, ihn zu mobben, seine geschiedenen Eltern sind ratlos, sogar die Schulkrankenschwester macht sich Sorgen um ihn. Trotz seiner Liebe zum Essen und Kochen beschließt Ben also, drastische Maßnahmen zu ergreifen und verordnet sich eine Diät. Zum Glück kann der Junge auf die Unterstützung seiner verrückten Familie und seiner Freunde Erik und Sonia zählen. Und vielleicht hat er ja doch Chancen bei seinem Schwarm Klara. Schließlich wird Ben lernen, dass es nicht so sehr darauf ankommt, wie man aussieht, sondern wie man sich fühlt. Ein liebenswerter Knetanimationsfilm mit Happy End.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Kristina Dufková
Kamera
Václav Fronk
Produktion
Matěj Chlupáček
Nominiert für: Young Eyes Film Award
Media Name: a26dfae8-0011-4ce8-9420-463bbcc3a319.jpg

Love, Dad

Love, Dad
Diana Cam Van Nguyen
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2021
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Slowakei
2021
13 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Englisch

Eine junge Frau hält nach langer Zeit erneut Briefe in der Hand, die ihr Vater ihr vor fünfzehn Jahren geschrieben hat, als er im Gefängnis saß. Seine Worte sind voller Liebe und Zuneigung: So nah seien sie sich danach nie wieder gewesen, resümiert die Tochter heute. Was ist passiert? Das versucht sie, in einem Brief an ihn zu beantworten, und schreibt auf, was bislang nicht gesagt werden konnte. Die komplexe Beziehung zwischen Vater und Tochter in Form eines fragmenthaften Animationsfilms.

Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Diana Cam Van Nguyen
Buch
Diana Cam Van Nguyen, Lukáš Janičík
Kamera
Matěj Piňos, Kryštof Melka
Schnitt
Lukáš Janičík
Produktion
Karolína Davidová
Co-Produktion
Jakub Viktorín, Tomáš Šimon
Ton
Viera Marinová
Musik
Viera Marinová
Animation
Vojtěch Domlátil, David Štumpf, Barbora Halířová, Diana Cam Van Nguyen
Filmvertrieb
Luce Grosjean
Ausgezeichnet mit: Silberne Taube (Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm)
Kids DOK 2023

My Name Is Edgar and I Have a Cow

Filip Diviak
In Edgars Leben hat alles seine Ordnung. Am liebsten isst er Fleisch. Ein Ausflug zum Schlachthof gibt ihm zu denken und er nimmt ein Kälbchen bei sich auf. Muss Edgar noch mehr verändern?
Filmstill My Name Is Edgar and I Have a Cow
Filmstill My Name Is Edgar and I Have a Cow

My Name Is Edgar and I Have a Cow

Jmenuju se Edgar a mám krávu
Filip Diviak
Kids DOK 2023
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Slowakei
2023
8 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Deutsch (Overvoice), Englisch
In Edgars Leben hat alles seine Ordnung und steht immer am selben Platz. Und am liebsten isst er Fleisch. Ein Ausflug zum Schlachthof verdirbt ihm den Appetit und er nimmt ein Kälbchen mit nach Hause. Das Kälbchen wächst zur Kuh heran und krempelt natürlich gehörig seinen wohlsortierten Alltag um. Lieblingstasse und Fernseher gehen zu Bruch und Edgar sieht ein, dass er noch mehr verändern muss.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Filip Diviak
Buch
Filip Diviak
Kamera
Filip Diviak
Schnitt
Filip Diviak
Produktion
Bara Prikaska
Co-Produktion
Zuzana Mistrikova
Ton
Vit Pribyla, Filip Diviak
Sound Design
Vit Pribyla
Musik
Vit Pribyla, Filip Diviak
Filmvertrieb
Annabel Sebag
Filmstill Photophobia

Photophobia

Photophobia
Ivan Ostrochovský, Pavol Pekarčík
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2023
Dokumentarfilm
Slowakei,
Tschechische Republik,
Ukraine
2023
71 Minuten
Ukrainisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch
Seit Wochen harren der 12-jährige Nikita und seine Familie in einer U-Bahnstation in Charkiw aus. Der Ort verspricht Schutz vor den russischen Angriffen, doch viel zu erleben gibt es hier unten nicht. Das grelle Licht und die provisorisch hergerichteten Waggons erzeugen eine surreale bis triste Atmosphäre, Haustiere streunen durch die Gänge, ein in die Jahre gekommener Musiker stimmt Lieder auf seiner Gitarre an.

Ivan Ostrochovský und Pavol Pekarčík verdichten die ersten Kriegsmonate in der Ukraine zu einer beklemmenden, aber nicht hoffnungslosen Erzählung, denn die Station ist auch eine Stätte der Begegnung. So trifft Niki rasch die gleichaltrige Wika, die den lethargisch gewordenen Jungen aus der Reserve lockt. Gemeinsam unternehmen sie Streifzüge durch die Unterwelt. Doch während es Wika erlaubt ist, zumindest hin und wieder die Erdoberfläche zu betreten, endet Nikis Bewegungsradius an den Treppen, auf die manchmal etwas Sonnenlicht fällt. Dennoch existiert ein Außen, das die beiden Regisseure über einzeln eingestreute Super-8-Aufnahmen sichtbar machen. Sie zeigen ein versehrtes Charkiw: zerstörte Fahrzeuge, ein verkohltes Bett, notdürftig verbarrikadierte Denkmäler. „Photophobia“ ist ein hybrider, in sich gekehrter Film, der inmitten einer unwirklichen Situation so etwas wie zarte Romantik aufzuspüren vermag.
Carolin Weidner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Ivan Ostrochovský, Pavol Pekarčík
Buch
Marek Leščák, Ivan Ostrochovský, Pavol Pekarčík
Kamera
Ivan Ostrochovský, Pavol Pekarčík
Schnitt
Ivan Ostrochovský, Pavol Pekarčík, Martin Piga
Produktion
Ivan Ostrochovský, Albert Malinovský, Katarína Tomková, Tomáš Michálek, Kristýna Michálek Květová
Co-Produktion
Helena Osvaldová, Denis Ivanov, Jakub Mahler, Pavol Pekarčík
Ton
Dušan Kozák, Jakub Jurásek
Sound Design
Jakub Jurásek
Musik
Roman Kurhan, Michal Novinski
Filmvertrieb
Michaela Čajková
Nominiert für: MDR-Filmpreis, Filmpreis Leipziger Ring
Filmstill Queens of Joy

Queens of Joy

Korolevy radosti
Olga Gibelinda
Publikumswettbewerb 2025
Dokumentarfilm
Ukraine,
Frankreich,
Tschechische Republik
2025
92 Minuten
Ukrainisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch
„Wir sammeln heute Spenden für die 206. Brigade der Territorialverteidigung“, ruft Diva Monroe auf einer Dragshow in einem Kellerklub in Kyjiw. Ob an der Front oder durch ziviles Engagement: Zahlreiche Menschen aus der ukrainischen LGBTQ+-Community setzen sich den russischen Angriffen zur Wehr – viele davon schon vor der Invasion von 2022. Dabei wäre es verständlich, vor Krieg und Diskriminierung zu fliehen. Lange Zeit gab es für Queers in der Ukraine kaum gesellschaftliche Akzeptanz. Doch seit die Propaganda des Kreml nicht mehr nach Kyjiw durchdringt, ist es besser geworden. So erzählt es der Film von Olga Gibelinda am Beispiel dreier Dragqueens: Monroe, die sich ans Empowerment der Maidan-Proteste erinnert und seitdem fürs Fernsehen und als Influencerin arbeitet. Aura, damals noch auf Seiten der prorussischen Regierung, heute in Diensten der Armee unter Oberbefehlshaber Selenskyj. Und Marlen, die als Transfrau in der Vergangenheit Verletzungen erlitten hat und heute auf der Bühne Freude verbreitet.
Prägnant kontrastiert der Film die Show- und die private Alltagswelt der Dragqueens. Dabei gibt er auch ihren politischen Forderungen Raum. So verlangen sie etwa, dass queere Partnerschaften gerade jetzt anerkannt werden sollten, damit Angehörige von Gefallenen und Verletzten die gleichen rechtlichen Ansprüche haben.
Jan-Philipp Kohlmann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Olga Gibelinda
Buch
Olga Gibelinda, Ivanna Khitsinska
Kamera
Kyrylo Nikrashevich
Schnitt
Zuzana Walter
Produktion
Ivanna Khitsinska
Co-Produktion
Louis Beaudemont, Hana Blaha Šilarová
Ton
Mykhailo Zakutskyy
Musik
Artem Baburin
Broadcaster
Serhii Nedzelskyy, Natasha Movshovych, Aloina Holiakova, Claudia Bucher, Béatrice Meier, Barbara Bouillon
Nominiert für: MDR-Filmpreis
Kids DOK 2022

Suzie in the Garden

Lucie Sunková
Suzie und ihre Eltern verbringen viel Zeit im Garten am Rande der Stadt. Eines Tages entdeckt sie ein Loch im Zaun. Unheimlich! Aber sie traut sich schließlich hindurchzuschlüpfen.
Filmstill Suzie in the Garden
Filmstill Suzie in the Garden

Suzie in the Garden

Zuza v zahradách
Lucie Sunková
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Slowakei
2022
14 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Deutsch (Overvoice)
Suzie und ihre Eltern radeln am Wochenende in ihren Garten am Rande der Stadt. Hier fühlt Suzie sich wohl! Buddeln, Blumen pflücken und Beeren naschen – herrlich! Eines Tages läuft ihr ein schwarzer Hund über den Weg und sie entdeckt einen geheimnisvollen Ort. Wem der wohl gehört? Suzie hat zwar ein bisschen Angst, aber traut sich doch, durch den Zaun zu schlüpfen.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lucie Sunková
Kamera
Jaroslav Fišer
Schnitt
Anna Ryndová
Produktion
Martin Vandas
Co-Produktion
Simona Hrušovská
Ton
Martin Večeřa
Musik
Aliaksandr Yasinski
Animation
Lucie Sunková
Filmvertrieb
Georg Gruber