Filmarchiv

Internationaler Wettbewerb 2022

Perhaps What I Fear Does Not Exist

Corine Shawi
Vier Jahre verbringt Corine Shawis Vater in Krankenhäusern – eine Zeit, in der der Ausnahmezustand zum Alltag wird. Eine Zustandsbeschreibung, die vom Abfinden und Neufinden zeugt.
Filmstill Perhaps What I Fear Does Not Exist
Filmstill Perhaps What I Fear Does Not Exist

Perhaps What I Fear Does Not Exist

Perhaps What I Fear Does Not Exist
Corine Shawi
Internationaler Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Libanon
2022
73 Minuten
Arabisch,
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Vier Jahre verbringt Corine Shawis Vater infolge einer plötzlichen Lähmung in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen in Beirut – eine Zeit, in der der Ausnahmezustand zum Alltag und das Filmen zur Strategie wird: auf der Suche nach der richtigen Balance von Nähe und Distanz, auf der Suche nach der eigenen Position im Gefüge. Shawi macht sich zur Aufgabe zu dokumentieren, sich selbst ins Bild zu rücken, die Familie zusammenzuhalten und gleichzeitig Bewegung und Veränderung festzuhalten.
Das Familienleben verlagert sich in die Krankenzimmer. Es läuft das Radio, die Mutter raucht auf dem Balkon unzählige Zigaretten, streift mit Blicken und Fingern über Heiligenbilder, besucht in den wechselnden Einrichtungen die heilige Messe und teilt mit ihrem Mann und ihrer Tochter die Sorge um einen erwachsenen Sohn. Es wird gestritten, gelacht und manchmal ums Krankenbett getanzt. Zwischen die Familienkapsel und das Driften durch die Stadt – Beirut, Nacht, Friedhöfe, Sinnlichkeiten – montiert die Filmemacherin auf der Rückbank im fahrenden Auto inszenierte Interviewsequenzen mit ihren Geschwistern. Bewältigungs- und Abgrenzungsversuche, Einsamkeit in Gemeinschaft. Kurzzeitig übersetzen sich Wünsche und Projektionen von Mobilität experimentell in den virtuellen Raum – ein Vermessen von Möglichkeiten. Eine berührende Zustandsbeschreibung, die vom Abfinden und Neufinden zeugt.
Djamila Grandits

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Regie
Corine Shawi
Kamera
Corine Shawi
Schnitt
Halim Sabbagh, Corine Shawi
Produktion
Myriam Sassine, Corine Shawi
Co-Produktion
Jana Wehbe
Ton
Lama Sawaya
Musik
Joh Dagher
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Filmstill Persona

Persona

Gakjil
Sujin Moon
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022
Animationsfilm
Südkorea
2022
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine

Handy, Handy in der Hand, wer ist die Schönste im ganzen Land? Eine junge Frau schlüpft in eine zweite Haut. Sie geht aus, trinkt Bubbletea mit ihren Freundinnen. Selfies werden geschossen. Die Stimmung ist aufgekratzt. Doch wieder daheim verschmelzen sie und die äußere Hülle miteinander, ein Ich löst sich auf. Das eigene Spiegelbild wird zur Schimäre. Eine surreale Body-Horror-Animation über Schönheitsideale und den Zwang, ins Bild zu passen.

Anke Leweke

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Regie
Sujin Moon
Kamera
Sujin Moon
Schnitt
Sujin Moon
Produktion
Sujin Moon
Ton
Sujin Moon
Musik
Sujin Moon
Ausgezeichnet mit: Silberne Taube für den besten Film einer Nachwuchsregie (Internationaler Wettbewerb Kurzfilm)
Filmstill Petra and the Sun

Petra and the Sun

Petra y el sol
Malu Furche, Stefania Malacchini
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Chile
2025
10 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
So ein Lebensabend, allein in der entlegenen Waldhütte in den Anden, mit dem treuen Vierbeiner – was will man mehr? Petra scheint jedenfalls recht zufrieden so ganz für sich, hackt ihr Holz und hört Radio. Doch eines Tages entdeckt ihr Hund eine Permafrostleiche im Schnee und beißt sich sprichwörtlich in ihr fest, sodass Petra nichts anderes übrig bleibt, als den Zufallsfund mit nach Hause zu nehmen.
Mit herrlich absurden und leichtfüßigen Wendungen erzählen Stefania Malacchini und Malu Furche eine warmherzig-makabre Geschichte übers Altwerden – und über eine späte Liebe. Denn der gefrorene Leichnam lässt sich ganz wunderbar auftauen, in den Alltag integrieren, als Tanzpartner hin und her schunkeln. Liebevoll und detailliert ist auch die Puppentrick-Animation: ob Petra als resolute Grauhaarige mit ihrem No-Nonsense-Stil, ihr Hund, dessen Jagdtrieb und Verspieltheit witzige Folgen haben, oder auch die Frostleiche selbst, dieser im dicken Schnee umgekommene Wanderer aus dem 20. Jahrhundert, der manchmal aussieht, als wollte er gleich zum Leben erwachen, um schnell fortzurennen. Petra genießt ihr neues Glück. Aber es könnte endlich sein: Die Polizei sucht nach dem vermissten Toten …
Marie Ketzscher

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Regie
Malu Furche, Stefania Malacchini
Buch
Malu Furche, Stefania Malacchini
Kamera
Malu Furche, Stefania Malacchini
Schnitt
Malu Furche
Produktion
Malu Furche, Stefania Malacchini, Antonia Piña, Yeniffer Fasciani
Animation
Kike Ortega
Filmvertrieb
Miguel Español Celiméndiz
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Retrospektive 2022

Petras Erlebnis

Ingrid Reschke
Akkurat notiert Petra die Ereignisse dieses besonderen Tages, unterrichtet über Schnitzeljagd und Segelbootfahrt. Eines der ersten Filmhochschulerzeugnisse, reibungslos inszeniert.
Filmstill Petra’s Adventure
Filmstill Petra’s Adventure

Petras Erlebnis

Petras Erlebnis
Ingrid Reschke
Retrospektive 2022
Dokumentarfilm
DDR
1956
6 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Hinter Petra liegt ein ereignisreicher Tag: Gemeinsam mit anderen Kindern hat sie eine Schnitzeljagd absolviert, kleine Aufgaben gelöst, sich mit ihrem zugewiesenen Partner koordinieren müssen. Abenteuerliches war darunter, aber auch eine auf einer Wiese installierte Klassenzimmersituation, bei der es galt, das eigene Wissen über die heimische Flora unter Beweis zu stellen. Zum Abschluss besteigen alle Segelboote und gleiten in einen stimmungsvollen Abend. Ein Protokoll in Briefform, akkurat aufgesetzt im Pionierhaus Potsdam, fungiert dabei als Rahmen für einen der ersten vorgelegten Filme der gerade neu gegründeten Deutschen Hochschule für Filmkunst in Babelsberg.
Carolin Weidner

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Regie
Ingrid Reschke
Buch
Ingrid Reschke
Kamera
Kurt Marks
Produktion
Deutsche Hochschule für Filmkunst
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Philippe Arthuys: Boîte à musique

Philippe Arthuys: Boîte à musique
Animation und Musique Concrète 2021
Akustischer Film
Frankreich
1957
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Mit Hall, Filtern und rhythmischer Montage entsteht aus Klangfragmenten ein Hörstück über eine scheinbar eigenwillige Spieldose. Philippe Arthuys – Filmkomponist für Größen wie Rivette und Godard und selbst Filmemacher – variiert das Tempo von stotternd bis ruhig atmend, lässt überraschend Geräuschpartikel aus der Tiefe des Raumes auftauchen und wieder verschwinden. Ein Filmdramolett für die Ohren.
André Eckardt

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Musik
Philippe Arthuys
Filmstill Photophobia

Photophobia

Photophobia
Ivan Ostrochovský, Pavol Pekarčík
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2023
Dokumentarfilm
Slowakei,
Tschechische Republik,
Ukraine
2023
71 Minuten
Ukrainisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch
Seit Wochen harren der 12-jährige Nikita und seine Familie in einer U-Bahnstation in Charkiw aus. Der Ort verspricht Schutz vor den russischen Angriffen, doch viel zu erleben gibt es hier unten nicht. Das grelle Licht und die provisorisch hergerichteten Waggons erzeugen eine surreale bis triste Atmosphäre, Haustiere streunen durch die Gänge, ein in die Jahre gekommener Musiker stimmt Lieder auf seiner Gitarre an.

Ivan Ostrochovský und Pavol Pekarčík verdichten die ersten Kriegsmonate in der Ukraine zu einer beklemmenden, aber nicht hoffnungslosen Erzählung, denn die Station ist auch eine Stätte der Begegnung. So trifft Niki rasch die gleichaltrige Wika, die den lethargisch gewordenen Jungen aus der Reserve lockt. Gemeinsam unternehmen sie Streifzüge durch die Unterwelt. Doch während es Wika erlaubt ist, zumindest hin und wieder die Erdoberfläche zu betreten, endet Nikis Bewegungsradius an den Treppen, auf die manchmal etwas Sonnenlicht fällt. Dennoch existiert ein Außen, das die beiden Regisseure über einzeln eingestreute Super-8-Aufnahmen sichtbar machen. Sie zeigen ein versehrtes Charkiw: zerstörte Fahrzeuge, ein verkohltes Bett, notdürftig verbarrikadierte Denkmäler. „Photophobia“ ist ein hybrider, in sich gekehrter Film, der inmitten einer unwirklichen Situation so etwas wie zarte Romantik aufzuspüren vermag.
Carolin Weidner

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Regie
Ivan Ostrochovský, Pavol Pekarčík
Buch
Marek Leščák, Ivan Ostrochovský, Pavol Pekarčík
Kamera
Ivan Ostrochovský, Pavol Pekarčík
Schnitt
Ivan Ostrochovský, Pavol Pekarčík, Martin Piga
Produktion
Ivan Ostrochovský, Albert Malinovský, Katarína Tomková, Tomáš Michálek, Kristýna Michálek Květová
Co-Produktion
Helena Osvaldová, Denis Ivanov, Jakub Mahler, Pavol Pekarčík
Ton
Dušan Kozák, Jakub Jurásek
Sound Design
Jakub Jurásek
Musik
Roman Kurhan, Michal Novinski
Filmvertrieb
Michaela Čajková
Nominiert für: MDR-Filmpreis, Filmpreis Leipziger Ring
Hommage Peter Mettler 2023

Picture of Light

Peter Mettler
Die Filmcrew macht sich auf die Suche nach den Nordlichtern. Ausgestattet mit einer ausgeklügelten Spezialkamera, geben sie sich dem Warten, den Umständen und den Menschen vor Ort hin.
Filmstill Picture of Light
Filmstill Picture of Light

Picture of Light

Picture of Light
Peter Mettler
Hommage Peter Mettler 2023
Dokumentarfilm
Kanada
1994
87 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch
Zusammen mit dem Fotografen Andreas Züst und einer kleinen Filmcrew macht sich Peter Mettler auf die Suche nach den Nordlichtern. Um dieses Naturwunder überhaupt auf Filmbildern erfassen zu können, hat das Team eine Spezialkamera angefertigt, die den klimatischen Extrembedingungen standhalten muss. Vor Ort geben sie sich geduldig dem Zustand des Wartens hin. Sie befinden sich im Grenzbereich zwischen geografischem Norden und besiedeltem Süden. In seiner formalen Struktur bewegt sich der Film wiederum zwischen trancehaftem Essay und analytischer Forschungsreise. Und dem Filmemacher bleibt die Grundsatzfrage, ob die Erfahrung des spektakulären Naturphänomens überhaupt gefilmt werden kann.
Annina Wettstein

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Regie
Peter Mettler
Buch
Peter Mettler
Kamera
Peter Mettler
Schnitt
Peter Mettler, Mike Munn
Produktion
Andreas Züst, Peter Mettler, A. Gill
Sound Design
Peter Mettler, Peter Bräker, A. Gill, Leon Johnson, Gaston Kyriazi
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Pink Mao

Pink Mao
Tang Han
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2021
Dokumentarfilm
China,
Deutschland
2020
22 Minuten
Chinesisch
Untertitel: 
Englisch

Warum sehen wir bestimmte Farben, selbst wenn sie nicht da sind? Die chinesische Regisseurin Tang Han analysiert akribisch die 100-Yuan-Banknote mit einem Porträt Mao Zedongs und stellt fest, dass der Geldschein – offizieller Darstellung und verbreiteter Wahrnehmung zum Trotz – wohl eher pink als rot ist. Mit ernster Stimme und in bunten, vergnügten Bildern erschüttert sie ganz nebenbei auch jede Menge anderer festgefahrener Vorstellungen um Digitalisierung, Globalisierung, Kapitalismus und Gender.

Borjana Gaković

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Regie
Tang Han
Buch
Tang Han
Schnitt
Tang Han
Produktion
Tang Han
Ton
Tang Han
Ausgezeichnet mit: Silberne Taube (Deutscher Wettbewerb Kurzfilm)
Filmstill Pink Mao

Pink Mao

Pink Mao
Tang Han
Animation Perspectives 2022
Dokumentarfilm
Deutschland,
China
2020
22 Minuten
Chinesisch
Untertitel: 
Englisch
Eine investigative Untersuchung in den Farbräumen des 100-Yuan-Scheins kommt einem Paradigmenwechsel auf die Spur. Von der staatlichen Notenbank offiziell als rot deklariert, ist der Geldschein mit Mao-Porträt physikalisch genau genommen pink. Das hat Konsequenzen für Chinas politisches Narrativ, wie Tang Hans filmische Versuchsanordnung kompromisslos präzise und erfrischend klug erzählt.
André Eckardt

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Regie
Tang Han
Buch
Tang Han
Schnitt
Tang Han
Produktion
Tang Han
Ton
Tang Han
Genius Loci 2020

Pioniere, Dampf gemacht!

Renate Müller, Frank Schumann, Matthias Heyn
Eine vermutlich aus der BRD kommende Dame in der Pioniereisenbahn: Humorvoll wird ihr Befremden über Kinder ausgedrückt, die sie allen Ernstes nach einer gültigen Fahrkarte fragen.
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Pioniere, Dampf gemacht!

Pioniere, Dampf gemacht!
Renate Müller, Frank Schumann, Matthias Heyn
Genius Loci 2020
Dokumentarfilm
DDR
1963
5 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Eine vermutlich aus der BRD kommende Dame tritt eine Ausflugsfahrt in der Schmalspureisenbahn an. Ihr Befremden über den Betrieb der Anlage durch Junge Pioniere ist nicht zu übersehen. „Unerhört“ wie sie mit kindlichem Ernst nach der Fahrkarte gefragt wird! Entstanden ist dieser Film im engagierten und äußerst produktiven Pionierfilmstudio „Iskra“ an der 31. Oberschule in Leipzig-Probstheida.
Konstantin Wiesinger

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Renate Müller, Frank Schumann, Matthias Heyn
Buch
Renate Müller, Frank Schumann, Matthias Heyn
Kamera
Christian Dieckmann, Diethard Wommer
Schnitt
Christian Dieckmann, Renate Müller, Stephan Mücke, Karola Hoffmann
Produktion
Pionierfilmstudio Iskra, Leipzig
Spotlight on: Docudays UA 2022 2022

Plai. A Mountain Path

Eva Dzhyshyashvili
Eine Familie, die in den Bergen täglichen Ritualen nachgeht, unbehelligt von der Außenwelt. Doch auch dieses vermeintlich ruhige Leben ist vom Krieg in der Ostukraine bestimmt.
Filmstill Plai. A Mountain Path
Filmstill Plai. A Mountain Path

Plai. A Mountain Path

Plai
Eva Dzhyshyashvili
Spotlight on: Docudays UA 2022 2022
Dokumentarfilm
Ukraine
2021
75 Minuten
Ukrainisch
Untertitel: 
Englisch
Eva Dzhyshyashvili zeigt uns eine Familie, die in den Bergen ihren täglichen Ritualen nachgeht. Auf den ersten Blick ist dieses Leben einfach und ruhig, unbehelligt von der Außenwelt. Doch als sich der Blick weitet, sehen wir, dass der Großvater in der Ostukraine verwundet wurde, und hören unzählige Gespräche über diesen Krieg. Das Gefühl, dass es keinen Ort gibt, an dem man sich vor der militärischen Aggression verstecken kann, ist unübersehbar. Aber das Ende gibt einen Funken Hoffnung.
Daria Badior

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Eva Dzhyshyashvili
Kamera
Eva Dzhyshyashvili
Schnitt
Eva Dzhyshyashvili
Produktion
Oksana Ivanyuk
Ton
Andrii Rohachov
Musik
Erik Shved
Nominiert für: MDR-Filmpreis
Kids DOK 2023

Planet B

Pieter Van Eecke
Wie kann man auf einem Planeten aufwachsen, der von der Menschheit zerstört wird? Die Freundinnen Bo und Luca sind enthusiastische Klimakämpferinnen, die der Film vier Jahre lang begleitet.
Filmstill Planet B
Filmstill Planet B

Planet B

Planet B
Pieter Van Eecke
Kids DOK 2023
Dokumentarfilm
Belgien,
Niederlande
2023
78 Minuten
Niederländisch
Untertitel: 
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit
Wie kann man auf einem Planeten aufwachsen, der von der Menschheit zerstört wird? Der Film geht auf die Suche nach Antworten auf diese dringende Frage und stellt uns Bo und Luca vor. Die engen Freundinnen sind enthusiastische Klimakämpferinnen und einander in ihrem Aktivismus verbunden. Wir begleiten die beiden Teenager vier Jahre lang beim widersprüchlichen und überraschenden Erwachsenwerden.
Lina Dinkla

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Regie
Pieter Van Eecke
Kamera
Johan Legraie
Schnitt
Sandrine Deegen
Produktion
Hanne Phlypo
Co-Produktion
Katja Draaijer
Ton
Olmo van Straalen, Mark Glynne
Musik
David Poltrock
Filmvertrieb
Marcella Jelić
Extended Reality 2023

Plastisapiens

Miri Chekhanovich, Édith Jorisch
In dieser „surrealen Ökofiktion“ verschmelzen wir mit Plastik zu hybriden Wesen, deren Identität und DNA umgeformt wurde. Wir werden zu dem Material, das uns alle verbindet.
Filmstill Plastisapiens
Filmstill Plastisapiens

Plastisapiens

Plastisapiens
Miri Chekhanovich, Édith Jorisch
Extended Reality 2023
XR
Kanada,
Israel
2022
15 Minuten
Englisch
Mikroplastik ist überall: in der Luft, im Boden und im Wasser. In dieser „surrealen Ökofiktion“ leben Plastik und Umwelt in friedlicher Koexistenz. Sie erfindet eine tröstliche Welt, in der wir mit Plastik zu hybriden Wesen verschmelzen, ausgestattet mit neuer Identität und DNA. In der Plastisphäre werden wir zu dem Material, das uns alle verbindet – wenn man ihm endlich erlaubte, uns umzuformen.
Lars Rummel

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Produktion
Isabelle Repelin, Raphaëlle Sleurs, Marie-Pier Gauthier
Ausführende Produktion
Louis-Richard Tremblay
Produktionsfirma
Dpt., National Film Board of Canada, Lalibela Productions
Künstlerisches Design
Dpt.
Sound Design
Ori Alboher
Buch
Miri Chekhanovich, Édith Jorisch
Sprecher*in
Miri Chekhanovich
Regie
Miri Chekhanovich, Édith Jorisch
Camera Lucida 2023

Play Dead!

Matthew Lancit
Diabetes: Matthew Lancit lebt in ständiger Furcht vor den Komplikationen seiner Erkrankung. Also nimmt er den Body-Horror einfach selbst vorweg. Das Ergebnis ist so humorvoll wie verstörend.
Filmstill Play Dead!
Filmstill Play Dead!

Play Dead!

Fais le mort!
Matthew Lancit
Camera Lucida 2023
Dokumentarfilm
Frankreich,
Portugal
2023
80 Minuten
Englisch,
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Wenn es einen Menschen gibt, der Matthew Lancit nachhaltig beschäftigt, dann ist das sein Onkel Harvey. Die Augen dunkel umrandet, blass, blind, die Beine amputiert. Wie Harvey leidet auch der Filmemacher an Diabetes. Die Erkrankung hat er grundsätzlich unter Kontrolle, doch stets treibt ihn die Frage um: Wie lange noch? Verlässlich kreist seine Langzeit(selbst)beobachtung um die Angst vor Siechtum und Verstümmelung. Den befürchteten Body-Horror überführt er ins Filmische, inszeniert sich als Zombie, Vampir, desolate Figur. Lancit nimmt seinen potenziellen Verfall also spielerisch vorweg und fährt dafür ein ganzes Arsenal an Effekten auf, die – Videoaufnahmen beweisen es – bis in seine Jugend zurückreichen. Dabei erinnert das „dead“ im Titel nicht umsonst auch an „dad“. Denn „Play Dead!“ verhandelt auch die eigene Vaterrolle.

Lancit bezieht seine Familie intensiv in seine Fantasien mit ein, lässt sie zu Dämonen werden und gemeinsam durchs Wohnzimmer wanken. Die Dokumentierung der eigenen Diabetes erlaubt so zugleich einen Einblick in ein modernes Pariser Familienleben samt zweier kleiner Kinder und einer Partnerin, die das Treiben ihres Mannes zumeist wohlwollend begleitet. Lancits Herangehensweise überschreitet bewusst Grenzen, öffnet Körper, Seele und Haustür. Ergebnis ist ein humorvolles und bisweilen verstörendes Selbstzeugnis.
Carolin Weidner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Matthew Lancit
Buch
Matthew Lancit
Kamera
Matthew Lancit
Schnitt
Ariane Mellet
Produktion
Simon P.R. Bewick
Ton
Jules Wisocki
Sound Design
Jan Vysocky, Stéphane Rives
Musik
Etienne Nicolas
Broadcaster
ARTE/LA LUCARNE
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Play Me, I’m Yours

Play Me, I’m Yours
Julia Palmieri Mattison
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2020
Dokumentarfilm
Belgien
2020
14 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Eine filmische Familienaufstellung, in der wir, einer scheinbar zufälligen Bewegung folgend, durch ein Konglomerat privater Fotos, Videoaufnahmen, Notizen, Gedanken, Sounds und Texte geführt werden. Erst nach und nach kristallisieren sich Erzählstränge, werden verworfen, wieder aufgenommen und schließlich in ihrer Vieldeutigkeit stehen gelassen. Es geht um die großen Fragen des Lebens, um Liebe[n], Familie[n], Beziehungen, Tod und gutes Essen. Nicht mehr – und auf keinen Fall weniger.
Luc-Carolin Ziemann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Julia Palmieri Mattison
Kamera
Julia Palmieri Mattison
Schnitt
Julia Palmieri Mattison
Produktion
Julia Palmieri Mattison
Ton
Julia Palmieri Mattison
Musik
Louise Nurry, Louise Nurry
Kids DOK 2022

Playground

Samaneh Fazlollah Asadi
Langweilig sind die Tage im Krankenhaus, lustlos liegt das Mädchen im Bett und starrt stundenlang aus dem Fenster. Eines Tages jedoch erhält sie ein ganz besonderes Geschenk.
Filmstill Playground
Filmstill Playground

Playground

Zamine bazi
Samaneh Fazlollah Asadi
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Iran
2022
8 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Langweilig sind die Tage im Krankenhaus, die Eintönigkeit wird nur unterbrochen durch Besuche der Eltern. Lustlos liegt das Mädchen im Bett und starrt stundenlang aus dem Fenster. Eines Tages jedoch erhält sie ein ganz besonderes Geschenk. Langsam erholt sie sich und ihre Verletzungen heilen … Die in weichen, hellen Farben animierte Geschichte erzählt davon, dass der Glaube bei der Genesung hilft.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Samaneh Fazlollah Asadi
Buch
Samaneh Fazlollah Asadi
Kamera
Samaneh Fazlollah Asadi
Schnitt
Samaneh Fazlollah Asadi
Produktion
Fatemeh Mohseni
Ton
Hootan Poorzaki
Musik
Mehdi Ghashghaei
Animation
Samaneh Fazlollah Asadi