Filmarchiv

DEFA Matinee 2022

Friedensplakate (DEFA-KINOBOX 1983/21)

Angelika Andrees
Die Kunsthochschule Berlin rief 1981 zum Plakatwettbewerb „Frieden für die Welt“ auf. Die Ergebnisse werden auf dem U-Bahnhof am Berliner Alexanderplatz von Wartenden betrachtet.
Filmstill Peace Posters (DEFA-KINOBOX 1983/21)
Filmstill Peace Posters (DEFA-KINOBOX 1983/21)

Friedensplakate (DEFA-KINOBOX 1983/21)

Friedensplakate (DEFA-KINOBOX 1983/21)
Angelika Andrees
DEFA Matinee 2022
Dokumentarfilm
DDR
1983
5 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
„Wir stehen heute nicht mehr vor der Wahl zwischen Frieden und Krieg, sondern vor der Wahl zwischen Frieden und Untergang (Brecht 1947)“, heißt es auf einem der Plakate in der U-Bahnstation des Berliner Alexanderplatzes. Zum Plakatwettbewerb „Frieden für die Welt“ hatte die Kunsthochschule Berlin im Herbst 1981 aufgerufen. Die Kamera und damit der Zuschauende wird zum Wartenden und Betrachtenden.
Philip Zengel

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Regie
Angelika Andrees
Buch
Angelika Andrees
Kamera
Christian Lehmann, Harald Klix
Produktion
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Deutscher Wettbewerb 2022

König hört auf

Tilman König
Eine persönliche, angenehm kritische Würdigung des Jenaer Pfarrers und linken Aktivisten Lothar König, die das knurrige Original in seinen letzten Monaten im Kirchenamt begleitet.
Filmstill Pastor Lothar Stops
Filmstill Pastor Lothar Stops

König hört auf

König hört auf
Tilman König
Deutscher Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Deutschland
2022
85 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Lothar König ist ein Original. Der langjährige Jugendpfarrer aus Jena passt in kein System. In der DDR wurde er von der Stasi beschattet, nach der Wiedervereinigung war er einer der unermüdlichsten Mahner vor dem erstarkenden Rechtsradikalismus. Bis heute geht er gegen Rechts auf die Barrikaden, oft in der ersten Reihe. Das Filmporträt seines Sohnes Tilman ist dennoch keine Hommage, sondern die kritische Würdigung eines streitbaren Charakters, der sich mit der Pensionierung neu erfinden muss.

Pfarrer König gilt nicht nur als Galionsfigur der linken Szene, die Punkkonzerte, Demos und Fußballturniere mit jungen Geflüchteten organisiert. Ihm eilt auch der Ruf einer durchaus herausfordernden Persönlichkeit voraus. Tilman König zeigt seinen Vater nur am Rande in seiner Rolle als kirchlicher Amtsträger. Vor allem stellt er einen Menschen vor, der mutig und entschlossen, aber auch dickköpfig und ungerecht sein kann. Sein Film interessiert sich angenehmerweise und zuallererst für das Hier und Jetzt dieses Mannes, für all jene Dinge, die Lothar noch zu bewältigen hat. Wie gelingt der Übergang in den Ruhestand nach einem unruhigen Leben zwischen Gemeindearbeit und politischem Aktivismus? Wie kann der rhetorische Haudegen unter eigentlich Gleichgesinnten bestehen, die sich im Denken, Sprechen und Handeln von ihm zu entfernen scheinen? Der Grenzgänger beschreitet unbekanntes Terrain.
Luc-Carolin Ziemann

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Regie
Tilman König
Kamera
Tilman König
Schnitt
Denise Lipfert, Tilman König
Produktion
Dietmar Güntsche, Martin Rohé
Co-Produktion
MDR, Tilman König
Ton
Frank Schubert
Sound Design
Frank Schubert
Musik
Christian Walter
Filmvertrieb
Nadine Trapp
Redaktion
Thomas Beyer
Funding institution
MDM
Ausgezeichnet mit: Filmpreis Leipziger Ring, ver.di Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness
Filmstill Menschen und Bücher

Menschen und Bücher

Menschen und Bücher
Hans Cürlis
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Dokumentarfilm
Deutschland
1929
2 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
1929 erklärte der Börsenverein der Deutschen Buchhändler den 22. März, Goethes Todestag, zum „Tag des Buches“. Um das Datum zu verankern, wurde der politisch wandelbare Kulturfilmer Hans Cürlis für diesen stummen Signature-Spot verpflichtet. Mittels Überblendungen verschmelzen die imaginierten Welten verschiedenster Leser*innen – ob jung oder alt, ob werktätig oder intellektuell – mit ihren stilisierten Lebenswirklichkeiten.
Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
Hans Cürlis
Produktion
Institut für Kulturforschung
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2021

Menschen, die man nie vergißt

H. von Oettingen, H. Hütte
Unter Berufung auf das revolutionäre Erbe der deutschen Bauernkriege im 16. Jahrhundert gestaltet die SED die Gesellschaft mit Unterstützung der Sowjetunion um.
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Menschen, die man nie vergißt

Menschen, die man nie vergißt
H. von Oettingen, H. Hütte
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2021
Dokumentarfilm
DDR
1970
21 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Was 400 Jahre zuvor in den deutschen Bauernkriegen nicht zum Erfolg geführt hatte, schafft das unverbrüchliche Band mit der Sowjetunion anno 1945: Unter widrigen Umständen bauen Arbeiter und Bauern einen sozialistischen Staat auf. 1970, im Entstehungsjahr dieses Films, versichert sich die SED ihres aus der Vergangenheit begründeten Führungsanspruchs – sie geht voran auf dem „Weg vom Ich zum Wir“.
Konstantin Wiesinger

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Regie
H. von Oettingen, H. Hütte
Buch
H. von Oettingen, H. Hütte
Kamera
S. Zebisch, M. Seidel
Schnitt
D. Körner
Produktion
agra-Filmstudio
Re-Visionen 2020

Pa Tak

Hanna Nordholt, Fritz Steingrobe
Angeregt durch den Medientheoretiker Friedrich Kittler feiert die experimentelle Hommage drei Dichter und ihre Leidenschaft für Tonaufzeichnungen: Rilke, Burroughs und Pynchon.
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Pa Tak

Pa Tak
Hanna Nordholt, Fritz Steingrobe
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
Deutschland
2002
4 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Eine Collage in Schwarz-Weiß, in Positiv und Negativ, mit tanzender Lyrik, hüpfenden Gedanken und schlendernden Geräuschen. Angeregt durch den Medientheoretiker Friedrich Kittler feiert die experimentelle Hommage drei Dichter und ihre Leidenschaft für Tonaufzeichnungsapparate: Thomas Pynchon (Gedankenrekorder), William S. Burroughs (Tonbandgerät) und Rainer Maria Rilke (Phonograph).
Ralph Eue

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Regie
Hanna Nordholt, Fritz Steingrobe
Buch
Fritz Steingrobe, Hanna Nordholt
Kamera
Fritz Steingrobe, Hanna Nordholt
Schnitt
Fritz Steingrobe, Hanna Nordholt
Produktion
Fritz Steingrobe, Hanna Nordholt
Musik
Fritz Steingrobe, Hanna Nordholt
Animation
Fritz Steingrobe, Hanna Nordholt
Filmstill Pain That Comes in Waves

Pain That Comes in Waves

Pain That Comes in Waves
Irem Schwarz
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2024
Dokumentarfilm
Deutschland
2024
19 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch
Schwangerschaft, Gebären und elterliche Fürsorge sind stark aufgeladene soziale Rollen. Der teils absurde gesellschaftliche Diskurs darüber führt – verstärkt durch hyperpositive Medienbilder und Stereotype – dazu, dass natürliche Angelegenheiten sich immer weniger natürlich anfühlen. Aus evolutionären Notwendigkeiten wurden Chiffren, die in ihrer kollektiven emotionalen Überformung kaum noch Raum für persönliche Erfahrungen lassen. Eigen- und Fremdwahrnehmung in dieser Lebensphase klaffen oft weit auseinander. Für Ängste oder Zweifel ist meist genauso wenig Platz wie für alle anderen Gefühle jenseits der allgemein vorgegebenen Glückseligkeit. Die pränatalen Entwicklungsschritte scheinen vordefiniert, genormt und erprobt. Wenig ist „richtig“, viel ist „falsch“ zu machen. Jede Entscheidung für oder gegen eine vorgeburtliche Optimierungsmaßnahme zählt. Nichts wird dem Zufall überlassen.
Doch was, wenn der Zufall doch zuschlägt? Wenn die Ultraschalldiagnose schmerzhaft ausfällt? Wie geht die detailverliebte Geburtsmedizin mit Abweichungen vom „Plan“ um, wie mit der Tatsache, dass statistisch eine von sechs Schwangerschaften mit einer Fehlgeburt endet? Die Filmemacherin und Editorin Irem Schwarz kombiniert in ihrer Found-Footage-Collage furchtbar allgegenwärtige Klischeebilder auf eindringliche Weise und nähert sich diesen relevanten Fragen mit einer Stimme, die mehr ist als nur ihre eigene.
Luc-Carolin Ziemann

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Regie
Irem Schwarz
Schnitt
Irem Schwarz
Produktion
Irem Schwarz
Ton
Marc Lehnert
Musik
Damian Scholl
Animation
Xenia Smirnov
Filmstill Paradaïz

Paradaïz

Paradaïz
Matea Radic
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Kanada
2025
10 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
In das Paradies kann man nicht zurück. Zwischen dem Jetzt und dem Damals liegt der Bruch, die Erkenntnis: Es gibt diesen Ort nicht mehr. Das muss auch unsere Protagonistin erfahren, als sie das Grün der Landkarte unter sich wie eine Decke anhebt, um mit einem Paradeiser in der Hand darunter zu kriechen – zurück nach Sarajevo, nach Jugoslawien. Die Fremdheit des Rückflugs mit obligatorischem Tomatensaft ist erst so nostalgisch-aufregend wie die Smiley-Sticker, die überall kleben. Aber spätestens im Elternhaus holt die Vergangenheit sie in Gänze ein: In der verlassenen Wohnung werfen die Einschusslöcher Lichtkegel auf alte Familienfotografien im Flur, und als sie den Kühlschrank öffnet, löst der Anblick einer einzelnen Tomate plötzlich Erinnerungen an Bomben und Explosionen in ihr aus.
Mit eindrücklichen und originellen Bildern visualisiert Matea Radic ihr eigenes traumatisches Erleben des Bosnienkrieges und dessen verwirrendes Verwoben-Sein mit haptisch-sinnlichen Kindheitserinnerungen – dadaistische Šipad-Möbel-Reklame und bosnische Melodien inklusive. Ihr großzügiger und doch aufs Wesentliche reduzierter Animationsstil hebt das kindliche Staunen ihrer Protagonistin wunderbar hervor. Mit aufgeschlagenen Knien und Babydoll-Kleid stakst sie durch die Welt. Und sie lernt, dass es okay ist, auch mal keinen Smiley-Sticker drüberzukleben, sondern vielleicht lieber ein Pflaster.
Marie Ketzscher

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Regie
Matea Radic
Produktion
Jelena Popović
Sound Design
Tyler Fitzmaurice
Musik
Tyler Fitzmaurice
Animation
Matea Radic
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis, Gedanken-Aufschluss-Preis
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube Kurzfilm (Internationaler Wettbewerb Animationsfilm)
Retrospektive 2021

Paradies und Feuerofen

Herbert Viktor
Sauber, adrett, emsig, geschäftstüchtig – der bundesdeutsche Blick beobachtet in Israel Ähnlichkeiten zur BRD der Wirtschaftswunderjahre. Ein Sympathie-Statement.
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Paradies und Feuerofen

Paradies und Feuerofen
Herbert Viktor
Retrospektive 2021
Dokumentarfilm
BRD
1958
78 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Angelegt als Reisereportage über Israel, stellt Herbert Viktor Ähnlichkeiten zur BRD der Wirtschaftswunderjahre heraus: sauber, adrett, emsig, geschäftstüchtig. So habe sich etwa Haifa vom „Treffpunkt für arabische Karawanen und Räuberbanden“ zum modernsten Hafen der Levante gemausert. Auch der Willkommenskultur für Verfolgte aus aller Welt spricht Viktor seine Anerkennung aus. Welche Schicksale sie hinter sich haben, erläutert er nicht. Der mit inszenierten Intermezzi zum Sympathie-Statement zugespitzte Film lief 1959 unter der Schirmherrschaft von Willy Brandt in bundesdeutschen Kinos an. Auf israelische Leinwände ließ man ihn erst 1962, als das Todesurteil gegen Adolf Eichmann vom Berufungsgericht bestätigt worden war.
Sylvia Görke

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Regie
Herbert Viktor
Buch
Herbert Viktor
Kamera
Heinz Hölscher
Schnitt
Ludolf Grisebach
Produktion
Helmut Wisser
Ton
Reginald Beuthner
Musik
Bernhard Eichhorn
Sprecher*in
Herbert Viktor
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2023

Paskutinis

Vladislovas Algimantas Blinstrubas
In der Litauischen SSR blickt ein Filmkünstler aus einer anderen Perspektive auf die jahrhundertelange Geschichte des Baltikums zurück: Der Raum öffnet sich für Schmerz und Trauer.
Filmstill Paskutinis
Filmstill Paskutinis

Paskutinis

Paskutinis
Vladislovas Algimantas Blinstrubas
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2023
Spielfilm
UdSSR
1970
9 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
SOS – Hilfe! Eine klare und einfache Bildsprache, untermalt mit verstörenden Klängen. Der bedeutende litauische Film- und Theaterregisseur Vladislovas Algimantas Blinstrubas verdichtet die gewaltvolle jahrhundertelange Geschichte des Baltikums in zeitloser Metaphorik. Der nackte, verletzliche Mensch steht im Zentrum dieser filmischen Auseinandersetzung. Der Raum öffnet sich für Schmerz und Trauer.
Konstantin Wiesinger

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Regie
Vladislovas Algimantas Blinstrubas
Buch
Vladislovas Algimantas Blinstrubas
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025

Passageways

Milla Cummings, Geneviève Tremblay
Wie fühlt sich das an, wenn der Körper ein anderer wird? Über die Wechseljahre wird viel zu selten positiv gesprochen. Hier geht es um den feierlichen Abschied dieser großen Transformation.
Filmstill Passageways
Filmstill Passageways

Passageways

Voies de passage
Milla Cummings, Geneviève Tremblay
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Kanada
2024
5 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Wie fühlt sich das an, wenn der Körper ein anderer wird? Milla Cummings und Geneviève Tremblay erkunden die (Peri-)Menopause auf leiblich-konkrete Art: Die von ihnen gezeigten Wechseljahre sind ein lebender Stop-Motion-Organismus, eine Höhle mit pulsierenden Außenwänden, in der eine nackte, ältere Frau ihre letzten Eizellen behutsam zu Grabe trägt. Dabei berichten uns verschiedene reife Frauen aus dem Off von ihren Erfahrungen – von der trockenen Haut, besonders im Vaginalbereich, von der Wut auf den allseits behaupteten Sex Appeal alternder Männer und vom zunehmenden Verlust der eigenen gesellschaftlichen Sichtbarkeit.
Für jeden negativ erlebten Aspekt formulieren diese lebensklugen Erzählerinnen in authentischen Tondokumenten eine Kehrseite oder eine konstruktive Handlungsoption. Und sie berichten auch von den positiven Seiten dieser einschneidenden Transformation: Die Energie, die der Körper mit den Eizellen für das Kinderkriegen zurückgehalten hätte, würde nun frei für ganz neue Projekte! Passend dazu öffnet sich im On ein Vorhang und gibt den Blick auf gleißend-glitzernden Möglichkeitsschaum frei. Am Schluss verlässt unsere Protagonistin die Höhle und erklimmt den nächsten Berg. Dieser Film beschreibt mehr als nur beschwerliche Durchgänge, durch die man irgendwie durchmuss: Die „Passageways“ können ebenso gut auch Übergänge in ein neues Leben sein.
Marie Ketzscher

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Regie
Milla Cummings, Geneviève Tremblay
Buch
Milla Cummings, Geneviève Tremblay
Kamera
Geneviève Tremblay
Schnitt
Milla Cummings
Produktion
Geneviève Tremblay, Milla Cummings
Sound Design
Dave Gagné
Musik
Patrick Ouellet
Animation
Milla Cummings, Geneviève Tremblay
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Animation und Musique Concrète 2021

Patatap

Cornelia Friederike Müller aka CFM
Eine App ordnet jedem Buchstaben der Computertastatur einen Klang mit grafischem Element zu. In einer Live-Improvisation kreiert die Leipziger Künstlerin CFM damit Muster und Brüche.
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Patatap

Patatap
Cornelia Friederike Müller aka CFM
Animation und Musique Concrète 2021
Live-Performance
UK
2021
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine App, die jedem Buchstaben der Computertastatur einen Klang und ein damit verbundenes grafisches Element zuordnet, bildet die Grundlage der Live-Improvisation von CFM. Das Spiel mit Pattern und Brüchen nutzt verschiedene Klang-Form-Kombinationen aus dem Baukasten von Jono Brandel, um Takte, Loops und Musik sowie ein begleitendes Video zu kreieren.
Cornelia Friederike Müller aka CFM

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Regie
Cornelia Friederike Müller aka CFM
Ton
Plaid
Künstlerisches Design
Jono Brandel
Seelendinge 2022

Pauline Oliveros: Bye Bye Butterfly

Eine Collage, deren Töne undefinierbar und doch organisch wirken. Pauline Oliveros’ Stück bedarf keiner Bilder. Intuitiv erscheinen sie von selbst vor unserem geistigen Auge.
Filmstill Pauline Oliveros: Bye Bye Butterfly
Filmstill Pauline Oliveros: Bye Bye Butterfly

Pauline Oliveros: Bye Bye Butterfly

Pauline Oliveros: Bye Bye Butterfly
Seelendinge 2022
Akustischer Film
USA
1967
8 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine rein akustische Collage, deren Töne in ihrer Natur undefinierbar und doch irgendwie organisch wirken. Sie ziehen uns in ihren Bann, lassen uns zuweilen vor etwas Unbekanntem erschauern. Die Schwerkraft scheint auszusetzten. Dieses Stück bedarf keiner Bilder, denn intuitiv werden sie sich ganz von selbst wie Tausende von Halluzinationen vor unserem geistigen Auge materialisieren.
Malte Stein

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Musik
Pauline Oliveros
Extended Reality 2023

Pause

Michal Shoshan
Eine Reise in die Weiten der Leere: Wer sich auf das Spiel einlässt und nicht zu lange Pause macht, kann Verborgenes aufdecken und einen eigenen Weg mitten im Nirgendwo finden.
2020
Filmstill Pause
Filmstill Pause

Pause

Pause
Michal Shoshan
Extended Reality 2023
XR
Israel
2020
20 Minuten
Englisch
In diesem Indie-Game begeben wir uns auf eine Reise in die Weiten der Leere. Wer mag, darf kontemplieren, ruhen, sich selbst beobachten. Wer Lust auf Bewegung verspürt, kann Schritt für Schritt durch den weißen Raum navigieren – oder eben einfach eine Pause machen … Aber nicht zu lange! Sonst verpasst man die Chance, Verborgenes aufzudecken und einen eigenen Weg mitten im Nirgendwo zu finden.
Lars Rummel

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Produktion
Michal Shoshan
Interaktives Design
Michal Shoshan
Künstlerisches Design
Michal Shoshan
Coding
Michael Berelejis
Sound Design
Shahar Shirly
Musik
Shahar Shirly
Regie
Michal Shoshan
Filmstill Pelikan Blue

Pelikan Blue

Kék Pelikan
László Csáki
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Ungarn
2023
80 Minuten
Ungarisch
Untertitel: 
Englisch
Auch Ákos, Petya und Laci sind im Ungarn der frühen 1990er Jahre jung und brauchen das Geld. Der Eiserne Vorhang ist gefallen, Europa liegt vor den Füßen der Freunde, doch Zugtickets nach Stockholm, Paris, Berlin oder Madrid sind für normale Leute kaum zu bezahlen. Anstatt zu verzagen, entwickeln die drei eine ausgebuffte Methode, um in den Genuss der neuen Reisefreiheit zu kommen: Sie fälschen die offiziellen, noch handschriftlich per Durchschlagvordruck ausgestellten Fahrkarten, bleichen mit Hygienereiniger die Kohlenstofftinte heraus, bügeln das Papier glatt und trocken, besorgen sich Stempel, recherchieren die Betriebsabläufe der staatlichen Eisenbahn, studieren Fahrpläne, Preise und Routen, füllen die Felder der Formulare neu aus. Und fahren los. Aber: Da geht noch mehr. Ein blindverliebtes Gefühl bringt eine Geschäftsidee in Gang. Wie wäre es, diese sehr speziellen Tickets anderen Bedürftigen zur Verfügung zu stellen? Aus einem werden zehn, aus 150 bald 1.000 – bis das Katz-und-Maus-Spiel mit den Behörden beginnt.
László Csákis prickelnde Gaunernovelle ist aufgeladen mit Zeitgeschichte. Über eine exzellente Montage aus gezeichneter Fiktion, authentischen Filmdokumenten und Erinnerungsberichten weitet er den Blick auf die schwebenden Jahre des gesellschaftlichen Umbruchs in seiner ungarischen Heimat.
Andreas Körner

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Regie
László Csáki
Buch
László Csáki
Kamera
Árpád Horváth
Schnitt
Dániel Szabó
Produktion
Miklós Kázmér, Ádám Felszeghy
Co-Produktion
Réka Temple
Sound Design
Tamás Zányi
Musik
Ambrus Tövisházi, Miklós Preiszner
Animation
Attila Fekete, Máté Horesnyi, Gréta Straubinger, Dorottya Tingyela, Orsolya Blanka Tóth, Ádám László, Péter Dörnyei, Szonja Eckert, Fruzsina Eszes, Adrienn Gál, Éva Molnár, Hermann Pasitka, Szandra Pataki, Anna Szöllősi
Key Collaborator
Zsuzsanna Ács
Nominiert für: MDR-Filmpreis
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube Langfilm (Internationaler Wettbewerb Animationsfilm)
Retrospektive 2024

People at the Beach

Néstor Almendros
Eine poetische Beschwörung der Strände von Havanna: Menschen in der Sonne, im Wasser, im Café, in Umarmungen. Inoffizielle Bilder und Töne einer postrevolutionären kubanischen Entspannung.
Filmstill People at the Beach
Filmstill People at the Beach

People at the Beach

Gente en la playa
Néstor Almendros
Retrospektive 2024
Dokumentarfilm
Kuba
1960
12 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Die Strände von Havanna, Planschen, zärtliche Gesten unter Liebenden, die Sonne glitzert auf dem Wasser, zu Musik wiegen sich Hüften. Néstor Almendros lieferte mit dieser getupften Etüde ein flirrendes Zeugnis postrevolutionärer Gelöstheit ab – und einen frühen Beweis seiner bildgestalterischen Virtuosität.
Der Film entstand am ICAIC – und verschwand auch dort. Denn die 1959 auf Beschluss der neuen Regierung gegründete nationale Filmkunststätte sah für neorealistische Extravaganzen wie diese keinen Platz im neuen kubanischen Kino und verhängte ein Aufführungsverbot. Néstor Almendros verließ Kuba 1961. Er wurde in den USA und in Europa ein Kameramann von Weltrang. In der ICAIC-Filmografie, die im Begleitbuch zur Leipziger Kuba-Retrospektive 1974 erschien, ist sein Name getilgt.
Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Néstor Almendros
Buch
Néstor Almendros
Kamera
Néstor Almendros
Schnitt
Néstor Almendros
Ton
Néstor Almendros
Kids DOK 2021

Pepe und die Welt der Insekten

Bernadette Hauke
Insekten sind zwar nicht niedlich, aber sehr spannend, findet Pepe. Er weiß, dass viele Insektenarten aussterben, weil ihnen der Lebensraum genommen wird. Das möchte er ändern!
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Pepe und die Welt der Insekten

Pepe und die Welt der Insekten
Bernadette Hauke
Kids DOK 2021
Dokumentarfilm
Deutschland
2020
25 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Insekten sind nicht niedlich und oft nicht schön, aber sehr spannend, findet Pepe. Seine Lieblingstiere sind Libellen, die ihre vier Flügel einzeln steuern und schneller starten können als ein Düsenjet. Aber wo gibt es diese Flugwunder überhaupt noch? Pepe weiß, dass in Deutschland viele Insekten aussterben, weil ihnen der Lebensraum genommen wird. Das möchte er ändern!
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Bernadette Hauke
Kamera
Luana Knipfer
Schnitt
Sonja Baeger
Produktion
Matthias Kringe
Ton
Moritz Kerst, Tom Claudon