Filmarchiv

Tanz in der Dunkelheit 2022

Structures

Christine Schlegel
Christine Schlegel schuf in den kulturellen Nischen der DDR mit bemalten und gekratzten 8mm-Filmen einen ganz eigenen, energetischen Kosmos aus Tanzperformance und Projektion.
Filmstill Structures
Filmstill Structures

Structures

Strukturen
Christine Schlegel
Tanz in der Dunkelheit 2022
Dokumentarfilm
DDR
1984
8 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Fernab des offiziell propagierten Kulturbetriebs schuf Christine Schlegel von 1977 bis 1986 in der DDR mit 8mm-Filmen einen ganz eigenen, energetischen Kosmos. Aufnahmen mit der Tänzerin Fine Kwiatkowski übermalte sie oder kratzte Striche und Formen in die Filmbilder. Bemaltes Filmmaterial projizierte sie während der Live-Performance auf den tanzenden Körper, der so umhüllt und neu geformt wird.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Christine Schlegel
Kamera
Christine Schlegel
Musik
Lothar Fiedler, Hansi Noack, Gottfried Rößler
Animation
Christine Schlegel
Performer
Fine Kwiatkowski
Filmstill Sub Terra

Sub Terra

Sub Terra
Jeffrey Zablotny
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022
Animationsfilm
Kanada
2022
8 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine junge Frau bringt Schallsensoren an einem Baum an. Einen Nagel nach dem anderen hämmert sie in die Rinde. Etwas regt sich im Inneren der Erde, scheint angelockt von dem Geräusch. Dieses Wesen, was auch immer es ist, geht auf die Suche nach dem Ursprung, gleitet durch Tunnelsysteme, durch bizarre Formationen im Untergrund. Manchmal sieht man unsere Welt von unten, laufende Menschen auf ihren täglichen Wegen. Das Erdreich lebt! Es gibt noch einiges zu entdecken.
Anke Leweke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jeffrey Zablotny
Kamera
Morgana McKenzie
Schnitt
Jeffrey Zablotny
Produktion
Jeffrey Zablotny
Ton
Jana Irmert
Sound Design
Jana Irmert
Musik
Viktor Orri Árnason
Animation
Jeffrey Zablotny
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Kids DOK 2022

Suzie in the Garden

Lucie Sunková
Suzie und ihre Eltern verbringen viel Zeit im Garten am Rande der Stadt. Eines Tages entdeckt sie ein Loch im Zaun. Unheimlich! Aber sie traut sich schließlich hindurchzuschlüpfen.
Filmstill Suzie in the Garden
Filmstill Suzie in the Garden

Suzie in the Garden

Zuza v zahradách
Lucie Sunková
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Tschechische Republik,
Slowakei
2022
14 Minuten
Tschechisch
Untertitel: 
Deutsch (Overvoice)
Suzie und ihre Eltern radeln am Wochenende in ihren Garten am Rande der Stadt. Hier fühlt Suzie sich wohl! Buddeln, Blumen pflücken und Beeren naschen – herrlich! Eines Tages läuft ihr ein schwarzer Hund über den Weg und sie entdeckt einen geheimnisvollen Ort. Wem der wohl gehört? Suzie hat zwar ein bisschen Angst, aber traut sich doch, durch den Zaun zu schlüpfen.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lucie Sunková
Kamera
Jaroslav Fišer
Schnitt
Anna Ryndová
Produktion
Martin Vandas
Co-Produktion
Simona Hrušovská
Ton
Martin Večeřa
Musik
Aliaksandr Yasinski
Animation
Lucie Sunková
Filmvertrieb
Georg Gruber
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022

Swallowtails

Yana Osman, Anton Khamchishkin
Frühjahr 2022, Russland: Wie ist Protest gegen den Ukraine-Krieg möglich? Kann ein Film trotz Zensur Widerstand leisten? Ja, zum Beispiel in einer Detailbetrachtung der Kremlmauer.
Filmstill Swallowtails
Filmstill Swallowtails

Swallowtails

Lastochkiny khvosty
Yana Osman, Anton Khamchishkin
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022
Dokumentarfilm
Russland
2022
17 Minuten
Russisch
Untertitel: 
Englisch
Im Frühjahr 2022 ist das Sicherheitspersonal in Moskau angespannt. Unter dem Deckmantel eines Filmwettbewerbs zur Architektur der Stadt dürfen Yana Osman und Anton Khamchishkin, wenn zwar sonst nichts, immerhin die Zinnen der Kremlmauer aufnehmen. Aber wie vom Überfall sprechen, wenn man „militärische Spezialoperation“ sagen muss? Wie Bilder des Widerstands machen, wenn das Filmen von Protesten untersagt ist? Zum Beispiel, indem man über Schwalben und die mathematische Katastrophentheorie sinniert.
Marie Kloos

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Yana Osman, Anton Khamchishkin
Kamera
Anton Khamchishkin
Schnitt
Anton Khamchishkin, Yana Osman
Produktion
Yana Osman
Ton
Anton Khamchishkin
Musik
Uri Lankin
Camera Lucida 2022

Swing and Sway

Chica Barbosa, Fernanda Pessoa
Im Umbruchsjahr 2020 – inmitten von Pandemie, Wahlkämpfen und antirassistischen Protesten – beginnen zwei Freundinnen einen filmischen Dialog zwischen São Paulo und Los Angeles.
Filmstill Swing and Sway
Filmstill Swing and Sway

Swing and Sway

Vai e vem
Chica Barbosa, Fernanda Pessoa
Camera Lucida 2022
Dokumentarfilm
Brasilien
2022
82 Minuten
Portugiesisch (Brasilien),
Englisch,
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Ein Film, zwei Frauen, drei Regeln: ein einjähriger Video-Briefwechsel, im Rhythmus von drei Wochen und nach dem Vorbild experimenteller Filmkünstlerinnen. In den Umbrüchen von 2020 – inmitten von Pandemie, Wahlkämpfen und antirassistischen Protesten – beginnen die Freundinnen Fernanda Pessoa und Chica Barbosa ihren Dialog zwischen São Paulo und Los Angeles. In nachdenklichen, teils verspielten Bildessays suchen sie auch nach feministischen kinematografischen Formen für den weiblichen Körper.
Marie Menken, Yvonne Rainer, Chick Strand, Cheryl Dunye und Ximena Cuevas sind nur einige der namhaften Experimentalfilm-Inspirationen für „Swing and Sway“. Schon im Vorspann werden die sechzehn Referenzen benannt, und entsprechend groß ist die stilistische Vielfalt: Schwarz-Weiß und Farbe, Analog- und Digitalbild, Textinserts und Voiceover, CGI und Stop-Motion, Überblendungen, Überbelichtungen, Farbeffekte. In diesem cinephilen Potpourri geben Clips der politischen Ereignisse Orientierung. „Ich habe ein Brasilien unter Bolsonaro für die Vereinigten Staaten von Trump verlassen“, reflektiert Barbosa ihren Status als Immigrantin, der ihr politische Teilhabe verwehrt. Derweil wird Pessoa im Rahmen der Kommunalwahlen von São Paulo zur Aktivistin und stellt sich eine Frage, mit der auch andere linke Bewegungen auf 2020 zurückblicken werden: „Wir haben nicht gewonnen – aber wir sind vorangekommen?“
Jan-Philipp Kohlmann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Chica Barbosa, Fernanda Pessoa
Kamera
Chica Barbosa, Fernanda Pessoa
Schnitt
Chica Barbosa, Fernanda Pessoa
Produktion
Jessica Luz
Ton
Chica Barbosa, Fernanda Pessoa
Musik
Aline Araújo, Julia Teles, Thiago Zanato
Filmvertrieb
Renato Manganello
Filmstill She Chef

Wanderjahre

Wanderjahre
Gereon Wetzel, Melanie Liebheit
Deutscher Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Deutschland,
Österreich
2022
100 Minuten
Deutsch,
Englisch,
Dänisch,
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Mit Agnes reisen wir von Luxusküche zu Luxusküche, von Bergisch Gladbach über Barcelona zu den Färöerinseln. Im Gepäck hat die Köchin stets ihren Rucksack mit diversen Messern, Hackebeilen und Pinzetten. Bei der Zubereitung der Köstlichkeiten schaut die Kamera der wissbegierigen jungen Frau über die Schulter. Das Wasser läuft uns im Mund zusammen. Gleichzeitig gewinnt man einen Einblick in die verschiedenen Arten, ein Restaurant zu führen. Es geht um Teamgeist und Gleichberechtigung am Herd.
Man denkt an Goethes „Wilhelm Meisters Lehr- und Wanderjahre“. Denn auch dieser beobachtende Dokumentarfilm gleicht einem Entwicklungsroman. Agnes ist ambitioniert, versteht ihr Handwerk. Eines Tages möchte sie ihre eigene Chefin sein. Schnell findet sie sich in jedem neuen Team zurecht, reiht sich ein. Es ist eine sinnliche Freude, dabei zuzusehen, wie die vielen Hände ineinandergreifen, kulinarische Kreationen liebevoll hergestellt und fein gezupfte Salatblättchen als Dekorationen drapiert werden. Gleichzeitig muss Agnes gegen Widerstände kämpfen. Ihr Lohn ist gering. Ein Kollege fragt, was sie, die gerade erst ihre Lehre abgeschlossen hat, in einem Drei-Sterne-Restaurant suche. Agnes bewegt sich in einer Männerdomäne, in einem Umfeld, das den Druck gern nach unten weitergibt. Doch im Verlauf ihrer Reise trifft sie auch auf kollektive Formen der Zusammenarbeit und neue Visionen des Kochens.
Anke Leweke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Gereon Wetzel, Melanie Liebheit
Kamera
Gereon Wetzel
Schnitt
Stephan Bechinger
Produktion
Florian Brüning, Thomas Herberth, Alireza Golafshan
Ton
Melanie Liebheit
Musik
Wolf-Maximillian Liebich
Filmvertrieb
Georg Gruber
Funding institution
FilmFernsehFonds Bayern, Filmfonds Wien, ORF Film/Fernsehabkommen, Deutscher Filmförderfonds (DFFF), Österreichisches Filminstitut, BKM – Staatsministerin Kultur und Medien, Filmstandort Austria (FISA)
Nominiert für: VER.DI Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, Young Eyes Film Award, DEFA Förderpreis