Filmarchiv

Animation Night 2025

Electronic Masks

Barbara Sykes
Sykes verwandelt Abstraktes in Vertrautes, indem sie die rohen Farben und Formen des Sandin Image Processors zu Figuren verformt, die einem uralten Unterbewusstsein zu entstammen scheinen.
Filmstill Electronic Masks
Filmstill Electronic Masks

Electronic Masks

Electronic Masks
Barbara Sykes
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1978
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Barbara Sykes, eine Meisterin elektronischer Bildproduktion, verwandelt trickreich das Abstrakte ins Vertraute. Sie krümmt und verzerrt die rohen Farben und Formen aus dem Sandin Image Processor und schafft so eine Serie von Bildern, die aus einem urzeitlichen Unterbewusstsein zu stammen scheinen. Eng mit seinem perkussiven Soundtrack verzahnt, ist der Film ein pulsierendes Experiment in visueller Musik.
Ben Sassen

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Barbara Sykes
Produktion
Barbara Sykes
Zeit zu handeln! 2022

Everything Wrong and Nowhere to Go

Sindha Agha
Wie wirkt sich die Klimakrise auf die Psyche aus? Wie weiterleben in der Katastrophe? Ein persönlicher Essay über „Climate Anxiety“, Schuld-Wut-Spiralen und radikale Selbstfürsorge.
Filmstill Everything Wrong and Nowhere to Go
Filmstill Everything Wrong and Nowhere to Go

Everything Wrong and Nowhere to Go

Everything Wrong and Nowhere to Go
Sindha Agha
Zeit zu handeln! 2022
Dokumentarfilm
USA,
UK
2022
12 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Hitzeperioden, schmelzende Polkappen, steigende Meeresspiegel, massenhaftes Artensterben. Die Klimakrise bedroht das Leben auf der Erde und gleichzeitig unseren Seelenfrieden. Denn wer sich bewusst macht, wo wir stehen, kann nur noch schwer ruhig schlafen. Auch Sindha Agha leidet unter „Climate Anxiety“, der alles überwältigenden Angst vor den Folgen des Klimanotstands, und sucht eine Klimapsychologin auf, um zu lernen, damit zurechtzukommen. Das filmische Porträt zeigt, wie sie – stellvertretend für unzählige andere – zwischen Panik, Hilflosigkeit, Schuld und Wut hin und her geworfen wird und dennoch Wege findet, die Schockstarre zu überwinden, um aktiv gegen die Klimakrise angehen zu können.
Luc-Carolin Ziemann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Sindha Agha
Kamera
Lauren Guiteras
Schnitt
Matty Neikrug
Produktion
Elizabeth Woodward, Elizabeth Woodward
Ton
Jackie Zhou
Musik
Daniel Fox
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025

Evidence

Lee Anne Schmitt
Ein autobiografischer Blick auf das Erbe des berüchtigten amerikanischen Chemiekonzern Olin Corporation, der mit seinen Gewinnen rassistische, klassistische neokonservative Bewegungen finanzierte.
Filmstill Evidence
Filmstill Evidence

Evidence

Evidence
Lee Anne Schmitt
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025
Dokumentarfilm
USA
2025
76 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Lee Anne Schmitts formidabler vierter Langfilm ist ein Bericht zur Lage der USA und ihrer Vorgeschichte, der kaum gründlicher, pointierter, verstörender und faszinierender hätte ausfallen können. Ihr Ausgangspunkt ist persönlich: die Arbeit des Vaters für den berüchtigten amerikanischen Chemiekonzern Olin Corporation. Die Puppen, die er ihr von Geschäftsreisen schickte, bilden eines der Leitmotive dieser etwas anderen Unternehmensgeschichte. Während Olin im ganzen Land die Umwelt zerstörte, sorgte eine Firmenstiftung mit ihren tiefen Taschen für den enormen Aufstieg der rassistischen, klassistischen neokonservativen Bewegung. Wichtige Orte, Archivmaterial, Zitate in Zwischentiteln, Aufnahmen einschlägiger Literatur und Fetzen aus dem Familienleben: die Bausteine einer umfassenden politischen Abrechnung.
James Lattimer

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lee Anne Schmitt
Kamera
Lee Anne Schmitt
Schnitt
Lee Anne Schmitt
Produktion
Lee Anne Schmitt
Ton
Sara Suarez
Musik
Jeff Parker
Filmstill Extremely Short

Extremely Short

Totemo mijikai
Koji Yamamura
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Japan,
USA
2024
5 Minuten
Japanisch
Untertitel: 
Englisch
Das Leben ist kurz, extrem kurz. Die Zeit zwischen Geburt und Tod scheint zu verfliegen. Ein Fingerschnipp – und schon ist alles vorbei. Die letzten Sekunden reichen gerade aus, um die Silbe „da“ auszusprechen. Genau diese Silbe, ausgehaucht mit dem letzten Atem eines Sterbenden, wird von einem Mann aufgeschnappt, der in den Straßen Tokios nach dem kürzesten aller Dinge sucht. Die Silbe wirbelt durch seine Gedanken und löst eine Suada voller Überlegungen zur japanischen Sprache aus, in die er sich zunehmend hineinsteigert. Die „da“-Wörter fliegen uns in dadaistischer Manier wie Noten im Jazz um die Ohren. Kräftige Tuschezeichnungen bewegen sich mal fließend, mal explosiv über den weißen Hintergrund. Ein letztes „da“ vollendet die Betrachtung und bringt zum Stillstand, was zuvor energisch kreisend und vibrierend das Bild dominierte. Der Sterbende schließt die Augen. Doch nach dem Ende folgt ein neuer Anfang.
„Extremely Short“ bildet den Auftakt der Reihe „Bungaku Bideo“ – Literaturvideos –, die im Auftrag der Yanai Initiative zeitgenössische japanische Literatur und internationale Animationskunst zu innovativen Komplizinnen macht. Hier begegnet Koji Yamamura einem Prosatext von Hideo Furukawa, lauscht dem vom Autor selbst gelesenen Monolog und übersetzt dessen Sprachfuror in eine aufregende visuelle Form.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Koji Yamamura
Buch
Hideo Furukawa
Kamera
Koji Yamamura
Schnitt
Koji Yamamura
Produktion
Koji Yamamura
Ton
Sunao Isaji
Sound Design
Sunao Isaji
Animation
Koji Yamamura
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis