Eine verliebte Frau wagt sich aus ihrem Kokon hinaus in die irdische Welt der „toten Sprache“. Zwei Universen treffen in rohen Zeichnungen, bunt schimmernden Steinen und übermalten Videobildern aufeinander.
Die Wahrheit versteckt sich hinter der Unschärfe, aber mit zunehmender Klarheit schwindet die Verlockung des Geheimen. Eine verliebte Frau wagt sich aus ihrem Kokon hinaus in die irdische Welt der „toten Sprache“. Zum rastlosen Musikmotiv von Marian Mentrup balanciert „Achill“ waghalsig auf der schmalen Grenze zweier Universen – mit rohen, intimen Zeichnungen, schimmernden Steinen und übermalten Videosequenzen.
Mies van der Rohe, Architekt der Transparenz: Hier rotieren seine Bauelemente, vermehren und überlagern sich, bis die schwindelerregende Verdichtung den umbauten Raum verdrängt.
Mies van der Rohe revolutionierte die Architektur mit seiner radikal reduzierten Formensprache der klaren Linien und Transparenz. Claudia Larcher collagiert seine Bauelemente – Rahmen, Säulen, Geländer –, lässt sie um ihre eigene vertikale Achse rotieren, vermehrt und überlagert sie, bis eine schwindelerregende Verdichtung eintritt, die den umbauten Raum und damit die Transparenz verdrängt.
Eine reale tropische Ferienanlage als Bühne, auf der Personal und Gäste ihre Rollen in lebenden Bildern vorstellen. Sie verbergen ihre Gesichter hinter geschnitzten Emoji-Masken.
Eine reale tropische Ferienanlage wird zur Bühne, auf der Personal und Gäste ihre Rollen in lebenden Bildern vorstellen. Sie verbergen ihre Gesichter hinter geschnitzten Emoji-Masken, die in der digitalen Welt Emotionen ausdrücken und Bewertungen dienen. Es entsteht eine oberflächliche und zugleich subversive Halbwirklichkeit aus sprachlichen, sozialen und kulturellen (Miss-)Verständigungsebenen.
Die Sehnsucht, dass endlich etwas passieren möge, erfüllt sich mit einem Kuss. Nicht mit einem der romantischen Art, sondern mit einem ungeheuerlichen, von dem alle Welt sprechen wird.
Die Sehnsucht, dass endlich etwas passieren möge, erfüllt sich mit einem Kuss. Jedoch nicht mit einem der romantischen Art, sondern mit einem ungeheuerlichen, einem Kuss, von dem alle Welt sprechen wird. So stapft Dodi wachsam durch den Alltag und die Partys, umwölkt von den Stimmen anderer. Ihren selbstbewussten Weg zeichnet „EXOMOON“ nach: kaleidoskopisch, mit gestalterischen Brüchen.
Auf der Fassade des Pariser Kulturrestaurants EP7 lädt eine animierte Architekturcollage zu einem irritierenden Vexierspiel aus Fluchten, Winkeln und Geometrien im Cityalltag ein.
Die Fassade des Pariser Kulturrestaurants EP7 bildet die Präsentationfläche für eine animierte Architekturcollage. Versetzt rotieren Außenansichten von Gebäuden. Das Vexierspiel aus Fluchten, Winkeln und Geometrien wirkt irritierend. Die Raumtiefen locken den Blick in das vermeintliche Körperinnere hinter der Fassadenhaut, die aber gleichzeitig Spiegel für eine Stadtarchitektur der Rastlosigkeit ist.
Ein Eigenheim, mitten am Tag, nur die elektrischen Geräte surren. Der Kamerablick gleitet durch die Räume, die der Schnitt auseinanderfaltet, und erfasst Unheimliches, Merkwürdiges.
Ein Eigenheim, mitten am Tag, nur die elektrischen Geräte surren. Der Kamerablick gleitet durch die Räume und Etagen, die der Schnitt auseinanderfaltet und schwellenlos aneinanderlegt. Kleine Merkwürdigkeiten wuchern in dem bürgerlichen Habitat: ein unbeantwortetes Türklingeln, eine offene, Licht aussendende Kühltruhe. Die Normalität flüstert, möglicherweise unbeabsichtigt, etwas Unheimliches.
Mit kindlicher Stimme und skizzenhaften Bildern spürt hier jemand der eigenen Angst nach. Es gibt sichere Indizien wie eine Schaufel und ein schwarzes Ding, das wie eine Spinne die Seele packt.
„Ich kenne dich“ ist leichter gesagt als „ich kenne mich“. Mit kindlicher Stimme und skizzenhaften Bildern spürt hier jemand der eigenen Angst nach. Es gibt sichere Indizien wie die Schaufel, mit der sich eine junge Frau ein tiefes Loch gräbt. Und es gibt das schwarze Ding, das wie eine Spinne ihre Seele packt. Ein vorsichtiges und neugieriges Sich-Näherkommen in mal konkreten, mal abstrakten Tuschezeichnungen.
Die Haut umhüllt das Selbst. Ein Streifzug entlang an einem glänzenden Höhenzug über einen Vorsprung in eine schattige Klamm – „Self“ setzt die gewohnte Landschaft neu zusammen.
Nichts ist uns näher als unsere Haut. Mit ihren schönen und weniger schönen Seiten umhüllt sie das Selbst, grenzt es von anderem ab. Ein Streifzug an nackten Körperpartien entlang führt von einem glänzenden Höhenzug über einen abgerundeten Vorsprung in eine schattige Klamm. Ein Hals. Ein Bauch…ohr. Ein Fauchnohr? Fotos, Videoclips und Geräusche bilden eine irritierende Körpercollage.
Weit streckt sie die Arme aus: Für den Übertritt von der unerträglichen Wirklichkeit in den Traum braucht es manchmal nur ein Fingerschnipsen, ein anderes Mal mehrere Liegestütze.
Weit streckt sie die Arme aus: „Ich will nach Hause gehen, träumen“. Für den Übertritt von der unerträglichen Wirklichkeit in die magische Welt braucht es manchmal nur ein Fingerschnipsen, ein anderes Mal mehrere Liegestütze. Gudrun Krebitz’ poetische Arbeit aus Video und Animation empfiehlt, die Grabplatte wegzuschieben und in das Unterbewusstsein hinabzusteigen: mit Übermalungen und Überblendungen.
Die Filmprojektion einer Frau am Wasser. In „ihrem Rücken“ der Schatten einer weiblichen Gestalt, die mit ihren Händen golden strahlende Punktwolken und Strichballen in das Filmbild zaubert.
Eine Filmprojektion zeigt eine Frau, die am Wasser sitzt. In „ihrem Rücken“ der Schatten einer weiblichen Gestalt, die mit ihren Händen golden strahlende Punktwolken und Strichballen in das Filmbild zaubert und es sogar auszulöschen vermag. Der magische Trailer für das Festival „Tricky Women“ entstand durch die manuelle Bearbeitung von Bild- und Tonsequenzen, die Moïa Jobin-Paré als Artist in Residence in Wien aufnahm.