Der Frage nach den Grenzen zwischen analogem und digitalem Bild widmet sich dieser Film auf eindringliche, teils herausfordernde Weise. Es spiegeln sich ästhetische Elemente der Technokultur.
Grob-pixelige Linien platzen ins Sichtfeld. Sie scheinen miteinander zu kommunizieren, allerdings in einer seltsamen Sprache. Wenig später explodieren sie in einem grellen Farbsturm. Im Hintergrund schleichen sich altmodische Testbildstreifen herein. Erinnerungen an eine nicht allzu vergangene Ära kommen auf, als es überall noch analog zuging und das Pixel von seiner großen Zukunft nur träumen konnte.
Nervös vibriert die Kamera, ein Quietscheentchen wird von der Algebra geköpft. Kurz und mit voller Wucht entzündet David Lynch ein Fanal gegen den verschulten Blick auf die Welt.
Nervös vibriert die Kamera, ein Quietscheentchen wird von der Algebra geköpft. In nur einer Minute und mit voller Wucht entzündet David Lynch ein Fanal gegen den verschulten Blick auf die Welt. Reading, wRiting, aRithmetic – die drei Grunddisziplinen der kulturtechnischen „Abrichtung“ entpuppen sich als Trauma der Kindheit und Gegner des nicht Vermessbaren, des Rätselhaften und Unbeschreiblichen.