Maremoto ist eine junge mexikanische Illustratorin und Visual Creator, vor allem aber eine einfühlsame Künstlerin. Wir begleiten sie in ihrem täglichen Kampf gegen Sexismus, Angst und Unbehagen.
Femizide sind in Mexiko alltäglich. Wir begleiten Maremoto in ihrem Kampf gegen Sexismus, Angst und Unbehagen. Sie ist Illustratorin und Visual Creator, vor allem aber eine einfühlsame Künstlerin. Diese VR-Erfahrung ist inspiriert von ihrer Kunst, ihrer Suche nach Identität, ihrer Selbstermächtigung, ihrer Art, sich und anderen den eigenen Körper bewusst zu machen und Verbündete für das Ringen um Veränderung zu gewinnen.
Lars Rummel
Credits
Konzept
Mariana Cadenas Sangronis
Produktion
Evelien De Graef, Hanne Phlypo, Michel Denis, Kris De Boeck, Patrick Vandenbroeck
Produktionsfirma
Clin d’oeil films, Castar, Benuts Flanders
Animation
Camille Chailloux, Eline Mollet, Daaf Wouters
VR Entwicklung
Nicolas Corson, Jonathan Massin, Milan Gerard, Pierre Lacasse
Eine eingeschlafene Paarbeziehung, nackt unter sengender Sonne und orientierungslos auf dem weiten Urlaubsmeer. Auf der Suche nach lustigen Delphinen paddeln Aurora und Jeremy um ihr Leben.
Sie und er, nackt bei strahlender Sonne auf dem Urlaubsmeer. So idyllisch es klingt, für Aurora und Jeremy ist es die Hölle. Auf der Suche nach lustigen Delphinen paddeln die beiden orientierungslos in der unendlichen Weite des Wassers, ohne Land in Sicht. Mit Gefahren von oben und unten in Form von Hitze und Hai. Und im Zentrum der Ereignisse eine eingeschlafene Paarbeziehung. Die Rollen sind über die Zeit eingespielt und nerven, die verklemmte Lust erfüllt sich nur solo.
Anstatt tosender Wellen ist es vor allem die erbarmungslose Stille des Meeres, die beide umgibt und die die Spannung des Films ausmacht. Sie entlädt sich manchmal in brillanten Miniaturen, zum Beispiel als witziges Wortgefecht, oder in unbeholfener Körperkomik. Ein anderes Mal schocken actionreiche Horrormomente, die absurde Kettenreaktionen auslösen. Ob das gleißende Licht auf dem brutal ruhigen Wasser und dem ratlosen Paar, visuell fast riechbare Verwesungsdämpfe oder ein superdynamischer Tauchgang – Levi Stoops’ inszeniert grandios und mit höchstpräzisem Timing.
André Eckardt
Credits
Regie
Levi Stoops
Buch
Levi Stoops
Kamera
Camiel Hermans, Sarah Menheere, Karolien Raeymaekers, Levi Stoops
Schnitt
Levi Stoops
Produktion
Annemie Degryse
Ton
Paulo Rietjens, Arnout Colaert
Sound Design
Paulo Rietjens
Musik
Mick Lemaire
Animation
Camiel Hermans, Sarah Menheere, Karolien Raeymaekers, Levi Stoops
Ursprünglich als Anti-Drogen-Film produziert ist Lehmans Film ein psychedelischer Ritt durch leuchtende Farben und Pop-Art-Bilder – alles miteinander verschmolzen durch den Scanimate-Videosynthesizer.
Ursprünglich als Anti-Drogen-Werbespot für das Lokalfernsehen konzipiert, nimmt uns dieser 60-Sekünder stattdessen mit auf eine rauschhafte Reise durch fluoreszierende Farben und Pop-Art-Motive, die mithilfe des Scanimate-Videosynthesizers miteinander verschmelzen. Dieses Frühwerk von Pat Lehman avancierte zu ihrem größten Erfolg: Der Film wurde in Cannes gezeigt.
Michael Englberger, Hans-Joachim Funk, Manfred Krause, Andrew Thorndike, Annelie Thorndike
Aus Annelie Thorndikes Tagebucheinträgen entspinnt sich eine leidenschaftliche Ode an Land und Leute der DDR. Gelegentlich schweift der Blick voll Schrecken und Wehmut gen Westen.
Michael Englberger, Hans-Joachim Funk, Manfred Krause, Andrew Thorndike, Annelie Thorndike
Retrospektive 2022
Dokumentarfilm
DDR
1969
111 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Im Zentrum des persönlichsten Projekts der Thorndikes stehen die Tagebucheintragungen von Annelie: Ihre Geschichte sollte Ausgangspunkt sein für eine Art gesamtdeutschen Heimatfilm, der die utopische Kraft der DDR preist und bundesrepublikanisches Unrecht scharf verurteilt, erhabene Schönheit allerdings auf beiden Seiten der Mauer findet. Im Laufe der Realisierung wurde die visionäre Dimension des Unterfangens immer weiter gestutzt, bleibt jedoch auch in der kompromittierten Endfassung jederzeit spürbar: Die Intensität des Pathos ist zugleich erdrückend und betörend; einige historische Vergröberungen und ideologische Verbiegungen mögen haarsträubend sein, ihre Wirkung verfehlen sie nicht.
Felix Mende
Credits
Regie
Michael Englberger, Hans-Joachim Funk, Manfred Krause, Andrew Thorndike, Annelie Thorndike
Buch
Annelie Thorndike, Andrew Thorndike
Kamera
Ernst Oeltze, Hermann Ihde, Christian Lehmann, Siegfried Mogel, Günter Ost, Siegfried Oschatz, Alexander Westlin
Tunnelblick, Augenringe und Atemlosigkeit – Hangover in der Badewanne. Das Gespräch mit einer kleinen Badeente wird zu einer dunkel-poetischen Klage über den Schmutz der durchlebten Nacht.
Tunnelblick, Augenringe und Atemlosigkeit – gegen die Spuren eines erschöpfenden Streifzugs durch die Nacht hilft ein warmes Bad. Wäre da nicht die kleine Badeente. In deiner halluzinierenden Müdigkeit fängt sie an, dich auszufragen. Deine zerbröselten Erinnerungen kommen Stück für Stück zurück und werden mit Vorwürfen gespickt. Das Gespräch entgleitet, hin zu einer überdrehten, dunkel-poetischen Klage über den Schmutz der durchlebten Nacht. Maria Dakszewicz erfindet nicht nur äußerst originelle und treffende Sprachbilder, in denen „Schweißperlen wie Dönerfett“ auf dem Badewasser treiben. Auch ihre aquarell-fleckigen Zeichnungen mit groben schwarzen Strichen holen den Geschmack, den Geruch und die Schäbigkeit der auf dem Heimweg besuchten Imbissstuben in das vermeintlich reinigende häusliche Hygiene-Idyll. Ein schwarzhumoriger Hangover, bei dem du dir die Wanne mit dir selbst teilen musst.
Durch digital erzeugte Punktwolken entsteht eine harmonische Landschaft, die sich ständig weiterentwickelt und verändert. Sie erinnert an die zyklische Natur unseres Lebens.
Diese visuelle Sinfonie entfaltet sich nach den Prinzipien des Schwarmverhaltens. Digital erzeugte Punktwolken fließen organisch ineinander. Alles lebt, atmet, ist sinnlich-taktil, fühlt sich weich und harmonisch an. Ein warmer, heller Soundteppich umspielt diese sich ständig in Bewegung befindende Landschaft. Eine Anspielung auf die zyklische Natur unseres Lebens.
Liem lebt in einer der abgelegenen Region in Vietnam und gehört der ethnischen Minderheit der Sedang an. Mit Freunden begibt er sich in den Dschungel, auf die Spuren seiner Ahnen.
Liem gehört der ethnischen Minderheit der Sedang an und ist in einer abgelegenen Region von Vietnam zu Hause. Knapp skizziert die beobachtende Kamera einen Alltag, den mehr das Überleben denn das Leben bestimmt. Mit seinen Freunden bereitet er eine Expedition in den Dschungel vor. Dort wollen die jungen Männer eine Auszeit nehmen, an die Tradition ihrer Ahnen anknüpfen, Jäger und Sammler werden. Je verschlungener die Pfade, desto tiefer scheint sich auch der Film in eine andere Sphäre zu begeben.
Man lernt Liem bei alltäglichen Verrichtungen kennen. Mit dem Baby im Tragetuch kocht er, hängt Wäsche auf, geht aufs Feld. Die gigantischen Lautsprecher, die an den Laternen befestigt sind, beschallen sein Dorf mit offiziellen Nachrichten und Werbung. In seinem Stelzenhaus hört Liem lieber vietnamesischen Pop. Schon bald erspürt man den Rhythmus, den ganz eigenen Takt dieses Lebens. Wenn Liem und seine Freunde mit Gummilatschen und Rucksäcken losziehen, heftet sich die Kamera an ihre Fersen, nimmt ihre Perspektive ein. Auf Super-16 gedreht, fängt der Film die Grüntöne des zentralen Hochlands in Vietnam ein, die Bilder entwickeln eine soghafte Tiefe. Blätterrauschen, Insektensummen, Vogelgezwitscher und permanenter Regen setzen sich zu einer melodischen Geräuschkulisse zusammen. Plötzlich scheint die Zeit stillzustehen, die Trennung zwischen Leinwand und Zuschauerraum wird aufgehoben.
Die erfahrene Amateurfilmerin Liselotte Schließer rekapituliert ihren Werdegang und wundert sich über die geringe Zahl weiblicher Regisseure und Kameraleute.
Die im Haupterwerb als technische Zeichnerin tätige Liselotte Schließer wird in ihrem privaten und beruflichen Alltag begleitet. Sie gibt Auskunft über ihre Leidenschaft, die zweite Lebensaufgabe wurde. Lange Jahre einzige Frau im organisierten Amateurfilmwesen, vermisst sie, inzwischen Leiterin des Amateurfilmclubs Radebeul, weiterhin weibliche Regisseure und Kameraleute.