Filmarchiv

DOK Neuland 2025

Revival Roadshow

Anne Fehres, Luke Conroy
Seefahrer Abel Tasman kehrt zurück, um neues Land für niederländische Klimaflüchtlinge zu erobern. Zwischen Satire und Kritik entspinnt sich ein collagenartiges Narrativ über Kolonialgeschichte.
Filmstill Revival Roadshow
Filmstill Revival Roadshow

Revival Roadshow

Revival Roadshow
Anne Fehres, Luke Conroy
DOK Neuland 2025
XR
Niederlande
2025
17 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
In einem Museum der Zukunft sind historische und imaginierte Objekte, Pop-up-Werbung und Easter Eggs ausgestellt, aus denen extravagant-sardonisch die Kolonialmaschinerie hervorgrinst. Das Gemälde in der Mitte zeigt den Entdecker Abel Tasman, der aus dem 17. Jahrhundert zurückkehrte, um Neuland für niederländische Klimaflüchtlinge zu kolonisieren. Eine epische Hypercollage, in der die Audiospur dem Blick folgt.
Dana Melaver

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Regie
Anne Fehres, Luke Conroy
Produktion
Anne Fehres, Luke Conroy
Ton
Jim Zweerts
Produktionsfirma
Nullshima Studio
Wettbewerb um den Publikumspreis 2022

Revolution 21

Martyna Peszko
Über lustvoll freidrehende Performances und inhaltliche Kontroversen entwickelt das Teatr 21, bestehend aus Spielbegeisterten mit Downsyndrom, eine Idee der ersehnten Autonomie.
Filmstill Revolution 21
Filmstill Revolution 21

Revolution 21

Rewolucja 21
Martyna Peszko
Wettbewerb um den Publikumspreis 2022
Dokumentarfilm
Polen
2022
53 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch

Inspiriert von einer politischen Protestbewegung erarbeitet das Teatr 21 – ein Theaterensemble aus Spielbegeisterten mit Downsyndrom – ein Stück, in dem die Beteiligten ihre Wünsche und Forderungen artikulieren und sich zugleich mit großer Lust der kreativen Entfaltung hingeben können. Aufmerksam begleitet Martyna Peszko den Entstehungsprozess in produktiv wuseliger Probenatmosphäre, musikalisch akzentuiert durch die Improvisationen eines Free-Jazz-Trios.

2018 besetzen Menschen mit Behinderung für vierzig Tage das Regierungsgebäude in Warschau, um für mehr Unterstützung und Anerkennung zu demonstrieren. Politisch bleibt die Aktion weitgehend folgenlos, doch immerhin: Der revolutionäre Funke springt auf die Öffentlichkeit über. Das Projekt des Teatr 21 greift die Ereignisse auf, schöpft aus der Enttäuschung über den gescheiterten Aufstand. Das bringt auch künstlerisch-handwerkliche Diskussionen mit sich: Was bedeutet professionelles Schauspiel? Was hat Nacktheit mit Revolution zu tun? Und wozu muss man bei Liedern eigentlich immer die Texte verstehen? Beim Ausloten des Verhältnisses von Performance und Politik erobern sie sich eine Autonomie zurück, die ihnen im Alltag oft verwehrt bleibt: über die eigenen Körper, die eigenen Geschichten. Bühnenregie und -dramaturgie bilden dafür einen unaufdringlich klugen Rahmen. Peszkos besonnen beobachtender Werkstattbericht führt dies fort.
Carolin Weidner

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Regie
Martyna Peszko
Buch
Martyna Peszko
Kamera
Magda Mosiewicz
Schnitt
Olga Kalagate
Produktion
Justyna Sobczyk
Co-Produktion
Katarzyna Tymusz
Ton
Adam Buka, Martyna Peszko, Konrad Wosik
Musik
Zespol Pokusa
Filmvertrieb
Katarzyna Wilk
Nominiert für: Young Eyes Film Award, MDR-Filmpreis, Filmpreis Leipziger Ring
Hommage: Punto y Raya 2025

RGB Colour Model

Blanca Rego
Fackernde Bilder erzeugen irritierende Illusionen, greifen das Auge an und attackieren das Bewußtsein. Ein Film, der im Gehirn entsteht. Am besten einfach zurücklehnen und genießen!
Filmstill RGB Colour Model
Filmstill RGB Colour Model

RGB Colour Model

RGB Colour Model
Blanca Rego
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Spanien
2016
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine Warnung sei ausgesprochen: Dieser Film besteht aus aufblitzenden Bildern. Er ereignet sich nicht nur auf der Leinwand, sondern entsteht im Gehirn. Flackernde Kreise in Komplementärfarben bewegen sich, überlappen sich und erzeugen dabei neue Formen und Farben. Im Zusammenspiel mit dem allgemeinen Aufbau unseres Auges und Nervensystems ergibt sich eine jeweils individuelle Gereiztheit.
Franka Sachse

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Regie
Blanca Rego
Hommage: Punto y Raya 2025

Rhythmus 21

Hans Richter
Inspiriert von der Theorie des musikalischen Kontrapunkts bewegen sich Rechtecke auf strengen Bahnen im Raum. Sie wachsen und schrumpfen und erzeugen dabei die Illusion von Raumtiefe. 
Filmstill Rhythmus 21
Filmstill Rhythmus 21

Rhythmus 21

Rhythmus 21
Hans Richter
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Deutschland
1921
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Die Ziffer 21 im Titel von Hans Richters Film gibt nur bedingt Aufschluss über das im Nebel der Geschichte verlorene Entstehungsdatum dieses Meilensteins des abstrakten Bewegtbildes. Nachweislich wurde „Rhythmus 21“ jedoch 1925 bei der Matinee „Der Absolute Film“ in Berlin aufgeführt. Rechtecke bewegen sich auf strengen Bahnen im Raum. Wachsend und schrumpfend erzeugen sie die Illusion von Raumtiefe.
Franka Sachse

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Regie
Hans Richter
Hommage: Punto y Raya 2025

Rhythmus 23

Hans Richter
Dieser ursprünglich tonlose Film lässt den Sound im Kopf entstehen: Geometrische Formen befreien sich von ihren strengen Bewegungspfaden und ordnen sich zu einem komplexen Rhythmus.
Filmstill Rhythmus 23
Filmstill Rhythmus 23

Rhythmus 23

Rhythmus 23
Hans Richter
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Deutschland
1923
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Zarte Linien ergänzen die Rechtecke, die Hans Richters Filmexperiment „Rhythmus 21“ dominieren. Man könnte meinen, eine Verbeugung vor Viking Eggeling habe sich in die Bildwelten dieses bedeutenden Meisterwerks eingeschlichen. Die Formen befreien sich von ihren strengen Bewegungspfaden und lehnen sich wagemutig aus dem rechten Winkel heraus. Der Rhythmus der Bildelemente ist ungestüm und selbstbestimmt.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Hans Richter
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Rift Finfinnee

Rift Finfinnee
Daniel Kötter
Deutscher Wettbewerb 2020
Dokumentarfilm
Äthiopien,
Deutschland
2020
79 Minuten
Amharisch,
Oromo
Untertitel: 
Deutsch

Soziogeografische Erkundungen in der Peripherie von Addis Abeba: In vielfacher Weise verlaufen dort Grenzen und Bruchlinien – zwischen agrarischen und urbanen Raumpraktiken, zwischen ökonomischen und linguistischen Schollen, zwischen Perspektive und Dilemma. Eine vielstimmige audiovisuelle Erzählung von Menschen, die die stürmische Urbanisierung afrikanischer Gesellschaften ungefragt am eigenen Leib erfahren müssen, aufgezeichnet als Fallstudie, die sich zur komplexen Allegorie weitet.

Addis Abeba (in der Sprache der bäuerlichen Oromo-Bevölkerung: Finfinnee) ist eine ungestüm wachsende ostafrikanische Metropole. Aus der konkreten Beobachtung von Haupt- und Nebeneffekten der Verstädterung in vier extrem unterschiedlichen, obzwar in Sichtweite voneinander liegenden Siedlungskomplexen im östlichen Randgebiet der äthiopischen Hauptstadt entwickelt sich „Rift Finfinnee“ zu einer weit ausgreifenden Komposition über die Dynamiken einer urbanen Turbomodernisierung. Der Große Afrikanische Grabenbruch begrenzt derzeit noch (!) als ebenso natürliche wie symbolische Barriere die weitere tentakelhafte Ausbreitung der Megacity in landwirtschaftliches Terrain – über diesen und andere Rifts hinweg. Der Zwischenbefund zur Lage an den Verwerfungen sondiert das Spannungsfeld aus instabilen Vergangenheiten, unzuverlässigen Zukünften und einer umkämpften Gegenwart.
Ralph Eue

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Regie
Daniel Kötter
Kamera
Daniel Kötter
Schnitt
Daniel Kötter
Produktion
Meike Martens
Ton
Marcin Lenarczyk
Musik
Getatchew Merkuria
Filmvertrieb
Angelika Ramlow
Ausgezeichnet mit: DEFA Förderpreis
Wettbewerb Publikumspreis 2020

Robin’s Hood

Jasmin Baumgartner
Robin, Präsident des Wiener Fußballamateurclubs RSV, liebt seine „dirty rotten bunch“. Leidenschaft ist sein Rezept. Es gilt in Sachen Zivilcourage, Disziplin und Feierei.
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Robin’s Hood

Robin’s Hood
Jasmin Baumgartner
Wettbewerb um den Publikumspreis 2020
Dokumentarfilm
Österreich
2020
93 Minuten
Englisch,
Deutsch,
Serbisch
Untertitel: 
Deutsch

Die Fluktuation im Wiener Fußballclub RSV ist hoch. Trainer Robin, der einst Partys in der Pratersauna veranstaltete, betrachtet seinen Verein auch als politisches Projekt: Spieler mit den unterschiedlichsten Geburtsnationen finden sich in seiner „dirty rotten bunch“ zusammen. Auf sportliche Höhenflüge folgt nicht selten ein Abstieg, Disziplin und Exzess liegen beim RSV nah beieinander. Regisseurin Jasmin Baumgartner hat Robin samt Team über mehrere Jahre begleitet.

„Meine Spieler sind wie Kinder für mich“, sagt Robin. Und Kinder können anstrengend sein. Auf dem Weg ins slowenische Trainingslager lassen sie sich von der Polizei mit Joints erwischen oder gehen lieber ins Casino, als ihre Einheiten zu absolvieren. Doch auch Präsident Robin ist der Feierei nicht abgeneigt. Am Spielfeldrand der Amateurliga geht es feuchtfröhlich und häufig auch ruppig zu: Gegnerische Fans beleidigen und diskriminieren vor allem die schwarzen Sportler. Ein Verhalten, für das Robin kein Verständnis hat. Er sieht es so: „Wenn wir es schaffen, diese super sympathische Türken- und Moslem-Fraktion bei uns zu integrieren, mit den serbischen orthodoxen Nationalisten und den ungebildeten Schwabos und den Moslem-Hasser-Kongolesen, werden wir nicht nur wieder in die Oberliga, sondern auch in die Landesliga gehen. Und dann wird es keinen Strache als Bürgermeister geben und dann wird es auch kein Kurz werden.“
Carolin Weidner

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Regie
Jasmin Baumgartner
Kamera
Anna Hawliczek, Olga Kosanovic
Schnitt
Matthias Writze
Produktion
Jasmin Baumgartner
Co-Produktion
Dominic Spitaler
Musik
Nvie Motho
Ausgezeichnet mit: Gedanken-Aufschluss-Preis
Internationaler Wettbewerb 2020

Roman’s Childhood

Linas Mikuta
Eine Momentaufnahme von Beziehungshaltigkeit und Resilienz an einem prekären Ort. In humorvollen Tableaus und lichtdurchfluteten Außenaufnahmen erzählt sich ein Kindersommer.
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Roman’s Childhood

Romano vaikystė
Linas Mikuta
Internationaler Wettbewerb 2020
Dokumentarfilm
Litauen
2020
50 Minuten
Litauisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch, deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit

Romanas, seine Eltern Aivaras und Diana sowie deren kleiner Hund leben auf beengtem Raum in der litauischen Hafenstadt Klaipėda. Unvoreingenommen blickt Linas Mikuta auf ein liebevolles Familiengefüge, in dem bei Zigaretten und Torte Träume gedeutet, Sorgen geteilt und Neuigkeiten verhandelt werden. Zeitgleich erzählt sich ein zeitloser Kindersommer voller Kopfstände am Straßenrand, Saltos am Strand und Nachmittage in Schachtelhäusern.

Mit seinen Freunden streift Romanas durch Ruinen, Stadtteile und die Küste entlang. Der Achtjährige erschließt sich eigene Welten, lebt seine eigene Zeit. Es entsteht ein ganz dem Moment ergebenes Porträt von Beziehungshaltigkeit und Resilienz an einem prekären Ort. In humorvollen, warmen Tableaus und lichtdurchfluteten Außenaufnahmen werden Alltagsrituale, Fürsorge und Gemeinschaft festgehalten. Dieser Film weiß um die große Liebe im Kleinen. Er weiß von Schlagern, die mitten ins Herz treffen, von Tränen, mit denen man nicht alleine bleibt, und dass zwischen grünem Meer und weißem Sand mit den Wellen zu spielen, ein Alles an Welt bedeutet.
Djamila Grandits

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Regie
Linas Mikuta
Buch
Linas Mikuta
Kamera
Kristina Sereikaitė
Schnitt
Linas Mikuta
Produktion
Linas Mikuta
Ton
Jonas Maksvytis
Musik
David Hilowitz
Animation und Musique Concrète 2021

Rone: Bye Bye Macadam

Dimitri Stankowicz
In einem schamanischen Ritual zu Intelligent House-Beats bündeln halbmenschliche Wesen sprudelnde Energie und dirigieren mit ihren tänzerischen Bewegungen scheinbar das Universum.
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Rone: Bye Bye Macadam

Rone: Bye Bye Macadam
Dimitri Stankowicz
Animation und Musique Concrète 2021
Animationsfilm
Frankreich
2012
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
In unendlichen Weiten von Schwarz bildet sich ein weißes atomares Gebilde und wird von einer Frau beschworen. Sie löst einen Urknall und ein tänzerisches, schamanisches Ritual zu Intelligent House-Beats aus. Sprudelnde Energie wird von Frauen mit Geweihen in einem Ball aus pulsierenden Blitzen gebündelt. Ihre Bewegungen scheinen den Gang des Universums zu dirigieren.
Cornelia Friederike Müller aka CFM

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Regie
Dimitri Stankowicz
Produktion
InFiné
Animation
Dimitri Stankowicz
Filmstill Rosemary A.D. (After Dad)

Rosemary A.D. (After Dad)

Rosemary A.D. (After Dad)
Ethan Barrett
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022
Animationsfilm
USA
2021
10 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Wer heute ein Kind in die Welt setzt, trägt schwer an der neuen Verantwortung. Als Ethan Barrett als „stay at home dad“ plötzlich für das Wohlergehen seiner kleinen Tochter zuständig ist, begreift er schlagartig: Jede seiner Handlungen wird ihr Leben beeinflussen – ob er will oder nicht. Charmant, ironisch und gewitzt sondiert er, wie er ihrer perfekten Entwicklung am wenigsten im Weg stehen könnte. Nach „Burp“ (DOK Leipzig 2020) das nächste kleine Meisterwerk des untergründigen Humors.
Luc-Carolin Ziemann

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Regie
Ethan Barrett
Kamera
Ethan Barrett
Schnitt
Ethan Barrett
Produktion
Tiffany Barrett
Ton
Ethan Barrett
Musik
Ethan Barrett
Animation
Ethan Barrett
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Filmstill Rostov – Luanda

Rostov – Luanda

Rostov – Luanda
Abderrahmane Sissako
Retrospektive 2024
Dokumentarfilm
Angola,
Frankreich,
Mauretanien,
Deutschland
1997
58 Minuten
Französisch,
Portugiesisch (Portugal)
Untertitel: 
Deutsch
1980 begegnet der malisch-mauretanische Stipendiat Abderrahmane Sissako auf einer Zugfahrt nach Rostow am Don dem ebenfalls in die UdSSR entsandten Angolaner Afonso Baribanga. Beide sollen Russisch lernen. Sissako studiert Filmregie am WGIK in Moskau, Baribanga schlägt einen anderen beruflichen Weg ein und geht schließlich zurück nach Angola, wo ein postkolonialer Bürgerkrieg tobt. Jahre später macht sich Sissako auf die Suche nach dem von der Bildfläche verschwundenen Freund, bereist seine und Baribangas afrikanische Heimaten, in denen die alten und neuen Weltmächte verheerende Spuren hinterließen. 1997 präsentierte DOK Leipzig die Langfassung von Sissakos zeit- und kolonialgeschichtshaltigem Travelogue in einer Nebensektion. Die Retrospektive 2024 zeigt eine kürzere Schnittfassung.
Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Abderrahmane Sissako
Buch
Abderrahmane Sissako
Kamera
Jacques Besse
Schnitt
Claudio Martinez
Produktion
Movimento Production, ZDF Das kleine Fernsehspiel
Ton
Jean-Jacques Quintet, Paolo de Jesus
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2023

Rückgabe der Kunstschätze an das Grüne Gewölbe

anonymous
Nach dem Sieg über das NS-Regime waren die sowjetischen Besatzer – später Freunde – auf ein gutes Verhältnis bedacht: Sie gaben „ausgelagerte“ Kulturschätze medienwirksam zurück.
Filmstill Restitution of the Art Treasures to the Green Vault
Filmstill Restitution of the Art Treasures to the Green Vault

Rückgabe der Kunstschätze an das Grüne Gewölbe

Rückgabe der Kunstschätze an das Grüne Gewölbe
anonymous
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2023
Dokumentarfilm
DDR
1958
5 Minuten
ohne Dialog
Als filmisches Entree firmiert gut sichtbar das Staatswappen der Sowjetunion mit der Übersetzung des Aufrufs von Marx „Proletarier aller Länder, vereinigt euch!“ in verschiedenen Sprachen. Unter großer medialer Aufmerksamkeit restituierten Vertreter der Sowjetunion Kunstschätze an die DDR. Den Höhepunkt bildete dabei die Rückgabe von „ausgelagerten“ Objekten an das Grüne Gewölbe in Dresden.
Konstantin Wiesinger

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Regie
anonymous
Retrospektive: Un-American Activities 2025

Rush to Judgment

Emile de Antonio
Eine kritische Analyse des Abschlussberichts der offiziellen Warren-Kommission zur Ermordung John F. Kennedys, basierend auf Recherchen des Anwalts und Co-Autors des Films, Mark Lane.
1967
Filmstill Rush to Judgment
Filmstill Rush to Judgment

Rush to Judgment

Rush to Judgment
Emile de Antonio
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1967
125 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Diese kritische Analyse des Abschlussberichts der Warren-Kommission, die John F. Kennedys Ermordung untersuchte, basiert auf Recherchen des Anwalts Mark Lane. Lane wirkte am Film als Co-Autor mit und veröffentlichte fast zeitgleich sein gleichnamiges Buch. De Antonio hatte in Harvard gemeinsam mit Kennedy studiert, was seinem Film ungeachtet der politischen Distanz zu Kennedy ein persönliches Anliegen mitgab. Dies mag die argumentative, bisweilen sachliche Strenge begründen, mit der er und sein Cutter Dan Drasin vorgingen. Letztlich ist „Rush to Judgment“ ein verspäteter Rechtsbeistand für den zum Einzeltäter erklärten Lee Harvey Oswald, der nur zwei Tage nach dem Mord im Polizeigewahrsam erschossen wurde und dessen Interessen vor der Warren-Kommission nicht angemessen juristisch vertreten waren.
Tobias Hering, Tilman Schumacher

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Regie
Emile de Antonio
Kamera
Robert Primes
Schnitt
Dan Drasin, Peter Dyke van Dyke
Produktion
Emile de Antonio, Mark Lane
Ton
Paul Mielche
Filmstill The Role

The Role

The Role
Paolo Chianta
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
UK
2023
5 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Krakelige Kugelschreiberlinien auf weißem Papier. Alles wirkt wie eine eilig hingeworfene Kritzelei – eher eine Ideenskizze denn ein fertiger Film, womöglich nur ein schnelles Storyboard. Die ruckelig verbundenen Bilder zeigen einen Imbiss, irgendwo im Nirgendwo. Hier ereignet sich etwas Außergewöhnliches: Zwei Filmschaffende – Bruder und Schwester – heuern den Koch als Hauptdarsteller für ihr Projekt an. Sie planen ein Biopic über ihren Vater. Der Fast-Food-Experte sieht dem berühmten Mann nicht nur zum Verwechseln ähnlich, er ist wie er! Eine bessere Besetzung sei gar nicht vorstellbar, lässt sich der Filmbusiness-Neuling überzeugen. Doch die Aufgabe erweist sich als schwierig. Obwohl der Koch alles daransetzt, die anspruchsvolle Rolle auszufüllen, scheint er von Tag zu Tag weniger passend für den Job. Von den Vorbereitungen auf seinen Einsatz völlig eingenommen, entfernt er sich immer mehr von seinen eigenen Kindern. Die Grenzen zwischen Film und Lebenswirklichkeit des Alleinerziehenden verschwimmen. Haben die Dreharbeiten vielleicht schon längst begonnen?
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Paolo Chianta
Buch
Paolo Chianta
Schnitt
Paolo Chianta
Produktion
Paolo Chianta
Co-Produktion
Lilah Vandenburgh
Musik
Paolo Chianta
Animation
Paolo Chianta
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis