Filmarchiv

Filmstill La Jetée, the Fifth Shot

La Jetée, the Fifth Shot

Le cinquième plan de La Jetée
Dominique Cabrera
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2024
Dokumentarfilm
Frankreich
2024
104 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Chris Markers Geschichte einer Zeitreise aus dystopischer Zukunft zurück in die Gegenwart, in der dem Filmhelden ein traumatisches Erlebnis erneut widerfährt, ist vielen wohl nur durch Terry Gilliams extrovertiertes Remake „12 Monkeys“ bekannt. Bahnbrechend war das Original, Markers experimenteller Science-Fiction-Klassiker „La Jetée“, allerdings eher durch seine minimalistische Erzählform: Der 28-minütige schwarz-weiße Fotoroman mit einer einzigen bewegten Einstellung hat Filmgeschichte geschrieben.
Dominique Cabrera ordnet das einflussreiche Werk nun auf sehr persönliche Weise historisch ein: Sein Entstehungsjahr 1962 ist auch das Jahr, in dem Algerien seine Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich erlangte und Hunderttausende von in Algerien verwurzelten Französinnen und Franzosen, die sogenannten Pieds-noirs, ihre Heimat verließen, um über den Flughafen von Orly in ihr Exil einzureisen. In Frankreich wartete auf sie eine neue, ungewisse Existenz – auch auf Cabreras Familie. Sechs Jahrzehnte später glaubt ihr Cousin, sich in der fünften Einstellung von „La Jetée“ wiederzuerkennen, zufällig anwesend auf dem Pier von Paris-Orly, als Marker für seinen Film fotografierte. Das ist der Auftakt für eine der spannendsten und zugleich liebevollsten Zeitreisen, die man sich denken kann – und der Beginn einer detektivischen und cinephilen Recherche, die immer neue verblüffende Wendungen nimmt.
Christoph Terhechte

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Dominique Cabrera
Kamera
Karine Aulnette
Schnitt
Sophie Brunet, Dominique Barbier
Produktion
Edmée Doroszlaï
Ton
François Waledisch, Nathalie Vidal, Elias Boughedir
Musik
Béatrice Thiriet, Oscar Turbant, Élise Bertrand
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube (Internationaler Wettbewerb)
Filmstill La Perra

La Perra

La Perra
Carla Melo Gampert
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2023
Animationsfilm
Kolumbien,
Frankreich
2023
14 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Die Brüste gehoben, der Po gestrafft, das Federkleid geglättet. Sie ist fertig zum Date. Doch ihre Tochter klammert und will sie nicht gehen lassen zu diesem noch unverständlichen, abstoßenden Ritual des Verlangens. Sehr bald aber wird sich die flügge Pubertierende selbst dem sexuellen Begehren hingeben … und Enttäuschung erleben. In der konfliktreichen Welt der beiden Frauen entziehen sich Männer der Partner- und Vaterschaft. Die treue Haushündin bietet den einzigen Halt.

Wie schon in ihrem Vorgängerfilm verlegt Carla Melo Gampert die beeindruckende, aber kompromisslose Analyse einer Familienbeziehung in das Leben der Schreitvögel. Die menschlichen Züge schlagen anatomisch durch, doch die Vogelkörper samt ihrer Feder- und Lautgeräusche eignen sich hervorragend zur treffenden Überzeichnung der Gefühle. Zarte Zeichenstriche werden zu schneidend scharfen Bewegungslinien der Tierfiguren, sowohl in den erotisch derben Liebesakten wie auch in den „handgreiflichen“ Auseinandersetzungen. Sanfte Farbflecke in Aquarell leuchten glühend in der Hitze der Lust und warnend in der ausweglosen Wut auf.
André Eckardt

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Regie
Carla Melo Gampert
Schnitt
Juan Sebastián Quebrada
Produktion
Julie Billy, Naomi Denamur, Franco Lolli, Capucine Mahé
Ton
Juanma López, Daniel Giraldo
Animation
Carla Melo Gampert, Andrea Muñoz Álvarez
Filmvertrieb
Elise Notseck
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Filmstill Lada, Ivan’s Sister

Lada, Ivan’s Sister

Lada, sestra Ivana
Olesya Shchukina
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2022
Animationsfilm
Frankreich,
Russland
2021
7 Minuten
Russisch
Untertitel: 
Englisch

Kinderleicht, unterhaltsam und berührend zeigt diese bunte Animation die Transition einer Frau, die im „falschen Körper“ zur Welt kam. Mit Unterstützung und Verständnis der Familie wird Ivan zu Lada – einer glücklichen, zufriedenen Person. Basierend auf einer wahren, individuellen Geschichte ist dieser Film auch eine Parabel auf den Einfallsreichtum der Transgender-Community, die manchmal ungewöhnliche Wege gehen muss, um sich einen lebenswerten Alltag in einer ignoranten Umgebung einzurichten.

Borjana Gaković

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Regie
Olesya Shchukina
Buch
Anastasia Patlay
Schnitt
Olesya Shchukina
Produktion
Pavel Loparev, Irina Khodyreva
Ton
Andrey Guryanov
Animation
Iulia Voitova, Arman Avdalyan
Ausgezeichnet mit: Silberne Taube (Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm)
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Lamentations of Judas

Les lamentations de Judas
Boris Gerrets
Camera Lucida – Außer Konkurrenz 2020
Dokumentarfilm
Niederlande,
Frankreich
2020
94 Minuten
Englisch,
Portugiesisch (Portugal)
Untertitel: 
Englisch
In einer verlassenen Asbestminenstadt am Rande der Wüste Kalahari widersetzt sich eine Gruppe alter Männer der Evakuation. Sie haben keinen Ort, an den sie gehen könnten, denn sie waren einst verrufen als Soldaten des berüchtigten südafrikanischen Bataillons 32, auch bekannt als „Die Schrecklichen“. Täter und Opfer der Geschichte zugleich, werden sie in Boris Gerrets’ ebenso verstörendem wie faszinierendem filmischen Vermächtnis zu Akteuren der biblischen Geschichte von Judas Iskariot.
Das Schauspiel unter gleißender Sonne konfrontiert die in bitterer Armut lebenden Männer mit ihrer unbewältigten Vergangenheit. Viele von ihnen waren im angolanischen Unabhängigkeitskampf gegen Portugal von den Widerstandsbewegungen FNLA und UNITA zwangsrekrutiert worden. Nach der Machtübernahme der kommunistischen MPLA fanden sie sich als Söldner an der Seite weißer Südafrikaner im Kampf gegen das eigene Volk wieder und verteidigten schließlich das Apartheid-Regime im kolonialen Kampf in Namibia und in den südafrikanischen Townships. Am Rande des surrealen Filmsets zwischen den verfallenden Gebäuden der alten Minenstadt geben sie erstmals Auskunft über ihre Lebensgeschichten, sprechen über Verrat, Schuld und Reue. Nachdem die Weltpolitik über sie hinweggerollt ist, sie zu Unerwünschten, Exilierten, Vergessenen, Verdrängten und Gebrochenen gemacht hat, werden sie vor der Kamera endlich wieder als Menschen sichtbar.
Christoph Terhechte

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Regie
Boris Gerrets
Kamera
Nic Hofmeyr
Schnitt
Boris Gerrets
Produktion
Iris Lammertsma, Boudewijn Koole
Co-Produktion
Eric Velthuis, Serge Lalou, Camille Laemle
Ton
President Kapa, Dominique Vieillard
Musik
Thuthuka Sibisi
Internationaler Wettbewerb 2022

Landscapes

Hernán Fernández
Auf einem abgelegenen Hof in den Subtropen erinnern sich zwei Frauen an die ukrainische Heimat. Landschaften sind Thema: in der Dichtung der einen, in den Zeichnungen der anderen.
Filmstill Landscapes
Filmstill Landscapes

Landscapes

Los paisajes
Hernán Fernández
Internationaler Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Argentinien
2022
65 Minuten
Ukrainisch
Untertitel: 
Englisch
Umgeben vom Regenwald, in einer immergrünen, üppigen Flora, leben Valentyna und ihre bettlägerige Mutter Tamara auf einem kleinen Hof. Die Arbeiten und Gedanken der Dichterin und der Künstlerin jedoch sind erfüllt von den Landschaften der alten Heimat Ukraine. In Tamaras Gedichten und Valentynas Zeichnungen werden Erinnerungen an Schnee und Birken, an Disteln und Orchideen, an Gemüsegärten und deren tierische Bewohner wach.
In dem kleinen Haus im Nirgendwo fließt der Alltag vor sich hin. Valentyna kümmert sich um die wenigen Tiere, melkt die Kühe, stellt Käse her, pflegt ihre Mutter. Warum die beiden vor Langem die Ukraine verließen, lassen die Fotos auf der Kommode, die Anspielungen auf die Katastrophe von Tschernobyl nur erahnen. Aber das Zurückgelassene lebt im Exil weiter. Ob sie, die gefeierte Dichterin, sich noch an ihre Schriften erinnern kann? So sanft, wie Mutter und Tochter miteinander umgehen, schaut auch der Film auf die beiden Frauen, auf ihre Tiere und die Umgebung. Kameramann Mariano Maximovicz’ Bilder lassen uns dabei, ganz ohne Nostalgie, nicht nur die Schönheit der Landschaften, in denen wir leben, sehen, sondern auch derjenigen, die in unseren Köpfen weiterleben.
Marie Kloos

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Regie
Hernán Fernández
Buch
Constanza Sandoval, Hernán Fernández
Kamera
Mariano Maximovicz
Schnitt
José Goyeneche
Produktion
Maca Herrera Bravo
Ton
Julián Caparrós
Musik
Serguéi Rajmáninov
Nominiert für: FIPRESCI Preis, Preis der Interreligiösen Jury
Camera Lucida 2024

Lapilli

Paula Ďurinová
Nach dem Tod ihrer Großeltern findet die Regisseurin in surrealen Gesteins- und Landschaftsformationen einen Ausdruck für ihre Trauer. Eine assoziative, freischwebende Begehung.  
Filmstill Lapilli
Filmstill Lapilli

Lapilli

Lapilli
Paula Ďurinová
Camera Lucida 2024
Dokumentarfilm
Slowakei,
Deutschland
2024
65 Minuten
Slowakisch
Untertitel: 
Englisch
Surreale Formationen, Stalaktiten, von Wasser geformtes Gestein und giftiges Blubbern. Wie eine Traumlandschaft muten die Bilder an, die für Paula Ďurinová zu einer Begehung der eigenen Seele werden. Trauer spielt eine tragende Rolle – die Großeltern Ďurinovás verstarben beide im Zuge der Covid-Pandemie. Sie sucht nach ihnen, zwischen all den Gasen und Dämpfen, taucht durch ein Gewässer, das so nicht mehr existiert, aber in dessen kühle Frische ihr Großvater einst seine Füße tauchte und das sie mit ihrer Großmutter früher durchschwamm.
„Lapilli“ vermittelt sich assoziativ und abstrakt. Gleichzeitig haben die von Ďurinová geborgenen Mineralien etwas sehr Konkretes: zusammengepresst, gestaucht oder gebrochen, scharfkantig, verätzt oder sanft geschliffen. Dabei vergleicht sich die Regisseurin einmal selbst mit einem Stein, losgelöst von seinem Felsen, fragend und orientierungslos umhertreibend: „Ich fühle keinen Halt mehr.“ Dass im Schmerz und Ausgeliefertsein größerer Kräfte liegen können, aber auch eine ganz eigene Poesie und Schönheit, daran lässt „Lapilli“ keinen Zweifel. Im Zusammenspiel mit einer organisch-experimentellen Klangfläche eröffnet sich eine intime, gleichsam universale Erfahrung.
Carolin Weidner

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Regie
Paula Ďurinová
Buch
Paula Ďurinová, Dane Komljen, Tamara Antonijević
Kamera
Paula Ďurinová
Schnitt
Paula Ďurinová, Deniz Şimşek
Produktion
Matej Sotník, Viera Čákanyová
Co-Produktion
Paula Ďurinová
Ton
Paula Ďurinová
Sound Design
Agnese Menguzzato, Paula Ďurinová
Musik
Petra Hermanova
Nominiert für: MDR-Filmpreis
Animation Night 2024

Lapis

James Whitney
Im ausschwingenden Klang der Sitar umkreisen Abertausende Punkte das kaleidoskopische Zentrum. Eine atemberaubende visuelle Musik, die mit früher Computeranimation umgesetzt wurde.
Filmstill Lapis
Filmstill Lapis

Lapis

Lapis
James Whitney
Animation Night 2024
Animationsfilm
USA
1966
10 Minuten
ohne Dialog
Im ausschwingenden Klang der Sitar umkreisen Abertausende Punkte das kaleidoskopische Zentrum wie die Einzeltöne des Raga den Grundton. Sich wiederholende grafische Muster blühen auf und zerfallen wieder in der Masse. So traditionell die Bezugspunkte für James Whitneys atemberaubende visuelle Musik waren, so innovativ war die Umsetzung mit früher Computeranimation durch seinen Bruder John Whitney.
André Eckardt

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Regie
James Whitney
Filmstill Last Minute

Last Minute

Zadnja minuta
Špela Čadež, Marina Rosset
Slowenische Animation 2022
Animationsfilm
Deutschland,
Slowenien
2010
2 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Die Kreide jagt den Schatten. Ist er eingefangen, bleiben nur Spuren des Spiels zurück. Auf porösem Grund wird gezeichnet, gelöscht, gezeichnet. Wie auf einer liederlich gesäuberten Schultafel schlagen Reste von Bildern durch, die es längst nicht mehr gibt. Špela Čadež veranstaltet einen Wettlauf zwischen flüchtigen und manifesten Formen, der – gerade filmtheoretisch – keinen Gewinner kennt.
Lina Dinkla

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Regie
Špela Čadež, Marina Rosset
Produktion
Špela Čadež
Ton
Tomaž Grom, Johanna Herr
Animation
Špela Čadež, Marina Rosset
Hommage: Punto y Raya 2025

Lattice

Maria Constanza Ferreira
Schillernde Wellen, geometrische Gärten und spiralförmige Sanddünen. Die mikroskopischen Landschaften in Kristallformationen erzählen von den Strukturen, die unser Universum durchziehen. 
Filmstill Lattice
Filmstill Lattice

Lattice

Lattice
Maria Constanza Ferreira
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Portugal
2017
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Schillernde Wellen, geometrische Gärten und spiralförmige Sanddünen finden sich in der mikroskopischen Struktur eines Kristalls, die dieser Film vielfach vergrößert auf die Leinwand überträgt. Er erzählt von den Formgebilden, die über alle Dimensionen hinweg winzig Kleines mit gigantisch Großem verbinden. Er zeigt uns das Material unserer Welt – und ihre intrinsische Schönheit.
Franka Sachse

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Regie
Maria Constanza Ferreira
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2022

Lebendes Moor

Ingeborg Tölke
Technisch aufwändig gefilmt und einfühlsam komponiert, erschließt die Naturfilmerin und Autodidaktin Ingeborg Tölke Fantastisches und Grausames in der Naturlandschaft des Moores.
Filmstill Lebendes Moor
Filmstill Lebendes Moor

Lebendes Moor

Lebendes Moor
Ingeborg Tölke
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2022
Dokumentarfilm
DDR
1962
11 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Über Zitate aus literarischen Begegnungen mit Flora und Fauna des Moores nähert sich die Naturfilmerin und Autodidaktin Ingeborg Tölke diesem Landschaftsraum behutsam. Mit viel Einfühlungsvermögen legt sie die allzu schnell übersehenen Schönheiten und Grausamkeiten des Ortes mithilfe von Zeitraffer- und Makrotechnik frei. Ihr auch filmhandwerklich erstaunliches Erstlingswerk wurde mehrfach prämiert.
Konstantin Wiesinger

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Ingeborg Tölke
Genius Loci 2020

Leipzig – MITROPA [Ausschnitt]

Herbert Kasinski
Ein Porträt der Mitropa-Gaststätte im Hauptbahnhof. Beschwingte Musik begleitet beeindruckende Zahlen: Auf 32 Bahnsteigen kamen täglich 800 Züge mit 250.000 Reisenden an.
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Leipzig – MITROPA [Ausschnitt]

Leipzig – MITROPA [Ausschnitt]
Herbert Kasinski
Genius Loci 2020
Dokumentarfilm
DDR
1969
5 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Ein wenig aus der Zeit gefallen, porträtiert der Filmemacher Herbert Kasinski die Mitropa-Gaststätte im Leipziger Hauptbahnhof. Die zu Anfang des Films genannten Zahlen, auch die daraus abzuleitende Menge an Hungrigen und Durstigen, beeindrucken noch heute: Auf Europas größtem Kopfbahnhof mit damals noch insgesamt 32 Bahnsteigen kamen täglich 800 Züge mit 250.000 Reisenden an.
Konstantin Wiesinger

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Herbert Kasinski
Kamera
Herbert Kasinski
Produktion
HK Produktion
Beyond Animation 2023

Lemon Tree

Joana Silva
Ein Erinnerungstraum über den Ort der Kindheit: Wachsende Risse an der Wand, wuchernde Farbflächen und zerbröselnde Einrichtungsgegenstände lassen Auge und Ohr Innenwelten ertasten.
Filmstill Lemon Tree
Filmstill Lemon Tree

Lemon Tree

Limoeiro
Joana Silva
Beyond Animation 2023
Animationsfilm
Portugal
2017
5 Minuten
Portugiesisch (Portugal)
Untertitel: 
Englisch
Im Zitronenbaum beim Haus sitzt ein Rabe, der ein Ei verschenkt. Die Erzählstimme erinnert sich an die Kindheit wie an einen Traum. Emotionen von damals finden körperlichen Ausdruck in einem Zimmer, das sich permanent verändert. Wachsende Risse an der Wand, wuchernde Farbflächen und zerbröselnde Einrichtungsgegenstände lassen Auge und Ohr Innenwelten ertasten.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Joana Silva
Produktion
Royal College of Art
Kids DOK 2023

Leonie, Skeet & the Piglets

Jip Heijenga
Auf dem Hof der Eltern hilft Leonie, wo sie kann. Wenn sie groß ist, möchte sie auch Schweinezüchterin werden. Als der Hof abgegeben werden muss, verabschiedet sich Leonie von diesem Traum.
Filmstill Leonie, Skeet & the Piglets
Filmstill Leonie, Skeet & the Piglets

Leonie, Skeet & the Piglets

Leonie, Skeet & de biggen
Jip Heijenga
Kids DOK 2023
Dokumentarfilm
Belgien
2023
15 Minuten
Niederländisch
Untertitel: 
Englisch
Leonies größter Traum ist es, Schweinezüchterin zu werden. Auf dem Bauernhof der Eltern verbringt sie viel Zeit mit ihrer Katze Skeet und hilft mit, wo sie kann: beim Versorgen der Ferkel oder beim Verladen der Schweine auf den Lkw zum Schlachten. Doch aufgrund neuer Gesetze werden die Eltern den Hof aufgeben. Die letzten Schweine verschwinden und Leonie muss sich von ihrem Traum verabschieden.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jip Heijenga
Buch
Jip Heijenga
Kamera
Michael De Moor
Schnitt
Amber van Acker
Produktion
Sofie Van Noten
Ton
Frans Wouters, Yannis Van Den Ecker, Stijn d'Alleine
Kids DOK 2022

Let’s Dance!

students’ collective TecnoCampus Mataró-Maresme
Ein farbenfroher, im Rotoskopie-Verfahren animierter Kurzfilm. In Bild für Bild gezeichneten Bewegungsfolgen wirbeln die Figuren über die Leinwand. Lasst uns einfach mittanzen!
Filmstill Let’s Dance!
Filmstill Let’s Dance!

Let’s Dance!

Let’s Dance!
students’ collective TecnoCampus Mataró-Maresme
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Spanien
2022
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine schwungvolle Tanzeinlage für zwischendurch! Farbenfroh animiert im Rotoskopie-Verfahren, in Bild für Bild gezeichneten Bewegungsfolgen wirbeln die Figuren über die Leinwand. Studierende des TecnoCampus in Mataró bei Barcelona gestalteten diesen Kurzfilm als Gemeinschaftsprojekt. Der Spaß, den sie dabei hatten, ist jeder Szene deutlich anzusehen. Lasst uns einfach mittanzen!
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
students’ collective TecnoCampus Mataró-Maresme
Kamera
students’ collective TecnoCampus Mataró-Maresme
Schnitt
Queralt Antú Serrano
Produktion
Queralt Antú Serrano
Ton
students’ collective TecnoCampus Mataró-Maresme
Musik
students’ collective TecnoCampus Mataró-Maresme
Animation
students’ collective TecnoCampus Mataró-Maresme
Filmstill Letters from the Jungle

Letters from the Jungle

Cartas de la selva
collective
Hommage: Isabel Herguera 2024
Animationsfilm
Deutschland,
Kolumbien,
China,
Indien,
Mexiko
2018
23 Minuten
Chinesisch,
Englisch,
Spanisch,
Hindi
Untertitel: 
Englisch
Ehemalige Kämpfer*innen der kolumbianischen FARC-Guerilla berichten in Briefen von den für sie prägendsten Erfahrungen aus der Zeit im bewaffneten Untergrund. Studierende von Universitäten auf drei Kontinenten nehmen sich in einem parallel ablaufenden kollektiven Prozess dieser persönlichen Erinnerungen an und entwickeln einen berührenden, durch seine visuelle Experimentierfreude beeindruckenden Film.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
collective
Produktion
Kunsthochschule für Medien Köln, National Institute of Design, Universidad Nacional Autónoma de México, Universidad Nacional de Colombia en Bogotá, Pontificia Universidad Javeriana, China Central Academy of Fine Arts
Publikumswettbewerb 2025

Life After Siham

Namir Abdel Messeeh
In einer Montage aus Homevideos, familiären Erinnerungen und Szenen aus ägyptischen Filmklassikern findet der Regisseur eine visuelle Sprache für die Trauer um seine verstorbene Mutter.  
Filmstill Life After Siham
Filmstill Life After Siham

Life After Siham

La vie après Siham
Namir Abdel Messeeh
Publikumswettbewerb 2025
Dokumentarfilm
Frankreich,
Ägypten
2025
80 Minuten
Französisch,
Arabisch
Untertitel: 
Englisch
Für Namir ist es eine schmerzhafte Erkenntnis, dass seine geliebte Mutter nicht unsterblich ist. Eigentlich wollte er mit Siham noch einen Film machen. Nun steht er mit seinem Vater Waguih und seinen Kindern, die noch zu jung scheinen, um den Tod zu verstehen, trauernd in der Kirche — und lässt sich filmen. „Wie immer vertraue ich darauf, dass das Kino mir hilft.“ Der Film, so ist er überzeugt, kann aus einer Tragödie eine Komödie machen – und er kann Erinnerungen, die sonst verblassen, festhalten.
Schon in „Die Jungfrau, die Kopten und ich“ (2011) hatte Namir Abdel Messeeh die Biografie seiner Familie zwischen Ägypten und Frankreich, ihren christlichen Glauben und die Liebe zum Kino verarbeitet. Aber Sihams Wunsch war, dass ihr Sohn statt mit den eigenen Verwandten endlich mal einen Spielfilm mit Schauspielstars realisiert. Mit der Kraft des Kinos erzählt Namir Abdel Messeeh stattdessen von der Liebe seiner Mutter, ihrer Sehnsucht und ihren Mysterien. In einer Montage aus Homevideos, familiären Erinnerungen und Szenen aus ägyptischen Filmklassikern von Youssef Chahine erscheint Siham so nahezu „larger than life“.
Jan-Philipp Kohlmann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Namir Abdel Messeeh
Buch
Namir Abdel Messeeh
Kamera
Nicolas Duchêne
Schnitt
Benoît Alavoine, Emmanuel Manzano
Produktion
Camille Laemlé
Sound Design
Roman Dymny
Musik
Clovis Schneider
Filmvertrieb
Marcella Jelić