Das Porträt einer Frau, die mit der Mutterrolle und ihren Anforderungen hadert. Beeindruckend montiert von ihrer inzwischen erwachsenen Tochter aus Material von über dreißig Jahren.
Viele Jahre lang filmte der Vater der Regisseurin fast obsessiv den Alltag seiner Familie. Die Geburt der Tochter, die ersten Schritte des Sohnes und immer wieder Valérie, die junge Mutter. Ein beeindruckender Fundus an Material, das sich die inzwischen erwachsene Tochter Faustine aneignet, um eine ganz andere Geschichte zu erzählen: die einer Frau, der die Mutterrolle und ihre Anforderungen zunehmend die Freiheit nehmen.
Im Heute beobachtet die Regisseurin ihre Eltern in dem großen leeren Haus auf dem Land: den hyperaktiven Vater, der andauernd werkelt, und die kettenrauchende Mutter, die am Küchentisch sitzt und deren Scharfsinn man nur noch in ihren Augen erahnen kann. Was ist passiert? Was ist aus der energiegeladenen, unabhängigen jungen Maskenbildnerin geworden? Die, die Hexen bewundert und auf Weltreise gehen möchte. Die mit ihrem Beruf wunderbar ihr Leben bestreiten kann, ihn aber trotzdem aufgibt. „Der Blick ist wichtig“, sagt die inzwischen 60-jährige Valérie zu ihrer Tochter einmal beim Schminken. Ja, der Blick ist wichtig. Und Regisseurin Faustine Cros setzt ihm, diesem über all die Jahre gehaltenen Blick auf die Mutter, mit ihrem Film ein neues Narrativ entgegen.
Marie Kloos
Credits
Regie
Faustine Cros
Kamera
Faustine Cros, Jean-Louis Cros
Schnitt
Faustine Cros, Cédric Zoenen
Produktion
Julie Freres, Camille Laemlé
Co-Produktion
Sound Image Culture, Centre de l'Audiovisuel à Bruxelles (CBA), RTBF
Ton
Faustine Cros
Musik
Ferdinand Cros
Filmvertrieb
Anna Berthollet
Ausgezeichnet mit:
Preis der Interreligiösen Jury,
Silberne Taube (Internationaler Wettbewerb)
Der kleine Käfer versucht erfolglos, aus dem Waschbecken zu entkommen. Als der Wasserhahn geöffnet wird, trägt ihn der nasse Strudel in die weite Welt. Der Beginn einer wunderbaren Reise.
Immer wieder versucht der kleine bunte Käfer, aus dem Waschbecken zu entkommen. Der Boden ist so rutschig! Als er es fast geschafft hat, wird der Wasserhahn geöffnet und der nasse Strudel trägt ihn in die weite Welt. Zunächst ist das ziemlich bedrohlich. Aber nach einer Weile stellt sich heraus, dass dies nur der Beginn einer wunderbaren Reise ist.