Filmarchiv

Kids DOK 2020

Der Besuch

Alexandra Schatz
Nachdem Elise eines Tages ein Papierflieger ins Haus flattert, bekommt sie unerwarteten Besuch von Emil. Nun ist alles anders als vorher. Und eigentlich sogar viel schöner.
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Der Besuch

Der Besuch
Alexandra Schatz
Kids DOK 2020
Animationsfilm
Deutschland
2019
4 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Elise ist eine ängstliche Frau. Sogar vor Bäumen fürchtet sie sich. Als eines Tages ein Papierflieger durch ihr Zimmerfenster segelt, kann sie nachts vor Aufregung kein Auge zutun. Am nächsten Morgen klopft Emil, ein Junge mit Baseballkappe, an ihre Tür. Er sucht seinen Flieger und aufs Klo muss er auch. Plötzlich verändert sich Elises Leben auf wundersame Weise.

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Regie
Alexandra Schatz
Kamera
Wolfram Späth
Produktion
Alexandra Schatz
Musik
Tobias Becker
Animation
Sonja Schneider
Sprecher*in
Sibylle Brunner
Filmstill The Bridge of Caputh

Die Brücke von Caputh

Die Brücke von Caputh
Eva Fritzsche
Retrospektive 2022
Dokumentarfilm
Deutschland (Sowjetische Besatzungszone)
1949
15 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Werktätige rekonstruieren eine Eisenbahnbrücke, und Eva Fritzsche rekonstruiert den Prozess dahinter – indem sie nachstellt, was sie nicht filmen konnte, unterstützt von den Beteiligten, die sich noch einmal selbst spielen. Der Film stimmt besonders auf jene unter ihnen ein Loblied an, deren Einsatzbereitschaft gering geschätzt wurde: Jugendliche, die sogar auf den Fußball verzichten, und Frauen, die auf einmal in der Fabrik stehen. „Frauen als Grobschmiede, ist ja ’n Witz!“, höhnt da ein Mann vom Arbeitsamt. Darin hallt wider, was sich Eva Fritzsche bei der DEFA anhören musste: „Frauen machen keine Filme!“ Doch sie machte – und schuf so eines der eindrücklichsten Zeugnisse der Aufbaujahre.
Felix Mende

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Eva Fritzsche
Buch
Eva Fritzsche
Kamera
Arndt von Rautenfeld, Götz Neumann
Schnitt
Anneliese Schlüter
Produktion
DEFA-Studio für populärwissenschaftliche Filme
Musik
Eberhard Schmidt, Fritz Steinmann
Wettbewerb Publikumspreis 2021

The Balcony Movie

Paweł Łoziński
Paweł Łoziński stellte zwei Jahre lang seine Kamera auf dem Balkon auf und kam von dort oben mit den Menschen ins Gespräch, die vorbeigingen. Eine faszinierende Versuchsanordnung.
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The Balcony Movie

Film balkonowy
Paweł Łoziński
Wettbewerb um den Publikumspreis 2021
Dokumentarfilm
Polen
2021
100 Minuten
Polnisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch

Die ganze Welt, eingefangen auf einem etwas tristen Gehweg in Warschau. Regisseur Paweł Łoziński stellte sich zwei Jahre lang mit der Kamera auf den Balkon seiner Wohnung und beobachtete von dort oben die Menschen, die unten vorbeigingen. Jene, die er sah und zum Reden brachte, sind jung und alt, Nachbarn oder einfach Passanten. Der Filmemacher spricht sie an, stellt Fragen, hört zu und schafft einen Raum für Gespräche, wie es sie zwischen Unbekannten selten gibt.

Wie reagieren Vorbeigehende, wenn sie vom Balkon aus gefilmt und von oben herab angesprochen, aufgehalten werden? Gehen sie kopfschüttelnd weiter? Oder lassen sie sich auf den Dialog ein? Dieser Ort und diese herbeigeführte Gelegenheit scheinen perfekt zu sein, um einen Film zu drehen, der seine eigenen Prämissen reflektiert. Denn offenbar haben Menschen ein ziemlich großes Bedürfnis, aus dieser ungewöhnlichen Position heraus von sich zu erzählen. Ob in Eile oder schlendernd, fröhlich oder nachdenklich, posierend oder ganz natürlich: Alle zufällig ins Blickfeld geratenden Beteiligten offenbaren etwas Besonderes. Jede Begegnung, so ungeplant sie ist, entpuppt sich als einzigartig. Manche Erwartung an einen bestimmten Typ Mensch wird enttäuscht, denn in Schubladen lässt sich kaum jemand stecken. Łozińskis Versuchsanordnung lädt zum Innehalten ein, zum Warten, bis die Welt in den Kamerawinkel tritt.
Lina Dinkla

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Regie
Paweł Łoziński
Buch
Paweł Łoziński
Kamera
Paweł Łoziński
Schnitt
Paweł Łoziński, Piasek & Wójcik
Produktion
Paweł Łoziński, Agnieszka Mankiewicz, Izabela Lopuch
Ton
Paweł Łoziński, Franciszek Kozłowski
Musik
Jan Duszyński
Filmvertrieb
Katarzyna Wilk
Ausgezeichnet mit: MDR-Filmpreis
Hommage: Isabel Herguera 2024

The Balloon

Satinder Singh
Ein Mädchen, eine Leidenschaft: alles, was hoch fliegt. Die Schaukel, der Luftballon. Doch dann gerät sie in die Fänge eines Vogelhändlers. Der einzige Weg nach draußen führt über das Fenster.
Filmstill The Balloon
Filmstill The Balloon

The Balloon

The Balloon
Satinder Singh
Hommage: Isabel Herguera 2024
Animationsfilm
USA,
Spanien
2004
9 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Ein Film um ein Mädchen mit einer Leidenschaft: Die Kleine begeistert sich für alles, was hoch hinaus fliegt. Auf der Schaukel lässt sie sich anschubsen, bis sie fast aus dem Bild verschwindet, und sie liebt ihren neuen Luftballon. Doch dann gerät sie in die Fänge eines Vogelhändlers, der sie in seiner Wohnung im obersten Stock eines Hochhauses einsperrt. Der einzige Weg nach draußen führt über das Fenster.
Franka Sachse

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Regie
Satinder Singh
Produktion
Isabel Herguera
Animation
Isabel Herguera
Retrospektive 2023

The Baltic Way

Arūnas Matelis, Audrius Stonys
1989 zog sich eine Menschenkette Hunderte Kilometer durch Lettland, Estland und Litauen, um die Unabhängigkeit der baltischen Staaten zu fordern. Aufnahmen einer einzigartigen Demonstration.
Filmstill The Baltic Way
Filmstill The Baltic Way

The Baltic Way

Baltijos kelias
Arūnas Matelis, Audrius Stonys
Retrospektive 2023
Dokumentarfilm
Litauen
1990
10 Minuten
Litauisch
Untertitel: 
Englisch
Am 23. August 1989 demonstrierten die Menschen im Baltikum ihren Zusammenhalt gegen die sowjetische Okkupation und gingen für die Souveränität der baltischen Staaten auf die Straßen. Sie bildeten eine mehr als 600 Kilometer lange Menschenkette, die sich durch Litauen, Lettland und Estland zog. Bewegende Bilder eines solitären Ereignisses, festgehalten in einer lyrischen Komposition.
Katharina Franck, Andreas Kötzing

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Regie
Arūnas Matelis, Audrius Stonys
Buch
Arūnas Matelis, Audrius Stonys
Kamera
S. Griškevicius, J. Martonis, A. Petraits, Z. Pomecka, Z. Putilovas, R. Damulis
Produktion
Lietuvos Kino Studija Nemencines
Ton
Viktoras Juzonis
Publikumswettbewerb 2024

The Battle for Laikipia

Daphne Matziaraki, Peter Murimi
In Laikipia, Kenia, leben indigene Hirt*innen und weiße Ranchbesitzer*innen in einer fragilen Balance. Doch Klimawandel und ungelöste koloniale Spannungen stellen diese zunehmend in Frage.
Filmstill The Battle for Laikipia
Filmstill The Battle for Laikipia

The Battle for Laikipia

The Battle for Laikipia
Daphne Matziaraki, Peter Murimi
Publikumswettbewerb 2024
Dokumentarfilm
Kenia,
USA,
Griechenland
2024
94 Minuten
Suaheli,
Englisch,
Samburu
Untertitel: 
Englisch
„Es sind Orte wie Laikipia, die einige Kenianer*innen fragen lassen: Sind wir wirklich unabhängig?“ Seit Jahrhunderten ist die Region im zentralkenianischen Hochland Weidegebiet für die Tiere der Samburu. Mit der Kolonialisierung haben sich dort auch Weiße niedergelassen, bauten Ranches und betrieben Viehzucht. Nach der Unabhängigkeit Kenias 1963 blieben sie. Die Beziehungen zwischen ihnen und den Einheimischen waren bisher ganz gut, wenn auch distanziert. Der Klimawandel erhöht jedoch das Konfliktpotenzial im Land und verschärft die Konkurrenz um Ressourcen.
Unter den Auswirkungen der globalen Erwärmung leidet Laikipia seit mehreren Dekaden. Lange Dürreperioden zerstören das Grasland, auf das die Samburu-Hirt*innen und ihre Herden angewiesen sind. Die Ranches der weißen Viehzüchter*innen, nicht zuletzt auch die privat verwalteten und streng bewachten Naturschutzareale zerschneiden deren angestammte Wanderrouten und versperren den Weg durch Elektrozäune. Als Wahlen anstehen, drohen die Auseinandersetzungen zu eskalieren. Daphne Matziaraki und Peter Murimi begleiteten Kenianer*innen aller Streitparteien über einen Zeitraum von fünf Jahren und geben ihnen in diesem Film die Chance, ihre Geschichte zu erzählen.
Seggen Mikael

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Regie
Daphne Matziaraki, Peter Murimi
Kamera
Daphne Matziaraki, Peter Murimi, Maya Craig
Schnitt
Sam Soko
Produktion
Toni Kamau, Daphne Matziaraki
Co-Produktion
Maya Craig
Musik
William R. Fritch
Filmvertrieb
Jenny Bohnhoff
Nominiert für: Filmpreis Leipziger Ring
Kids DOK 2024

The Bear and the Bird

Marie Caudry
Im Norden wird es Winter. Die Bärin denkt an ihren Freund, den Vogel, der in den Süden gezogen ist. Anstatt Winterschlaf zu halten, beschließt sie, die Welt zu bereisen, um ihm zu folgen.
Filmstill The Bear and the Bird
Filmstill The Bear and the Bird

The Bear and the Bird

L’ourse et l’oiseau
Marie Caudry
Kids DOK 2024
Animationsfilm
Frankreich
2024
26 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch, Deutsch (Overvoice)
Im Norden färben sich die Blätter an den Bäumen bunt, der Winter steht vor der Tür. Noch tobt die Bärin mit ihrem Freund, dem Vogel, über die Hügel am Wald, aber so langsam müsste sie sich in den Winterschlaf zurückziehen. Als es soweit ist, denkt sie sehnsüchtig an Vogel, der nun schon weit in den Süden gezogen ist. Sie beschließt, die Welt zu bereisen, um ihm zu folgen. Ein Filmabenteuer für Groß und Klein.
Lina Dinkla

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Regie
Marie Caudry
Buch
Marie Caudry, Gauthier David
Kamera
Marie Caudry
Schnitt
Antoine Rodet
Produktion
Emmanuel-Alain Raynal, Pierre Baussaron
Ton
Flavien van Haezevelde, Yoann Veyrat
Sound Design
Flavien van Haezevelde
Musik
Mocke
Animation
Éloïc Gimenez
Filmvertrieb
Annabel Sebag
Slowenische Animation 2022

The Beezes: Cherries

Grega Mastnak
Die Bizgeci sind gefiederte, aber wenig flugtaugliche Kreaturen. Mit dem Sommer kommt ihr Appetit auf Kirschen. Aber wie herankommen, wenn einen die Evolution am Boden hält?
Filmstill The Beezes: Cherries
Filmstill The Beezes: Cherries

The Beezes: Cherries

Bizgeci: Češnje
Grega Mastnak
Slowenische Animation 2022
Animationsfilm
Slowenien
2003
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Die Bizgeci sind gefiederte, aber wenig flugtaugliche Kreaturen, in der Evolutionskette irgendwo zwischen Primaten und Vögeln angesiedelt. Kaum hat der Sommer begonnen, wächst ihr Appetit auf Kirschen. Allerdings hängen diese so hoch in den Bäumen, dass kein Herankommen ist. Unbeirrt versuchen die Bizgeci, die Grenzen ihrer biologischen Entwicklungsstufe zu überwinden – eine quietschbunte Angelegenheit.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Grega Mastnak
Buch
Grega Mastnak, Peter Povh
Schnitt
Istok Jan Simončič
Produktion
Igor Pediček
Ton
Vojko Sfiligoj
Musik
Vojko Sfiligoj, Ana Pupedan
Animation
Grega Mastnak, Vladimir Leben, Boštjan Franc Avguštin, Tina Avšič
Filmstill The Birds Are Silent

The Birds Are Silent

Movchat’ ptakhy
Leo Dzhyshyashvili
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Dokumentarfilm
Ukraine,
Deutschland
2025
8 Minuten
Ukrainisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch
Am Abend des 9. Februar 2022 sitzen vier junge Männer in Kyjiw um einen Tisch. Die Freunde besprechen die Lage: 120.000 russische Militärs befinden sich vor der ukrainischen Grenze. Was wird geschehen? Regisseur und Kameramann Leo Dzhyshyashvili fängt in „The Birds Are Silent“ einen gleichermaßen privaten wie historischen Moment ein. Bezeichnend dabei ist die Klarsicht, mit der Andriy, Olexandr, Ivan und Sasha die Konsequenzen des bevorstehenden Angriffs einschätzen: Potenzielle Entscheidungen ob der eigenen Zukunft vermischen sich mit Sorgen um Angehörige sowie der Fassungslosigkeit, in eine Situation geworfen zu sein, die sowohl Hilflosigkeit als auch Ekel auslöst. Aber eine kleine Hoffnung ist noch zu vernehmen – möglicherweise sind die ausgemalten Horrorszenarien nichts weiter als Energieverschwendung? Schnitt. Aus den Diskutierenden sind teils Soldaten geworden; einer hat sich mit einer schmalen Matratze und einer Mahlzeit im Bad verschanzt. Binnen acht Minuten hat Dzhyshyashvili ein Davor und ein Danach zusammengezurrt, das schaudern macht.
Carolin Weidner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Leo Dzhyshyashvili
Kamera
Leo Dzhyshyashvili, Ivan Baliuk, Dmytro Makarov
Schnitt
Leo Dzhyshyashvili, Daria Penkova
Produktion
Luisa Nöllke
Wettbewerb Publikumspreis 2020

The Blunder of Love

Rocco Di Mento
Filmische Ahnenforschung: Ein Enkel will die grenzenlose Liebe seiner Großeltern dokumentieren, kann aber bei näherer Betrachtung des Mythos die familiären Abgründe nicht übersehen.
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The Blunder of Love

The Blunder of Love
Rocco Di Mento
Wettbewerb um den Publikumspreis 2020
Dokumentarfilm
Deutschland
2020
84 Minuten
Englisch,
Italienisch
Untertitel: 
Deutsch

Ein junger Mann trifft eine junge Frau und beide verfallen einander. Ein Haus wird gebaut, Kinder kommen zur Welt, die märchenhafte Geschichte einer grenzenlosen Liebe nimmt ihren Lauf. Ein Enkel macht sich daran, den Mythos der Romanze seiner Großeltern zu erkunden, und versucht, den verstorbenen Großvater mithilfe aller verbliebenen Verwandten filmisch zu ehren. Kein leichtes Unterfangen, wenn vielleicht doch nicht alles so war, wie es die familiäre Überlieferung will …

Bei seiner Suche fördert Rocco Di Mento alte 8mm-Privatfilme, einen nie veröffentlichten Roman, diverse Liebesbriefe und eine ganze Menge lange verdrängter Gefühle zutage. Kaum verwunderlich, dass diese Gemengelage schließlich eine Eigendynamik entwickelt. Plötzlich geht es nicht mehr nur um die Suche nach der großen Liebe, sondern auch darum zu fragen, was Menschen über Beziehungsstatus und Verwandtschaftsgrad hinaus zusammenhält und wie Vergebung möglich wird, obwohl man schon nicht mehr daran geglaubt hat. Eine geschickt gebaute Familienaufstellung voller italienischem Temperament, in der Spannung, Rührung und Wahrhaftigkeit eine unentwirrbare Verbindung eingehen. Denn: „Auch wenn du gehst, du bleibst immer ein Teil deiner Familie.“
Luc-Carolin Ziemann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Rocco Di Mento
Kamera
Sabine Panossian
Schnitt
Antonella Sarubbi, Valentina Cicogna, Rocco Di Mento
Produktion
Valeria Venturelli
Ton
Jerome Huber
Musik
Franziska May
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2021

The Bones

Joaquín Cociña, Cristóbal León
Eine augenzwinkernde Umschreibung und Dekolonisierung der Filmgeschichte: 1901 entsteht vermeintlich der erste animierte Stummfilm in Chile. Stop-Motion-Technik, makaber inszeniert.
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The Bones

Los huesos
Joaquín Cociña, Cristóbal León
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2021
Animationsfilm
Chile
2021
14 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch, deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit

Mit Referenz auf Władysław Starewiczs Trickfilmexperimente mit Insekten entwickelt das chilenische Künstlerduo León und Cociña ein fiktionales Gegennarrativ zur Stop-Motion-Technikgeschichte – und die Vision eines von Autokraten befreiten Chile. Ein bezopftes Mädchen in Puppengestalt geht souverän mit Überresten der autoritären Machttradition um: in Form von makaber inszenierten Körperteilen zweier symbolhafter Vertreter der Oligarchie und der Diktatur Pinochets – Diego Portales und Jaime Guzmán.

Borjana Gaković

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Joaquín Cociña, Cristóbal León
Buch
Cristóbal León, Joaquín Cociña
Kamera
Joaquín Cociña, Cristóbal León, Niles Atallah
Schnitt
Joaquín Cociña
Produktion
Lucas Engel
Ton
Roberto Espinoza, Tim Fain
Musik
Tim Fain
Animation
Joaquín Cociña, Cristóbal León
Ausführende Produktion
Adam Butterfield, Ari Aster, Lucas Engel
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2023

The Box

Tomaž Pavkovič
Eine Box mit Filmmaterial aus dem Jugoslawien der Tito-Ära wird zum erzählerischen Motor. Mit trockenem Witz und philosophischer Verve wühlt sich der Essay durch Familien- und Zeitgeschichte.
Filmstill The Box
Filmstill The Box

The Box

Škatla
Tomaž Pavkovič
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2023
Dokumentarfilm
Slowenien
2023
22 Minuten
Kroatisch
Untertitel: 
Englisch
In einer Box findet Tomaž Pavkovič Unmengen an Filmmaterial, das nicht nur die Geschichte seiner Familie, sondern auch die eines ganzen Landes erzählt: Das Leben des Vaters verlief nahezu parallel zur Entwicklung Jugoslawiens, sie durchwirkt jede seiner Aufnahmen. Die Paraden auf dem Lande, später der Umzug in die Stadt und das Dasein als Arbeiterfamilie, zwischendrin immer wieder Präsident Tito, und sei es nur als Tätowierung auf der Brust eines Tauchers. Den Söhnen bleibt die abstrakte Erinnerung an einen Staat, den es nicht mehr gibt, der selbst eine Box darstellt. Sagen die Bilder, die man in der Box vorfindet, auch etwas über einen selbst aus?

Der essayistische Off-Text des kroatischen Dichters Marko Pogačar, in enger Zusammenarbeit mit dem Regisseur verfasst, beschreibt immer wieder Aufnahmen, die erst an einem ganz anderen Punkt des Films zu sehen sind – zwischen dem Abbild und der eigenen Erinnerung klaffen Lücken, denen man sich nur umkreisend annähern kann. Dazu gebraucht der Film nicht zuletzt eine idiosynkratische, treibende Musikauswahl und eine gute Dosis trockenen Humors.
Felix Mende

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Tomaž Pavkovič
Buch
Marko Pogačar, Tomaž Pavkovič
Kamera
Franci Pavkovič
Schnitt
Tomaž Pavkovič
Produktion
Tomaž Pavkovič
Sound Design
Rok Kovač
Sprecher*in
Marko Pogačar
Slowenische Animation 2022

The Box

Dušan Kastelic
Eine Parabel vom Über-sich-Hinauswachsen: Mit seiner Horror-affinen, durchgestalteten Ästhetik definierte Dušan Kastelic neue Qualitätsstandards für die 3D-Computeranimation.
Filmstill The Box
Filmstill The Box

The Box

Celica
Dušan Kastelic
Slowenische Animation 2022
Animationsfilm
Slowenien
2017
13 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Das Leben in der Box ist erbärmlich – bis ein Wesen zu wachsen beginnt, das sich von den flachköpfigen Mitbewohnern unterscheidet: Es singt und begeistert sich. Eine Nervensäge, meinen die anderen. Doch der Junge wächst weiter und überragt sie bald alle … Mit der Horror-affinen, durchgestalteten Ästhetik seiner Parabel definierte Dušan Kastelic neue Qualitätsstandards für die 3D-Computeranimation.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Dušan Kastelic
Buch
Dušan Kastelic
Schnitt
Dušan Kastelic
Produktion
Dušan Kastelic
Sound Design
Mateja Starić
Musik
Mateja Starić
Animation
Dušan Kastelic
Kids DOK 2022

The Boy and the Elephant

Sonia Gerbeaud
Die Lehrerin stellt den neuen Mitschüler vor. Huch, der Junge hat ja einen Elefantenkopf! Obwohl alle tuscheln, fängt ein Kind an, mit ihm zu spielen. Sie entdecken Gemeinsamkeiten.
Filmstill The Boy and the Elephant
Filmstill The Boy and the Elephant

The Boy and the Elephant

Le garçon et l’éléphant
Sonia Gerbeaud
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Frankreich
2022
7 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch, Deutsch (Overvoice)
Die Lehrerin stellt den neuen Mitschüler vor. Keiner nimmt Notiz. Doch huch, der Junge hat ja einen Elefantenkopf! Sofort geht das Getuschel los, Bildchen werden gekritzelt, keiner möchte neben dem Neuen sitzen. Nur einer der Schüler scheint von dem Elefantenkind fasziniert zu sein. Auf dem Schulhof spielen sie zusammen und entdecken Gemeinsamkeiten. Wird der Spott der anderen sie wieder trennen?
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Sonia Gerbeaud
Schnitt
Nikita Fraysse
Produktion
Luc Camilli
Ton
Manu Vidal
Musik
Manu Vidal
Animation
Tom Chertier, Jon Boutin
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024

The Brown Dog

Nadia Hallgren, Jamie-James Medina
Eine kalte Winternacht. Gehüllt in Coolness zieht Wachmann Nobody seine einsamen Runden ums Karree, hängt seinen dahintreibenden Gedanken über das Leben nach – Melancholie mit Straßenhaftung.
Filmstill The Brown Dog
Filmstill The Brown Dog

The Brown Dog

The Brown Dog
Nadia Hallgren, Jamie-James Medina
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
UK,
USA
2024
14 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Die Winternacht tut ihre letzten Atemzüge im milchigen, bernsteinfarbenen Licht der Straßenbeleuchtung. Schneeflocken rieseln herab, die Kamera kreist langsam um eine kleine Wachstube in einer Einfahrt. Auf dieser einsamen Insel sitzt Nacht für Nacht: Nobody. Als Wachmann in der Kälte garantiert er die Sicherheit der warmen Wohnungen und die ihrer Besitzer*innen. Er übersteht die Zeit mit einem unwilligen Ölradiator, einem Kalendermädchen auf grüner Wiese und seinen dahintreibenden Gedanken. Als Seismograf der Lebensbetrachtungen und Nachtrunden ums Karree dienen seine Dienstprotokolle. Nobody ist in eine über lange Zeit gewachsene Hülle der Coolness gepackt, die es ihm schwer macht, auf ein seltenes Lächeln so zu reagieren, wie er es im Herzen gern möchte.
Nadia Hallgren und Jamie-James Medina kondensieren eine autobiografische Kurzgeschichte des Künstlers und Musikers Willis Earl Beal aka „Nobody“. Der 2021 verstorbene Schauspieler Michael K. Williams lieh dem Selbstgespräch seine Stimme und gibt ihm den übernächtigten, melodischen Sound. In dem sehr filmischen, melancholischen Stück im Schwebezustand öffnet Beiläufiges einen philosophischen Kosmos. Doch der gedankliche Ausflug schlägt stets wieder auf dem Asphalt des Parkplatzes vor dem Wohnblock auf.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Nadia Hallgren, Jamie-James Medina
Buch
Willis Earl Beal
Schnitt
Spencer Campbell
Produktion
Michael Stirton, Jamie-James Medina, Nadia Hallgren
Ton
Machine Sound
Sound Design
Michalis Anthis
Musik
Tyshawn Sorey
Animation
Fons Schiedon
Filmvertrieb
Brian Newman
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Animation Perspectives 2025

The Burden

Niki Lindroth von Bahr
Was passiert in jemandem, der auf Dauer in der zerstörerischen Einsamkeit gefangen ist? Das bittersüße Musical zieht uns in die maskierte Nervosität der modernen Gesellschaft hinein.
Filmstill The Burden
Filmstill The Burden

The Burden

Min börda
Niki Lindroth von Bahr
Animation Perspectives 2025
Animationsfilm
Schweden
2017
14 Minuten
Schwedisch
Untertitel: 
Englisch
Was passiert in jemandem, der auf Dauer in der zerstörerischen Einsamkeit des ständigen Selbstvergleichs gefangen ist? Wie geht es jemandem, der anderen neoliberale Träume vorgaukelt, nur um die eigenen nicht endgültig aufgeben zu müssen? Das bittersüße, freudig angespannte Musical von Niki Lindroth von Bahr zieht uns mit Humor, Gesang und Tanz in die maskierte Nervosität der modernen Gesellschaft hinein.
Irina Rubina

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Niki Lindroth von Bahr
Buch
Niki Lindroth von Bahr
Produktion
Kalle Wettre
Musik
Hans Appelqvist