Filmarchiv

Land (Film Archive)

Kids DOK 2022

Die allerlangweiligste Oma auf der ganzen Welt

Damaris Zielke
Beim Mittagsschlaf ihrer langweiligen Oma kommt Greta auf die Idee, Beerdigung zu spielen. Als Oma aufwacht, erkennen sie: Für gute Erinnerungen muss man schöne Momente schaffen.
Filmstill The Most Boring Granny in the Whole World
Filmstill The Most Boring Granny in the Whole World

Die allerlangweiligste Oma auf der ganzen Welt

Die allerlangweiligste Oma auf der ganzen Welt
Damaris Zielke
Kids DOK 2022
Animationsfilm
Deutschland
2022
7 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Puh, ist das langweilig. Bei Oma darf man gar nichts! Nichts anfassen, nichts anmalen, immer nur leise sein. Aber als Oma ihren Mittagsschlaf hält, kommt Greta auf die Idee, mit ihr Beerdigung zu spielen. Die Kuscheltiere trauern am Sofa-Grab, Greta hält eine Rede mit bebender Stimme. Da wacht Oma wieder auf und sie beide sehen ein: Für gute Erinnerungen muss man schöne Momente miteinander schaffen.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Damaris Zielke
Kamera
Michael Throne
Schnitt
Damaris Zielke
Produktion
Jiayan Chen
Ton
Max Hartstang, Marieke Czogalla
Sound Design
Marieke Czogalla
Musik
Hannes Binder
Animation
Damaris Zielke, Lukas von Berg, Ferdinand Ehrhardt, Patrik Knittel, Sarah Schulz , Tanja Gruber, Laura Staab
Internationaler Wettbewerb 2020

The Annotated Field Guide of Ulysses S. Grant

Jim Finn
Der Amerikanische Bürgerkrieg in seine Einzelteile zerlegt: Ein aparter 16mm-Film und animierte Kriegsbrettspiele machen eine gespaltene Nation voller Aufbegehrender sichtbar.
Media Name: 1424f5de-bd2a-41fb-9307-1301c42d1c92.jpg
Media Name: 1424f5de-bd2a-41fb-9307-1301c42d1c92.jpg

The Annotated Field Guide of Ulysses S. Grant

The Annotated Field Guide of Ulysses S. Grant
Jim Finn
Internationaler Wettbewerb 2020
Dokumentarfilm
USA
2020
61 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Zahlreiche Filme verarbeiten den Amerikanischen Bürgerkrieg, der von 1861 bis 1865 zwischen den nördlichen Vereinigten Staaten und den Konföderierten im Süden wütete. Ein General, der zur Kriegsikone und zum 18. Präsidenten der USA aufstieg, war Ulysses S. Grant. Regisseur Jim Finn rekonstruiert die Schlachten anhand von Brettspielen und dokumentiert eine gespaltene Nation voller aufbegehrender Parteien.
„Bloody Pond“, blutiger Teich, oder „The Flaming Forest“, der flammende Wald, nennt man Orte unterhalb der Mason-Dixon-Linie, in denen es binnen weniger Jahre zu grausamen und unübersichtlichen Zusammenstößen kam. Heute künden nur noch Friedhöfe, Gedenktafeln, Wachsmuseen und Obelisken von Episoden jenes Krieges, der für die heutige Gestalt der USA von entscheidender Bedeutung ist. Jim Finns 16mm-Aufnahmen sind eine kleinteilige Begehung verschiedener Stationen, die er mit makabren Anekdoten und pointierten Schilderungen unterlegt. Staatsmänner, Ideologen und Kriegsherren geistern hier in Wäldern, Ruinen und an Flussufern – wie die Lichteinfälle, die das Filmmaterial immer wieder aufleuchten lassen. Schönheit ist in diesen Bildern, auch in den rieselnden Synthiemelodien, auch in den Stop-Motion-Animationen komplizierter Brettspiele. Diese Schönheit hat wenig gemein mit dem düsteren Unterbau des Konflikts: tiefer Rassismus und unbeirrbarer Glaube an das Recht zur Sklavenhaltung.
Carolin Weidner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jim Finn
Buch
Jim Finn
Kamera
Jim Finn
Schnitt
Dean De Matteis, Jim Finn
Produktion
Cat Mazza
Ton
Alexander Panos, Jesse Stiles
Musik
Colleen Burke
Animation
Jim Finn
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Camera Lucida 2023

The Apocalyptic Is the Mother of All Christian Theology

Jim Finn
Obwohl von Antisemitismus und Faschismus vereinnahmt, war der Apostel Paulus historisch doch ein Revolutionär. Eine psychedelische Montage, ein wilder Ritt durch 2000 Jahre wüste Propaganda.
Filmstill The Apocalyptic Is the Mother of All Christian Theology
Filmstill The Apocalyptic Is the Mother of All Christian Theology

The Apocalyptic Is the Mother of All Christian Theology

The Apocalyptic Is the Mother of All Christian Theology
Jim Finn
Camera Lucida 2023
Dokumentarfilm
USA
2023
64 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Nach dem siegreichen Feldherrn des amerikanischen Bürgerkriegs Ulysses S. Grant hat sich Maverick Jim Finn diesmal den Apostel Paulus vorgenommen. Zwischen beiden liegen 18 Jahrhunderte, doch ist diesen historischen Über-Figuren manches gemein. Beide haben epochemachend gewirkt, mussten dafür ausgedehnte Expeditionen unternehmen, und beide haben allerhand Propaganda inspiriert, einschließlich zahlreicher Brettspiele, die auch Finns jüngstem Film ein visuelles Gerüst liefern. Vor allem bleiben beide bis heute umstritten, wobei Paulus’ Wirken, der dünnen Faktenlage geschuldet, Steilvorlagen zu noch weitaus krasseren Auslegungen gab und gibt. Einige der unerhörtesten zitiert der Film in einer eklektizistischen Montage von rotstichigen Sandalenfilmausschnitten, christlich-fundamentalistischen Talkshows, Cartoons, Kinderbüchern, Dioramen, Themenparks und Auftritten von Zauberern und verzückten Chören.

Der kuriose Titel bezieht sich auf eine Schrift des deutschen Theologen Ernst Käsemann, dessen Forschungen Paulus den Antisemiten entrissen, die sich seiner bemächtigt hatten, und ihn zurück in die Tradition jüdischer Mystik stellten. Darum bemüht sich auch Jim Finns Film, der in einem wilden Ritt durch die Geschichte zweitausend Jahre Vereinnahmung und Propaganda genüsslich seziert.
Christoph Terhechte

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jim Finn
Buch
Jim Finn
Kamera
Jim Finn
Schnitt
Dean De Matteis, Jim Finn
Produktion
Jim Finn
Co-Produktion
Cat Mazza
Sound Design
Alexander Panos, Jesse Stiles
Musik
Colleen Burke
Animation
Matt Loudon
Filmvertrieb
Tom Colley
Filmstill The Artist in the Machine

The Artist in the Machine

The Artist in the Machine
Claudia Larcher
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2022
Animationsfilm
Österreich
2022
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Als ihren „Artificial Assistant“ bezeichnet Claudia Larcher die KI, die ihre analoge Collageserie „Baumeister“ digital analysierte und daraus diesen Film generierte. Ob Urheber oder dienstbarer Geist – die Maschine lässt Architekturskizzen biomorph wabern und belebt (d.h. animiert) starre Formen. Die japanischen Metabolisten, die die fließende Erneuerung ihrer Bauten, das organische Wachsen, Verformen und Vergehen von Architektur forderten, hätten an „The Artist in the Machine“ Gefallen gefunden.
Christoph Terhechte

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Claudia Larcher
Kamera
Claudia Larcher
Schnitt
Claudia Larcher
Produktion
Claudia Larcher
Ton
Claudia Larcher
Animation
Artificial Assistant No. 2
Filmvertrieb
Gerald Weber
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Extended Reality 2023

The Assembly

Charlotte Bruneau
In diesem Reich der Klänge regiert die Vielstimmigkeit: Durch gemeinsames Singen und synchronisierte Bewegungen erschaffen die Teilnehmenden eine authentische gemeinschaftliche Erfahrung.
2023
Filmstill The Assembly
Filmstill The Assembly

The Assembly

The Assembly
Charlotte Bruneau
Extended Reality 2023
XR
Luxemburg
2023
18 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Willkommen im Reich der Klänge! Was uns voneinander trennt – die Sprache, die individualisierten Lebenswelten –, kann überwunden werden. Denn hier regiert die Vielstimmigkeit. In dieser Multiplayer-Installation kommen die Teilnehmenden durch gemeinsames Singen und synchronisierte Bewegungen zusammen und erschaffen mit vereinter Stimmkraft eine authentische gemeinschaftliche Erfahrung.
Lars Rummel

Credits DOK Leipzig Logo

Konzept
Charlotte Bruneau, Catherine Elsen
Produktion
Christel Henon, Lilian Eche, Charlotte Bruneau, Catherine Elsen
Co-Produktion
CCRD Opderschmelz
Produktionsfirma
Bidibul Productions, Pitchblack Collective
VR Entwicklung
Gluk Media
3D-Künstler*in
Wesley Allsbrook
Ton
Matrix
Sound Design
Pouya Ehsaei
Buch
Charlotte Bruneau, Rokas Kišonas, Catherine Elsen
Musik
Pouya Ehsaei
Performer
Catherine Elsen
Regie
Charlotte Bruneau