Filmarchiv

Hommage: Lee Anne Schmitt 2025

Bowers Cave

Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Dieser vielgestaltige Kurzfilm erkundet Vergangenheit und Gegenwart der Bowers Cave in Kalifornien, in denen 1886 eine große Sammlung religiöser Artefakte des Chumash-Volkes gefunden wurde.
Filmstill Bowers Cave
Filmstill Bowers Cave

Bowers Cave

Bowers Cave
Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025
Dokumentarfilm
USA
2009
13 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
1885 entdeckten zwei Jungen in einer Höhle in den kalifornischen San-Martin-Bergen eine große Sammlung religiöser Artefakte des Volkes der Chumash. Die später „Bowers Cave“ genannte Höhle befindet sich heute auf einer Mülldeponie. Lee Lynch und Lee Anne Schmitts eleganter und vielgestaltiger Kurzfilm verknüpft eine Fülle verschiedener Texte und Bilder, um die vielen Schichten dieser allzu amerikanischen Geschichte freizulegen und ihre weitreichenden Implikationen zum Klingen zu bringen: Fotos von Museumsexponaten, die im Voiceover mit ihren Chumash-Namen bezeichnet werden, historische Zitate, die sich über Ansichten moderner Industriearbeit bewegen, Indigene Figuren als bunte Plastikspielzeuge, der Schlund der Höhle und die Zeichen an ihren Wänden.
James Lattimer

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Regie
Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Kamera
Lee Anne Schmitt
Schnitt
Lee Anne Schmitt
Produktion
Lee Anne Schmitt
Sprecher*in
Thom Andersen
Retrospektive: Un-American Activities 2025

Break & Enter a.k.a. Squatters (Newsreel #62)

Newsreel
Selbstorganisierte solidarische Gemeinschaften: Die New Yorker Bewegung der Hausbesetzer*innen wehrt sich gegen die Verdrängung ärmerer Bevölkerungsschichten aus den lukrativen Arealen Manhattans.
Filmstill Break & Enter a.k.a. Squatters (Newsreel #62)
Filmstill Break & Enter a.k.a. Squatters (Newsreel #62)

Break & Enter a.k.a. Squatters (Newsreel #62)

Break & Enter a.k.a. Squatters (Newsreel #62)
Newsreel
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1971
41 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
„Warum sollte ich wegziehen? Ich bin hier geboren.“ Während man in Vietnam einen sinnlosen Krieg führe und millionenschwere Raketen auf den Mond schieße, stünden in New York nicht genügend menschenwürdige Wohnungen zur Verfügung – schlimmer noch, die armen Leute würden mit Gewalt aus ihren Häusern vertrieben. So eine wütende Protagonistin dieses aktivistischen Films, der die New Yorker Bewegung von Hausbesetzer*innen, die „Squatters“, vorstellt. Vor allem Latin Americans sollen die für den Wohnungsmarkt lukrativen Areale von Manhattan verlassen, doch das lassen sich die Demonstrierenden nicht gefallen. „Break & Enter“ ist ein spontaneistisches und ermutigendes Filmdokument über selbstorganisierte solidarische Gemeinschaften.
Tobias Hering, Tilman Schumacher

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Regie
Newsreel
Produktion
Newsreel
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025

Bücher sind Brot, dessen der Mensch bedarf [Ausschnitt]

Peter Rocha
Moderne Töne, Bildkompositionen und Schnittführung zeigen das Spektrum der IBA 1982, kombiniert mit farbigen und schwarz-weißen Aufnahmen des Ausstellungsortes Leipzig.
Filmstill Bücher sind Brot, dessen der Mensch bedarf [Ausschnitt]
Filmstill Bücher sind Brot, dessen der Mensch bedarf [Ausschnitt]

Bücher sind Brot, dessen der Mensch bedarf [Ausschnitt]

Bücher sind Brot, dessen der Mensch bedarf [Ausschnitt]
Peter Rocha
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Dokumentarfilm
DDR
1982
6 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Ein Zitat des Literaten Johannes R. Becher, erster Kulturminister der DDR, gibt diesem Film über die Internationale Buchkunst-Ausstellung 1982 den Titel. Einfühlsam komponierte Bilder betten die IBA ins Leipziger Menschengewimmel ein. Alte und neue Aufnahmen der Stadt, in Schwarz-Weiß und in Farbe, führen zu stimmungsvollen Klaviertönen in einige der 82 Länderkojen des buchkünstlerischen Kräftemessens.
Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
Peter Rocha
Buch
Christa Müller
Kamera
Detlef Tetzke
Schnitt
Viktoria Dietrich
Produktion
DEFA-Studio für Dokumentarfilme Gruppe "Effekt"
Ton
Klaus Schieber, Andreas Walter
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025

Buchhaus Leipzig: Buchclub 65

unknown
Wer nicht nur ab und zu ein Buch bestellt, sondern sogar dem „Buchclub 65“ beitritt, wird mit Clubzeitschrift und Hauptvorschlagsband belohnt. Kundenbindung im analogen Zeitalter.
1969
Filmstill Buchhaus Leipzig: Buchclub 65
Filmstill Buchhaus Leipzig: Buchclub 65

Buchhaus Leipzig: Buchclub 65

Buchhaus Leipzig: Buchclub 65
unknown
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Animationsfilm
DDR
1969
1 Minute
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Dieser animierte Film bewirbt die Vorteile der 1965 gegründeten Buchgemeinschaft „Buchclub 65“. Eine Mitgliedschaft in der bis 1990 bestehenden Vereinigung berechtigte zum regelmäßigen Kauf von Büchern zu ermäßigten Preisen. Die flächendeckende Versorgung der DDR-Bevölkerung mit Lesestoff wird betont, die Klubzeitschrift vorgestellt. Und einmal jährlich gibt es ein Geschenk: den Hauptvorschlagsband.
Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
unknown
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025

Buchhaus Leipzig: Lesestoff für alle!

unknown
Einmal mehr wird durch diese Kurzreportage gezeigt, dass die DDR das „Land der Bücher“ ist. Dargestellt werden die Abläufe von der Bestellung bis zum Versand im Buchhaus Leipzig.
Filmstill Buchhaus Leipzig: Lesestoff für alle!
Filmstill Buchhaus Leipzig: Lesestoff für alle!

Buchhaus Leipzig: Lesestoff für alle!

Buchhaus Leipzig: Lesestoff für alle!
unknown
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Dokumentarfilm
DDR
1969
2 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Das Selbstverständnis der DDR als Land der Bücher wird, vorgetragen im Stil der Reportage, mit Zahlen und Vergleichen belegt. Das Buchhaus Leipzig, institutioneller Betreiber des zentralen Versandbuchhandels, versorgt die Republik mit einem vielfältigen Buchangebot und könne dabei mit guter Organisation punkten. Ein Einblick in die Vertriebslogistik, lange vor der Erfindung des Internethandels.
Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
unknown
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025

Buchhaus Leipzig: Versandbuchhandel

unknown
Laut diesem schwarz-weißen Spot werden junge Menschen auf dem Land durch das Buchhaus Leipzig schnell und zu jeder Zeit mit den aktuellsten Büchern jeglicher Art beliefert. Garantiert!
0
Filmstill Buchhaus Leipzig: Versandbuchhandel
Filmstill Buchhaus Leipzig: Versandbuchhandel

Buchhaus Leipzig: Versandbuchhandel

Buchhaus Leipzig: Versandbuchhandel
unknown
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Spielfilm
DDR
0
1 Minute
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Zu schnellen Schnitten und poppiger Musik vermittelt ein junger DDR-Bürger, dass man auch auf dem Land problemlos in den Genuss neuester Literatur kommen kann. Der Versand erfolgt einfach und schnell, in den umfangreichen Katalogen des Buchhaus Leipzig ist alles zu finden! Man muss nur eine Postkarte senden … Der Spot ist einer von sieben Filmen im Bestand „Buchhaus Leipzig“ im Staatsarchiv Leipzig.
Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
unknown
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025

California Company Town

Lee Anne Schmitt
Eine faszinierende Tour durch Kaliforniens frühere Firmenstädte: einst als Unterbringung für diejenigen gebaut, die in den wichtigsten Industrien des Staates arbeiteten, später verwahrlost. 
Filmstill California Company Town
Filmstill California Company Town

California Company Town

California Company Town
Lee Anne Schmitt
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025
Dokumentarfilm
USA
2008
75 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Lee Anne Schmitts erster abendfüllender Filmessay tourt durch Kaliforniens frühere Arbeitersiedlungen, die einst als Unterbringung für die Werktätigen der wichtigsten Industrien des Staates aus dem Boden schossen und mit Beginn der Globalisierung der Verwahrlosung oder dem Vergessen anheimfielen. Geisterhafte Aufnahmen verfallender Häuser und baufälliger Anlagen reiben sich an Panoramen voller üppiger Natur und offenen Horizonten, genau wie sich Geschichten von Vorurteil und Ausbeutung mit enttäuschten Zukunftsträumen mischen. Schmitt ergänzt ihre atemberaubenden 16mm-Aufnahmen mit Archivmaterial, historischen Fotos und zeitgenössischen Radioschnipseln und durchkämmt diese hybride Landschaft wie eine Strandgutsammlerin noch nach den letzten ideologischen Spuren – keine Geschichte, kein Detail ist zu klein zum Ausgraben.
James Lattimer

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Regie
Lee Anne Schmitt
Kamera
Lee Anne Schmitt
Schnitt
Lee Anne Schmitt
Produktion
Lee Anne Schmitt
Sound Design
Ryan Phillippe
Hommage: Punto y Raya 2025

Catgot

Tsz Wing Ho
Vielgestaltige Formen in dynamischer Bewegung visualisieren den Rhythmus eines beschwingten Musikstücks. Sie springen, einem freundlichen Feuerwerk gleich, aus texturiert-schwarzem Hintergrund. 
Filmstill Catgot
Filmstill Catgot

Catgot

Catgot
Tsz Wing Ho
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Hongkong
2019
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Es würde nicht überraschen, wenn dieser mehrfach preisgekrönte, international vielfach aufgeführte und überaus charmante Film in einem Lexikon unter dem Eintrag „farbenfroh“ zu finden wäre. Vielgestaltige Formen in dynamischer Bewegung visualisieren den Rhythmus eines beschwingten Musikstücks. Sie springen wie ein Feuerwerk aus dem texturierten Schwarz des Hintergrunds und beleben die Leinwand.
Franka Sachse

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Regie
Tsz Wing Ho
Hommage: Punto y Raya 2025

Chrysopoeia

Susi Sie, Nikolai von Sallwitz
Eine ölige Flüssigkeit kriecht über das Bild. Durch wabernde Fenster in der schwarzen Masse wird der Blick auf darunterliegende Ebenen gelenkt. Alles ist in Bewegung.
Filmstill Chrysopoeia
Filmstill Chrysopoeia

Chrysopoeia

Chrysopoeia
Susi Sie, Nikolai von Sallwitz
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Deutschland
2017
2 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine ölige Flüssigkeit kriecht über das Bild. Durch wabernde Fenster in der schwarzen Masse wird der Blick auf darunterliegende Ebenen gelenkt. Alles ist in Bewegung. Hypnotische Musik verstärkt die die Viskosität des Weichkörpers. Man meint, einer „Liquid Light Show“ der 1960er Jahre beizuwohnen. Doch dies sind düstere Wiedergänger der psychedelischen Hippie-Visuals. Sie versetzen einen in dunkle Trance.
Franka Sachse

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Regie
Susi Sie, Nikolai von Sallwitz
Filmstill Clot

Clot

Klonter
Levi Stoops
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Belgien
2025
15 Minuten
Niederländisch
Untertitel: 
Englisch
Seinen nackten Körper, in Tomatensoße ertränkt, auf einer Tiefkühlpizza betrachten - das ist der Inbegriff entfremdeter Lohnarbeit. Vor allem, wenn es sich dabei um jenes Massenprodukt handelt, dessen Qualität man tagtäglich hundertfach am Fließband kontrollieren muss. Ist es diese Entfremdung, der mehrfache tägliche Konsum ebendieser Mahlzeit oder schlicht die Abwesenheit bedeutender menschlicher Beziehungen, die dazu führen, dass Frankie sich todkrank fühlt und bereit ist, sich von seinem als wertlos und leer empfundenen Dasein zu verabschieden? Es kümmert niemanden, bis sein Körper sich in einen wilden Planeten verwandelt, auf dem die Evolution im Schnelldurchlauf stattfindet: Entstehung des Lebens, Miniatur Frankies mit absurden Penis-Tänzen, Kannibalismus, Darwinismus, gegenseitige Vernichtung, Ausrottung anderer Spezies – und schließlich das Verglühen des Frankie-Planeten selbst.
Levi Stoops lässt uns laut auflachen – und doch verspüren wir den bitteren Geschmack der Selbstzerstörung auf der Zunge. Wird Frankie nach dieser apokalyptischen Erfahrung eine Lebenswende wagen? Oder hält ihn das System so fest in den Klauen, dass heilsame Naturdokus mit exotischen Blumen schon Trost genug sind – anstelle von Kochshows, in denen Steinofenpizzen schwungvoll in die Luft geworfen werden?
Irina Rubina

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Regie
Levi Stoops
Buch
Levi Stoops
Schnitt
Levi Stoops
Produktion
Annemie Degryse
Ton
Paulo Rietjens
Sound Design
Paulo Rietjens
Musik
Wiet Lengeler
Animation
Camiel Hermans, Sarah Menheere, Karolien Raeymaekers, Neyrouz Jemour, Jana Leeuwerck
Filmvertrieb
Annabel Sebag
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis, Gedanken-Aufschluss-Preis
Ausgezeichnet mit: Gedanken-Aufschluss-Preis
Publikumswettbewerb 2025

Coexistence, My Ass!

Amber Fares
Noam Shuster-Eliassi wuchs in einem jüdisch-arabischen Friedensprojekt in Israel auf, arbeitete für die UN und macht Stand-Up-Comedy zum Nahostkonflikt auf Englisch, Hebräisch und Arabisch.  
Filmstill Coexistence, My Ass!
Filmstill Coexistence, My Ass!

Coexistence, My Ass!

Coexistence, My Ass!
Amber Fares
Publikumswettbewerb 2025
Dokumentarfilm
USA,
Frankreich
2025
93 Minuten
Englisch,
Hebräisch,
Arabisch
Untertitel: 
Englisch
Im Namen ihres Dorfes ist eine Utopie formuliert, die Noam Shuster Eliassi von Kindheit an geprägt hat: Newe Shalom (hebräisch) oder Wahat al-Salām (arabisch) bedeutet in etwa „Oase des Friedens“. Die kleine Community von etwa 300 Menschen aus jüdischen und arabischen Familien wurde 1969 gegründet, liegt in Israel an der Grenze zum Westjordanland und erprobt gelebte Solidarität. So werden die Jüdin Noam und ihre palästinensische Freundin Ranin schon als Kinder zu Botschafterinnen der Verständigung, etwa wenn Hillary Clinton oder Jane Fonda zu Besuch kommen. Eine Karriere bei den Vereinten Nationen scheint vorgezeichnet.
In ihrer Comedyshow „Coexistence, My Ass!“, die Regisseurin Amber Fares als Leitmotiv nutzt, schlägt Shuster Eliassi hingegen schärfere Töne an. Mit ihrem beruflichen Wechsel von der Diplomatie zur politischen Komik – je nach Publikum auf Englisch, Hebräisch oder Arabisch – zeigt der Film sie als Kritikerin der Netanjahu-Regierung, vor und nach dem Terroranschlag der Hamas vom 7. Oktober 2023. So spiegelt sich an ihrem Beispiel auch die Zerrissenheit in Teilen der israelischen Linken: Auf den tiefen Schmerz, selbst geliebte Menschen verloren zu haben, folgt bei Shuster Eliassi die Wut über den Gaza-Krieg. Was kann, was darf Humor in dieser Lage? Vielleicht dazu beitragen, über das Leid zweier Völker trauern zu können und die Utopie des Friedens, trotz allem, nicht aufzugeben.
Jan-Philipp Kohlmann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Amber Fares
Kamera
Amber Fares, Philippe Bellaiche, Amit Chachamov
Schnitt
Rabab Haj Yahya
Produktion
Amber Fares, Rachel Leah Jones, Valérie Montmartin
Ton
Rachel Leah Jones, Ibrahim Zaher, Sharon Luzon
Filmvertrieb
Stephanie Fuchs
Nominiert für: Filmpreis Leipziger Ring
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025

Cry Love

Lee Anne Schmitt
In der Pandemie entstanden, beruht Schmitts neuester Kurzfilm auf dem Gegensatz zwischen der Ruhe der Natur und einem Gefühl unterschwelligen Schreckens angesichts des Zustands der Welt.
Filmstill Cry Love
Filmstill Cry Love

Cry Love

Cry Love
Lee Anne Schmitt
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025
Dokumentarfilm
USA
2020
12 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Zu Beginn der Pandemie entstanden, stellt Lee Anne Schmitts neuester Kurzfilm die Ruhe der Natur dem Gefühl unterschwelligen Schreckens angesichts des Zustands der Welt gegenüber, auch wenn erstere wohl kaum immun gegen letzteres ist. Die üppigen Blätter, schlanken Stiele und Blüten in allen Formen und Farben, die wir durch runde und rechteckige Rahmen sehen, scheinen in vollkommener Harmonie mit dem sanften Klang des Windspiels zu sein, bis Schmitts Stimme die Ruhe bricht und von dem Entschluss erzählt, das Auto vollzupacken und wegzufahren. Die immer wiederkehrende Aufnahme eines Waldes mit langsam in der Lücke zwischen den Bäumen aufsteigenden Wolken. Nebel oder Rauch? „Nichts ist da, wo es sein soll.“
James Lattimer

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lee Anne Schmitt
Kamera
Lee Anne Schmitt
Schnitt
Lee Anne Schmitt
Produktion
Lee Anne Schmitt
Filmstill Cutting Through Rocks

Cutting Through Rocks

Uzak yollar
Sara Khaki, Mohammadreza Eyni
Publikumswettbewerb 2025
Dokumentarfilm
USA,
Iran,
Deutschland,
Niederlande,
Katar,
Chile,
Kanada
2025
94 Minuten
Aserbaidschanisch,
Farsi
Untertitel: 
Englisch
Die Proteste mit dem Slogan „Frau, Leben, Freiheit“ in Teheran und anderen Großstädten scheinen weit weg von dem Ort, an dem Sara lebt. Doch die Protagonistin dieses Films setzt sich in ihrer ländlichen Gemeinde im Nordwesten des Iran ganz alltagspraktisch für die gleichen feministischen Werte ein. Immer wieder werden wir in Bildern darauf zurückgeführt, dass ihr Vater sie einst – zum Unmut des Dorfes – das Motorradfahren lehrte. Ein kleiner Gefallen mit großer Wirkung: Für Sara ebnete er einen Weg jenseits der patriarchalen Ehe. Mobil auf zwei Rädern arbeitete sie als Hebamme und brachte zahlreiche Mädchen zur Welt, für die sie sich jetzt erneut stark machen will: Zu Beginn des Films und in der Mitte ihres Lebens entschließt sich Sara, als erste Frau in der Geschichte ihrer Kommune für den Gemeinderat zu kandidieren. Ein Schritt, der ihr einerseits begeisterte Unterstützung einbringt; andererseits muss sie offene Feindseligkeiten und eine Anhörung bei den Sittenwächtern der Islamischen Republik über sich ergehen lassen. Sara Khaki und Mohammadreza Eyni fangen in „Cutting Through Rocks“ diese Machtstrukturen und ihre individuelle Wirkung ebenso präzise ein wie Gesten der Solidarität und Selbstbestimmung.
Jan-Philipp Kohlmann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Sara Khaki, Mohammadreza Eyni
Buch
Sara Khaki, Mohammadreza Eyni
Kamera
Mohammadreza Eyni
Schnitt
Sara Khaki, Mohammadreza Eyni
Produktion
Sara Khaki, Mohammadreza Eyni
Ton
Karim Sebastian Elias
Sound Design
Miguel Hormazabal
Filmvertrieb
Stephanie Fuchs
Deutscher Filmverleih
Stephanie Fuchs
Nominiert für: Filmpreis Leipziger Ring
Ausgezeichnet mit: Goldene Taube (Publikumswettbewerb)
Animation Night 2025

Cycles

Stephen Beck, Jordan Belson
Das Zusammenspiel zweier Künstler und ihrer Ausdrucksmittel: Zelluloidfilm und synthetisiertes Video. Ein psychedelischer, meditativer Zyklus von Transformationen in der Schwerelosigkeit des Lichts.
Filmstill Cycles
Filmstill Cycles

Cycles

Cycles
Stephen Beck, Jordan Belson
Animation Night 2025
Animationsfilm
USA
1974
11 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine Verbindung zweier Künstler und ihrer jeweiligen Medien: Zelluloidfilm und elektronisches Video. Stephen Beck, der seinen eigenen Videosynthesizer erfunden hatte, und der doppelt so alte Jordan Belson, ein berühmter abstrakter Filmemacher und Animationskünstler, arbeiteten zwei Jahre lang gemeinsam an dieser Reise durch Gedanken-, Mystik- und Formsphären. Zutiefst psychedelisch und doch so schwerelos wie Licht.
Ben Sassen

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Regie
Stephen Beck, Jordan Belson
Filmstill Death Does Not Exist

Death Does Not Exist

La mort n’existe pas
Félix Dufour-Laperrière
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Kanada,
Frankreich
2025
72 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch
Als Marc seiner Freundin Hélène gesteht, dass er sie liebt, antwortet sie nur: „Später!“ Der Zeitpunkt für sein Geständnis könnte ungünstiger nicht sein, hinter Hélènes Erwiderung steckt eine viel größere Dimension. Die beiden gehören zu einer Gruppe von Aktivist*innen, die im Wald gerade ihre Smartphones verbrannt und sich den letzten wichtigen Fragen gestellt haben. Fragen nach Angst, Macht, Mut, Loyalität und nach Zweifeln. Im Anschluss überfallen sie – stellvertretend für die Schuldigen am Dilemma dieser Welt, wie sie meinen – ein reiches und einflussreiches Rentnerpaar in dessen Nobelanwesen. Die bewaffnete Attacke endet in einem Blutbad. Hélène aber wird mitten im Schusswechsel von einer seltsamen Erstarrung heimgesucht und gerät bald danach in den surrealistischen Strudel einer fatalen zweiten Chance.
Der kanadische Regisseur und Drehbuchautor Félix Dufour-Laperrière sagt, er schreibe „mit Farben im Kopf, Metamorphosen, traumhaften Sequenzen und mentalen Bildern, die sich auf der Leinwand materialisieren“. Aus handgezeichneten Vorlagen entstand eine vor allem symbolwuchtige 2D-Animation fließender Figuren und Silhouetten, die sich weder offensiv formulierten Botschaften noch der überbordenden Magie des Formats verweigert.
Andreas Körner

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Regie
Félix Dufour-Laperrière
Produktion
Nicolas Dufour-Laperrière
Animation
Félix Dufour-Laperrière
Hommage: Punto y Raya 2025

Desire on the Surface of the Skin

Sunny Stanila
Bilder, deren papierne Materialität an die Oberfläche von Haut erinnern, erzählen durch aufblitzende Farbakzente und einen elektrisierenden Sound von der Sensation der Berührung.
Filmstill Desire on the Surface of the Skin
Filmstill Desire on the Surface of the Skin

Desire on the Surface of the Skin

Desire on the Surface of the Skin
Sunny Stanila
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Kanada
2019
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Die Bilder, deren feinziselierte Materialität an die Oberfläche der menschlichen Haut erinnert, untersuchen die Erfahrung des physischen Kontakts. Dunkle Tinte befleckt den papierenen Untergrund und stört dessen klares Weiß. Aufblitzende Farbakzente und elektrisierender Sound machen die Sensation der Berührung spürbar. Die extreme Vergrößerung schafft eine intime Beziehung zu Pigment und Textur.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Sunny Stanila