Filmarchiv

Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025

Deutsche Demokratische Republik – Ein Land der Bücher [Ausschnitt]

Lotte Thiel
Zur Buchkunst-Ausstellung 1971 wurde dieser mit Zahlen und Fakten belegte Film aufgenommen, um den Stellenwert des Lesens in der DDR mit Büchern, Leser*innen und Bildern darzustellen.
Filmstill Deutsche Demokratische Republik – Ein Land der Bücher [Ausschnitt]
Filmstill Deutsche Demokratische Republik – Ein Land der Bücher [Ausschnitt]

Deutsche Demokratische Republik – Ein Land der Bücher [Ausschnitt]

Deutsche Demokratische Republik – Ein Land der Bücher [Ausschnitt]
Lotte Thiel
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Dokumentarfilm
DDR
1971
6 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Der bekannte Illustrator Werner Klemke vermittelt den jüngsten unter den Bücherwürmern anhand seiner Zeichnungen den Wert des Lesens. Ausgehend hiervon zeigt Lotte Thiel die DDR als Land der Bücher, dessen Hauptstadt Leipzig ist. Zahlen und Bilder der Internationalen Buchkunst-Ausstellung 1971 untermalen die Bedeutung, die man dem Buch als Werkzeug zur Formung der „sozialistischen Persönlichkeit“ beimaß.
Thekla Kluttig, Meike Weimann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lotte Thiel
Buch
Fritz Gebhardt
Kamera
Willi Kieker
Schnitt
Waltraud Hartmann
Produktion
Karl-Friedrich Karnatz, DEFA-Studio für Kurzfilme
Musik
Peter Gotthardt
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025

Die Schönsten der Welt – Bücher von heute: Internationale Buchkunst-Ausstellung Leipzig 1971 [Ausschnitt]

Lotte Thiel
Das Making-of der IBA 1971. Von der Idee über den Messebau bis zur Eröffnung und der Preisverleihung. Lotte Thiel, eine der wenigen Regisseurinnen ihrer Zeit, fängt alles für die DEFA ein.
Filmstill Die Schönsten der Welt – Bücher von heute: Internationale Buchkunst-Austellung Leipzig 1971 [Ausschnitt]
Filmstill Die Schönsten der Welt – Bücher von heute: Internationale Buchkunst-Austellung Leipzig 1971 [Ausschnitt]

Die Schönsten der Welt – Bücher von heute: Internationale Buchkunst-Ausstellung Leipzig 1971 [Ausschnitt]

Die Schönsten der Welt – Bücher von heute: Internationale Buchkunst-Ausstellung Leipzig 1971 [Ausschnitt]
Lotte Thiel
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Dokumentarfilm
DDR
1971
5 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Im Auftrag des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler begleitet Lotte Thiel, auf Bild- und Tonspur prominent unterstützt, die Vorbereitungen für die Internationale Buchkunst-Ausstellung 1971. Die Tradition der Leistungsschau vom Vorläufer BUGRA 1914 über die erste IBA 1927 bis zu den alle fünf bis sechs Jahre stattfindenden Folgeveranstaltungen ab 1959 wird aufgerufen, prämierte Illustrationen sind en détail zu betrachten.
Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
Lotte Thiel
Buch
Kurt Eifert
Kamera
Hans Borrmann
Schnitt
Waltraud Hartmann
Produktion
DEFA-Studio für Kurzfilme
Musik
Jean Kurt Forest
Künstlerisches Design
Albert Kapr
Sprecher*in
Gerry Wolff
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025

Fa. Gutberlet & Co. [Ausschnitt]

unknown
Die Firma und Details ihrer Maschinen werden vorgestellt. Ein Zusammenschnitt zweier Quellen zum Titel: einmal Fragmente mit Viragen, einmal ein gut erhaltenes, rein schwarz-weißes Material.
Filmstill Fa. Gutberlet & Co. [Ausschnitt]
Filmstill Fa. Gutberlet & Co. [Ausschnitt]

Fa. Gutberlet & Co. [Ausschnitt]

Fa. Gutberlet & Co. [Ausschnitt]
unknown
Matinee Sächsisches Staatsarchiv 2025
Dokumentarfilm
Deutschland
1930
6 Minuten
deutsche Titel
Untertitel: 
Keine
Ein besonderer Fund war ein viragiertes Nitro-Fragment des Werkfilms „A. Gutberlet & Co., Leipzig-Mölkau, Spezialfabrik für Falzmaschinen und Faden-Buchheftmaschinen, gegründet 1901“. 2024 konnte er in seiner originalen Farbigkeit analog restauriert und schließlich digitalisiert werden. Kombiniert mit dem Dup-Negativ einer weiteren Fassung gewährt er Einblicke in die Firmenhallen und die Arbeit an den Maschinen.
Thekla Kluttig, Meike Weimann

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Regie
unknown
Produktionsfirma
Industrie-Film Berlin
Filmstill The Birds Are Silent

The Birds Are Silent

Movchat’ ptakhy
Leo Dzhyshyashvili
Panorama: Mittel- und Osteuropa 2025
Dokumentarfilm
Ukraine,
Deutschland
2025
8 Minuten
Ukrainisch,
Russisch
Untertitel: 
Englisch
Am Abend des 9. Februar 2022 sitzen vier junge Männer in Kyjiw um einen Tisch. Die Freunde besprechen die Lage: 120.000 russische Militärs befinden sich vor der ukrainischen Grenze. Was wird geschehen? Regisseur und Kameramann Leo Dzhyshyashvili fängt in „The Birds Are Silent“ einen gleichermaßen privaten wie historischen Moment ein. Bezeichnend dabei ist die Klarsicht, mit der Andriy, Olexandr, Ivan und Sasha die Konsequenzen des bevorstehenden Angriffs einschätzen: Potenzielle Entscheidungen ob der eigenen Zukunft vermischen sich mit Sorgen um Angehörige sowie der Fassungslosigkeit, in eine Situation geworfen zu sein, die sowohl Hilflosigkeit als auch Ekel auslöst. Aber eine kleine Hoffnung ist noch zu vernehmen – möglicherweise sind die ausgemalten Horrorszenarien nichts weiter als Energieverschwendung? Schnitt. Aus den Diskutierenden sind teils Soldaten geworden; einer hat sich mit einer schmalen Matratze und einer Mahlzeit im Bad verschanzt. Binnen acht Minuten hat Dzhyshyashvili ein Davor und ein Danach zusammengezurrt, das schaudern macht.
Carolin Weidner

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Regie
Leo Dzhyshyashvili
Kamera
Leo Dzhyshyashvili, Ivan Baliuk, Dmytro Makarov
Schnitt
Leo Dzhyshyashvili, Daria Penkova
Produktion
Luisa Nöllke
Animation Perspectives 2025

The Burden

Niki Lindroth von Bahr
Was passiert in jemandem, der auf Dauer in der zerstörerischen Einsamkeit gefangen ist? Das bittersüße Musical zieht uns in die maskierte Nervosität der modernen Gesellschaft hinein.
Filmstill The Burden
Filmstill The Burden

The Burden

Min börda
Niki Lindroth von Bahr
Animation Perspectives 2025
Animationsfilm
Schweden
2017
14 Minuten
Schwedisch
Untertitel: 
Englisch
Was passiert in jemandem, der auf Dauer in der zerstörerischen Einsamkeit des ständigen Selbstvergleichs gefangen ist? Wie geht es jemandem, der anderen neoliberale Träume vorgaukelt, nur um die eigenen nicht endgültig aufgeben zu müssen? Das bittersüße, freudig angespannte Musical von Niki Lindroth von Bahr zieht uns mit Humor, Gesang und Tanz in die maskierte Nervosität der modernen Gesellschaft hinein.
Irina Rubina

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Regie
Niki Lindroth von Bahr
Buch
Niki Lindroth von Bahr
Produktion
Kalle Wettre
Musik
Hans Appelqvist
Retrospektive: Un-American Activities 2025

The Chicago Maternity Center Story

Jerry Blumenthal, Suzanne Davenport, Sharon Karp, Gordon Quinn, Jenny Rohrer
Das Chicago Maternity Center, das vor allem Schwarzen Frauen eine sichere und erschwingliche Hausgeburt ermöglichte, ist von der Schließung bedroht. Dagegen regt sich Widerstand.
Filmstill The Chicago Maternity Center Story
Filmstill The Chicago Maternity Center Story

The Chicago Maternity Center Story

The Chicago Maternity Center Story
Jerry Blumenthal, Suzanne Davenport, Sharon Karp, Gordon Quinn, Jenny Rohrer
Retrospektive: Un-American Activities 2025
Dokumentarfilm
USA
1976
60 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch
Das in einem einkommensschwachen Chicagoer Stadtviertel gelegene Maternity Center ist 1974 akut von der Schließung durch ausbleibende finanzielle Mittel des Trägers, der North Western University, bedroht. In der mehrheitlich Schwarzen Community regt sich Widerstand, handelt es sich doch um eine Institution mit 75-jähriger Geschichte, die zahllosen Frauen eine sichere und erschwingliche Hausgeburt ermöglichte. „The Chicago Maternity Center Story” nimmt diesen zivilgesellschaftlichen Protest zum Ausgangspunkt, um die Geschichte der in den USA grassierenden Kommerzialisierung von medizinischer Versorgung samt ihren sexistischen und rassistischen Konnotationen zu erzählen. Ein Film, der das Thema mal behutsam, mal mit der Verve der Agitprop anpackt.
Tobias Hering, Tilman Schumacher

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Regie
Jerry Blumenthal, Suzanne Davenport, Sharon Karp, Gordon Quinn, Jenny Rohrer
Produktion
Kartemquin Films
Hommage: Punto y Raya 2025

The Dancing Line

Shelley Dodson, David Rose
Diese Linie lässt unser Herz schneller schlagen - mit ihrer Flexibilität und ihrem exzentrischen Timing. Sie zeigt uns ihre dynamischen Kurven bei einem klassischen Burlesque.
Filmstill The Dancing Line
Filmstill The Dancing Line

The Dancing Line

The Dancing Line
Shelley Dodson, David Rose
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
USA
2016
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Kann ein geometrisches Gebilde verführerisch sein? Die Antwort dieses reduzierten und doch so charmanten Films ist eindeutig: Ja! Mit ihren dynamischen Kurven bezirzt uns eine simple, weiße Linie auf schwarzem Grund. Wir staunen mit offenem Mund über ihre Gelenkigkeit und ihr exzellentes Timing. Diese Linie ist ein neckischer Star, der jeder Burlesque-Show zur Ehre gereichen würde.
Franka Sachse

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Regie
Shelley Dodson, David Rose
DOK Neuland 2025

The Dollhouse

Charlotte Bruneau, Dominic Desjardins
Die 9-jährige Juniper navigiert durch vielschichtige Erinnerungen: In einer Papierwelt entfalten sich ungerechte Machtverhältnisse im Umgang mit einer Bediensteten der Familie.
Filmstill The Dollhouse
Filmstill The Dollhouse

The Dollhouse

La maison de poupée
Charlotte Bruneau, Dominic Desjardins
DOK Neuland 2025
XR
Kanada,
Luxemburg
2025
23 Minuten
Französisch,
Englisch
Untertitel: 
Keine
Tauchen wir ein in die Welt der 9-jährigen Juniper, in ihre komplizierten und beschämenden Erinnerungen an Magnolia, die als Haushaltshilfe in die Familie kam. Animation und Ton sind so zart wie trügerisch. „The Dollhouse“ entlarvt das Zuhause als Werkstatt, in der ungerechte Machtdynamiken ausgeformt werden. Die Geschichte entfaltet sich in alle Richtungen und bietet manchmal Möglichkeiten zur Interaktion.
Dana Melaver

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Regie
Charlotte Bruneau, Dominic Desjardins
Produktion
Rayne Zukerman, Hélène Walland
Produktionsfirma
Wild Fang Films
Hommage: Punto y Raya 2025

The Faults

Gao Yang
Mit digitalen Pinselstrichen spürt dieser Film traditionellen chinesischen Tuschmalereien nach und erfindet eine ganz eigene Art der Landschaftsmalerei, fremd und doch vertraut.
Filmstill The Faults
Filmstill The Faults

The Faults

Duàn céng
Gao Yang
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
China
2021
2 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Die digitalen Formen, die in diesem Videokunstwerk gen Himmel wachsen, erinnern an chinesische Tuschelandschaften. Sie streben nach oben, wie der Sound, der sie an unsichtbaren Fäden in die Höhe zu ziehen scheint. All das ist in essigsaure Farben getaucht, die die Landschaft dem Menschenreich entheben. Eine Reise in eine fremde und doch vertraute Welt.
Franka Sachse

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Regie
Gao Yang
Hommage: Punto y Raya 2025

The Fire Heat Sonatas

Aurora Gasull Altisent
Aus einer Welt, in der farbige Blöcke die Bewegung dominieren, dringt die rhythmusgetriebene Animation in einen Raum vor, in dem die Schwerkraft zur bestimmenden Komponente wird.
Filmstill The Fire Heat Sonatas
Filmstill The Fire Heat Sonatas

The Fire Heat Sonatas

Sonades de la calor del foc
Aurora Gasull Altisent
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Spanien
2010
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Diese rhythmusgetriebene Animation ist inspiriert vom 4. Satz der 1984 entstandenen „Sonades de la calor del foc“, der „Feuershitze-Sonaten“ des katalanischen Komponisten Josep Maria Mestres Quadreny. Sie durchläuft vier poetisierte Räume: Der erste wird von farbigen Blöcken dominiert, der zweite von der Schwerkraft, der dritte von der Stille, und der vierte führt schließlich zurück ins pulsierende Leben.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Aurora Gasull Altisent
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025

The Great History of Western Philosophy

Aria Covamonas
Was haben Mao und Mickey Mouse gemeinsam? Vielleicht weiß man es auch nach diesem wilden Cut-out-Animation-Ritt nicht besser, aber zwischenzeitlich hat man viel über sie schmunzeln dürfen.
Filmstill The Great History of Western Philosophy
Filmstill The Great History of Western Philosophy

The Great History of Western Philosophy

La gran historia de la filosofía occidental
Aria Covamonas
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Mexiko
2025
73 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
„Versuchen Sie nicht, über diesen Film nachzudenken. Er ist völlig verrückt und ergibt überhaupt keinen Sinn.“ Das lässt Aria Covamonas in diesem wilden Cutout-Animation-Ritt durch die chinesische und westliche (Philosophie-)Geschichte gleich zu Anfang verkünden – und hält Wort. In scheinbar arbiträrer Reihenfolge treten zahllose Figuren auf, die ohne erkennbaren roten Faden zum Tode verurteilen, sich streiten oder anbändeln – dies aber auf die absurdeste und lustigste Weise tun. Irgendwann taucht beispielsweise Platon auf, den die Elefanten baden müssen, weil er zu lange in der Höhle war. Aber auch Mao, Micky Maus, Nietzsche und Lacan betreten die Bühne. Entnommen sind sie allesamt der Public Domain, genauso wie die chinesischen Dialoge, die nach Rhythmus geschnitten aus den Mündern kommen; die englischen Untertitel haben mit ihnen nichts zu tun.
Jede Interpretation, so Covamonas, sei möglich – und gewünscht. Nichtsdestotrotz verdichten sich Themenfelder: Die willkürliche Gewaltanwendung, die jedes autoritäre Regime auszeichnet, wird ebenso karikiert wie die Absurdität jedweden Kanons. Aber auch Covamonas ist von ihm geprägt: Visuell eine Hommage an dadaistische Collage-Kunst à la Hannah Höch, auditiv ein Verweis auf das Rauschen früher Tonfilme, kann man sich in diesem überbordenden Schatz gesampelter Weltkultur herrlich amüsieren und Referenzen-findend treiben lassen.
Marie Ketzscher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Aria Covamonas
Buch
Aria Covamonas
Kamera
Aria Covamonas
Schnitt
Aria Covamonas
Produktion
Lucia Cavalchini, Camilla Uboldi
Ton
Aria Covamonas
Sound Design
Daria Kashcheeva
Animation
Aria Covamonas
Filmvertrieb
Annabel Sebag
Hommage: Punto y Raya 2025

The Immortality of the Crab

Giacomo Manzotti
Eine filmische Tagträumerei aus Wellpappe und Farbe, aufgenommen mit einer Super 8 Kamera. Die Tonlandschaft sowie die Formen, Farben und Bildübergänge bewegen sich zwischen hart und zart. 
Filmstill The Immortality of the Crab
Filmstill The Immortality of the Crab

The Immortality of the Crab

The Immortality of the Crab
Giacomo Manzotti
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Italien
2019
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine filmische Tagträumerei aus Wellpappe und Farbe, aufgenommen mit einer Super8-Kamera. Die Tonlandschaft besteht aus manchmal federleicht, manchmal nur mit letzter Kraft zu erklimmenden Hügeln. Zwischen hart und zart bewegen sich auch Formen, Kolorit, Bildübergänge und Rhythmen dieser Begegnung mit dem Papier, welche sowohl auf visueller als auch auf tonaler Ebene erfahrbar gemacht wird.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Giacomo Manzotti
Filmstill The In-The-Head Film

The In-The-Head Film

The In-The-Head Film
Konstantin von Sichart
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Deutschland
2025
11 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Großvaters töpfernde Hände, die vertikale Linearität eines Turmes, ein Zug, der in ein Auto rast – alles fragile, neugeborene Filmskizzen, die einander verdrängen in einem Überlebensspiel um die Aufmerksamkeit des Filmemachers. Diese Szenerien kämpfen gegeneinander, verweben sich zu neuen Strängen, versinken in endloser Informationsflut, zerbrechen in einem Meer geöffneter Browser-Tabs. Das Alter Ego des Regisseurs Konstantin von Sichart gewährt uns mit seinem authentischen Voiceover und seiner fesselnden Sammlung an Bewegtbildern einen tiefen Einblick in seinen kreativen Prozess. Von seiner Neurodivergenz geprägt, lernt er vor unseren Augen mit der eigenen Unfähigkeit, sich auf eins zu konzentrieren, umzugehen – und einen Sinn aus diesen Strömungen zu flechten, seiner Filmidee treu zu bleiben. Doch wie kann daraus überhaupt je ein Film entstehen?
Giftig-bunte Bilder, naiv gezeichnet und fein ausgearbeitet, KI-generiert, vom Monitor abgefilmt, collagiert, nachbearbeitet – die Fülle der Werkzeuge und ästhetischen Ansätze übersetzt die beschriebene Überforderung in die Sprache der Gestaltung. So wird der Film mehr als Selbstreflexion des modernen Filmemachens: Er ist das Porträt einer neuen Generation – gefangen zwischen dem Zwang, alles mitzubekommen und sich zu allem zu positionieren, und dem Drang, innezuhalten oder gar davonzulaufen.
Irina Rubina

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Konstantin von Sichart
Buch
Konstantin von Sichart
Kamera
Konstantin von Sichart
Schnitt
Henrique Cartaxo, Konstantin von Sichart
Produktion
Konstantin von Sichart
Sound Design
Konstantin von Sichart
Musik
Konstantin von Sichart, Joseph Varschen
Animation
Konstantin von Sichart
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025

The Last Buffalo Hunt

Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Eine Untersuchung der verschiedenen Einflüsse, die das Leben in den Henry Mountains in Utah geprägt haben, der Heimat einer der letzten Bisonherden in den USA, die bis heute gejagt werden.
Filmstill The Last Buffalo Hunt
Filmstill The Last Buffalo Hunt

The Last Buffalo Hunt

The Last Buffalo Hunt
Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Hommage: Lee Anne Schmitt 2025
Dokumentarfilm
USA
2011
76 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
In ihrem zweiten Langfilm verlässt Lee Anne Schmitt Kalifornien Richtung Utah und geht den disparaten Gründen für das sich wandelnde Leben in den Henry Mountains nach. Dort ist eine der letzten verbliebenen Büffelherden des Landes zu Hause, genau wie die Büffeljagd. Stärker beobachtend als in den meisten ihrer Arbeiten, bleiben Schmitt und ihre bewegliche Kamera dicht an den Alltagsrhythmen der modernen Cowboys, die diese mittlerweile touristischen Jagden organisieren. Die Bilder von Büffeln, die aus nächster Nähe erschossen, ausgeweidet oder ausgestopft werden, sprechen für sich, ebenso wie die endlosen Landschaften, die hartnäckige Ikonografie des alten Wilden Westens und der im Off erzählte Native American Dream: die unmögliche Rückkehr in ein Land, das nie wieder leer sein wird.
James Lattimer

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lee Anne Schmitt, Lee Lynch
Kamera
Lee Anne Schmitt
Schnitt
Lee Anne Schmitt
Produktion
Lee Anne Schmitt
Publikumswettbewerb 2025

The Lions by the River Tigris

Zaradasht Ahmed
Erinnern und Bewahren gehören nach dem IS-Terror zum Überleben in Mosul. Fakhri sammelt Reliquien, Bashar träumt davon, sein Elternhaus zu retten. Ihre Wege kreuzen sich vor einem antiken Portal.
Filmstill The Lions by the River Tigris
Filmstill The Lions by the River Tigris

The Lions by the River Tigris

Løvene ved elven Tigris
Zaradasht Ahmed
Publikumswettbewerb 2025
Dokumentarfilm
Norwegen,
Niederlande,
Irak
2025
92 Minuten
Arabisch
Untertitel: 
Englisch
„Hier ist es schön, lass uns hier spielen“, sagt Fakhri. In den Händen hält er einen kleinen Lautsprecher für Fadil, den Geiger, das Publikum aber fehlt. Die beiden Männer stehen in den Trümmern von Mosul. 2017 hinterließen dort drei Jahre Besatzung durch die Terrormiliz Islamischer Staat eine fast vollständig zerstörte Altstadt. Mit den Gebäuden schien zugleich die 8.000-jährige Geschichte und Kultur der zweitgrößten irakischen Metropole für immer ausgelöscht zu sein. Nur langsam kehrt das Leben zurück. Kunstschätze werden restauriert, es gibt wieder Theater, Musik und Fakhris kleines Privatmuseum, für das er alles sammelt, was zu bekommen ist: Holztüren, Bronzefiguren, Seife von 1910, einen Lüfter. 7.000 Exponate hat er schon, besonders angetan ist Fakhri von einem antiken Portal mit zwei Löwen. Beschädigt zwar, doch vielleicht noch zu retten, thront es wie ein Relikt aus Friedenszeiten in der Ruine von Bashars Elternhaus. Fast täglich geht Bashar dorthin, hofft, dass ein Wiederaufbau möglich ist. Fakhri aber erweist sich als harte Nuss – er will dieses Portal unbedingt …
Der kurdisch-norwegische Regisseur Zaradasht Ahmed erzählt mit ruhiger Hand eine zutiefst menschliche Geschichte und verbindet dabei die dunkelste und hellste Seite der Spezies: den Wahn der Vernichtung und die Kraft zum Weitergehen.
Andreas Körner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Zaradasht Ahmed
Kamera
Zaradasht Ahmed
Schnitt
Eva Hillström
Produktion
Thorvald Nilsen
Co-Produktion
Harmen Jalvingh, Janneke Doolaard, Sylvie Baan, Hester Breunissen
Ton
Luuk Hoogstraten, Zita Leemans
Musik
Daan Hofman
Kids DOK 2025

The Sky Was Candy

Anh Tú Nguyen
Zu beschwingter Musik sprießen Blumen, fliegen Vögel, geht die Sonne auf und unter, bis alles von vorn beginnt. Immer im Kreis dreht sich alles in diesem Mini-Film über den Lauf des Lebens.
Filmstill The Sky Was Candy
Filmstill The Sky Was Candy

The Sky Was Candy

The Sky Was Candy
Anh Tú Nguyen
Kids DOK 2025
Animationsfilm
Deutschland
2025
3 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Wie auf einer Schallplatte drehen sich die Figuren in diesem experimentellen Kurzfilm für Kinoneulinge. Da laufen Häuser, Pflanzen, Vögel und ein Gesicht an den Augen vorbei. Zu beschwingter Musik sprießen die Blüten, fliegen Eier und Küken, geht die Sonne auf und wieder unter, bis alles von vorn beginnt. Eine kleine doppeldeutige Geschichte, die auch von der Frühzeit der Animation erzählt.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Anh Tú Nguyen
Kamera
Anh Tú Nguyen
Produktion
Liubov Popova
Ton
Leon Maximilian Brueckner
Sound Design
Leon Maximilian Brueckner
Musik
Leon Maximilian Brueckner
Animation
Anh Tú Nguyen