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Hommage: Punto y Raya 2025

O/S

Max Hattler
Das Bild als optischer Soundtrack: Hier werden die Bewegungen zum Geräusch. Was man hört, ist was man sieht. – Eine Hommage an die europäische Avantgarde des 20. Jahrhunderts.
Filmstill O/S
Filmstill O/S

O/S

O/S
Max Hattler
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Hongkong
2023
5 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine zeitgenössische Antwort auf die avantgardistischen Experimente des 20. Jahrhunderts. Einst zeichneten Kunstschaffende wie Oskar Fischinger grafische Elemente auf die Lichttonspur des Filmstreifens und erzeugten unerwartete Klänge. Bei Max Hattler fungiert das gesamte Bild als optischer Soundtrack und übersetzt sich direkt in Klang. Abstrakte Bewegung wird Geräusch. Was man hört, ist, was man sieht.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Max Hattler
Filmstill Once in a Body

Once in a Body

Una vez en un cuerpo
María Cristina Pérez
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Kolumbien,
USA
2025
10 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
„Es war einmal ein Körper, der nicht Mensch sein wollte. Er wusste nicht, dass er schon zu einem gehört. Nämlich zu mir.“ Mit diesen poetischen und kryptischen Worten leitet María Cristina Pérez González ihren Film ein, taucht mitten hinein in die bildgewaltige, handgemalte Animation. Eher assoziativ als narrativ zieht uns die traurige Stimme in einen Strudel aus Erinnerungsfetzen, die allesamt um den Körper der Protagonistin kreisen: eine voluminöse Gestalt, die sich manchmal vor Abscheu frisst, sich bildfüllend ausstreckt oder erbsenhaft verkriecht – im Schwarz der fließenden, großzügigen Pinselgesten, aber vor allem im fleischigen Selbst.
Da gibt es die entfremdete Schwester, die einmal die Füße dieses Körpers als hässlich bezeichnet hat. Die gute Freundin, die ohne Abschied von der Bildfläche verschwand. Den Vater, der einmal sagte, dass alle unglücklichen Frauen fett werden. Und vor allem diese namenlose Figur, die in ihrem Magen wohnt und niedlich grinsend die Depression nährt. Wie so oft im Leben führt zur Zufriedenheit nur der Weg der Aussöhnung. Natürlich mit der Schwester, aber vor allem mit dem eigenen Körper, der nicht in eng gefasste, gesellschaftliche Normen passt – der aber der einzige ist, den man hat. Und mit dem es sich ganz wunderbar tanzen, springen und sogar lachen lässt, wenn man versteht, dass er kein Monster ist, das man bekämpfen muss.
Marie Ketzscher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
María Cristina Pérez
Buch
María Cristina Pérez
Schnitt
Mauricio Cuervo Rincón
Produktion
Mauricio Cuervo Rincón
Co-Produktion
Mireia Vilanova, James Belfer, Adam Belfer
Musik
Daniel Gwilym Jones Cozzarelli
Animation
Laura Alcina, Natalia Rojas Noy, Megumi Cardona, Gizenth Barreto, Fabián Llantén, Anamaría Sáenz Peñas, Julián Arias Garzón, Juan Pablo Figueroa, Daniel Bonza
Filmvertrieb
Annabel Sebag
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Ausgezeichnet mit: mephisto 97.6-Publikumspreis
Hommage: Punto y Raya 2025

Opus II, III & IV

Walter Ruttmann
Der Maler Ruttmann lässt sich ein Verfahren zur Herstellung bewegter Bilder patentierten: Mit Ölfarben werden übereinander angeordnete Glasplatten bemalt und von oben mit einer Kamera aufgenommen.
Filmstill Opus II, III & IV
Filmstill Opus II, III & IV

Opus II, III & IV

Opus II, III & IV
Walter Ruttmann
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Deutschland
0
11 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Wie viele Künstler*innen seiner Zeit entdeckte Walter Ruttmann den Film als Experimentierfeld für revolutionäre Ausdrucksformen. 1918 gab er die Staffelei-Malerei auf, erwarb 1920 das erste deutsche Patent für einen Tricktisch und schuf damit die technischen Voraussetzungen für seine „Opus“-Reihe: abstrakte Elemente aus malerischen Gesten und Karton, die im Stop-Motion-Verfahren bewegt werden.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Walter Ruttmann