Die Linien eines Kohlestiftes erforschen die Höhen und Tiefen einer Paarbeziehung. Die leidenschaftliche Partnerschaft wird skizziert, ausgebessert und am Ende weggewischt.
Lustvoll zeichnet „Y“ den Verlauf einer gleichgeschlechtlichen Paarbeziehung vom spielerischen Beginn bis zum turbulenten Ende. Die Linie eines Kohlestiftes wird zur Sprache, in der uns die Filmemacherin vom Prozess der Annäherung und Entfremdung, von Vereinigung und Streit erzählt. Es wird ein gemeinsamer Lebensabschnitt skizziert, korrigiert und verworfen.
Die Linie erforscht aber auch den weiblichen Körper. Rundungen, Hügel und Täler durchwandert die Spitze der Zeichenkohle. Sie umkreist wie ein Finger weiche Flanken und streicht sanft über Brüste und Hüften. In der Dunkelheit des Kinosaals darf unser Blick an den entstehenden und vergehenden Formen entlanggleiten. Wir werden Teil eines erotischen Liebesdreiecks und erhalten einen intimen Einblick in die vielgestaltigen psychologischen und körperlichen Aspekte dieser Partnerschaft.
Kugel, Quader und Kartoffelfigur trödeln auf dem Spielplatz des grauen Alltags herum, legen ihr Können zusammen und hüpfen in einen psychedelischen Kosmos, in dem sie miteinander verschwimmen.
Kugel, Quader und Kartoffelfigur trödeln auf dem Spielplatz des grauen Alltags herum. Nach einem buchstäblichen Kurz-Trip des kugeligen Gesellen in den bunten psychedelischen Kosmos, in dem Farben und Formen verschwimmen, gilt es nur noch, auch die Freunde mitzunehmen. Die drei legen all ihr Können zu einem Gummiball zusammen und springen in die neue zeitlose Welt.
Alltagsaufnahmen aus Tallinn, als 1988 nichts mehr alltäglich ist. Mit patriotischen Liedern und Symbolen wird die estnische Identität zelebriert. Das Land fordert seine Unabhängigkeit.
Alltagsaufnahmen aus sieben Monaten in Tallinn, wo 1988 nichts mehr alltäglich ist. Im Zuge der Perestroika erstarkt das nationale Bewusstsein der Bevölkerung und die Rückbesinnung auf die estnische Identität wird von den Massen zelebriert. Das Ende der sowjetischen Okkupation soll kommen. Beobachtungen aus einem Land im Umbruch, kommentiert mit zärtlicher Ironie.
Ein 360°-Blick in die Ukraine, 2022. Die russische Invasion schreitet voran. Mitten im Krieg entsteht ein solidarisches Miteinander, das auch widerständisch-schöpferische Kräfte freisetzt.
August 2022, ein 360°-Blick in die Ukraine, die sich seit einem halben Jahr der russischen Invasion widersetzt. Mitten im Kriegsgeschehen entsteht ein solidarisches Miteinander, das auch widerständisch-schöpferische Kräfte freisetzt: Museen verstecken Sammlungen, ein Straßenkünstler findet seine Berufung, Opernensembles und Rave-Communitys werden lauter, wenn der Bombenalarm sie übertönen will …
Lars Rummel
Credits
Produktion
Iryna Sayeivich, Julius Hackspiel, Mia von Kolpakow, Sandra Bialystok, Jonathan Gleit, Erika Barraza, Olha Tsybulska