Im melancholischen Dialog mit ihrem Freund und zufällig getroffenen Menschen versucht die Regisseurin, das Gefühl der Liebe zu ergründen. Eine schwermütig-poetische Reise ans Kaspische Meer.
Ein Dichterwort dämpft die hohen Erwartungen an das irdische Leben. Denn der Mensch sei nicht zur Erde entsandt, sondern vielmehr an diesen Ort vertrieben worden. Hier muss man mit Enttäuschungen rechnen. Turkan Huseyn bebildert in „I Still Talk to You“ ein Zwiegespräch mit ihrem Freund. Es handelt von der Liebe und der Sehnsucht, in die Vergangenheit zurückzukehren, von der Kindheit und ihren nicht mehr existenten Koordinaten in Zeit und Raum. Ein melancholischer Dialog, der von kurzen Begegnungen aufgebrochen wird: gestrandet Wirkende, die ebenfalls Auskunft über ihre Sichtweisen und Erfahrungen mit der Liebe geben. Derweil umhüllt die Fische des Kaspischen Meeres eine dünne Schicht Öl, die es lediglich abzuwischen gilt. Früher war es hier weniger verdreckt, meint Turkan Huseyn. Als Kind komme einem alles weniger schmutzig vor, erwidert ihr Freund. Ein lakonisches Zoomen zwischen Innen und Außen, in dessen Zentrum doch einige Eimer voll blutroter Blumen blühen.
Vor Kurzem sind Lamine und seine Familie auf eine Farm im Senegal gezogen. Hier gibt es immer viel zu tun. Aber am Nachmittag ist es zu heiß. Dann geht es mit dem neuen Freund an den Strand.
Vor Kurzem ist Lamine mit seiner Familie von Deutschland in den Senegal gezogen. Seine Eltern haben Land gekauft und bauen sich nun eine Farm auf. Es gibt immer viel zu tun und nach der Schule hilft Lamine mit. Die Fische müssen gefüttert und im Garten die Pflanzen gegossen werden. Aber am Nachmittag ist es zu heiß zum Arbeiten. Dann geht es mit dem neuen Freund an den Strand.
Sie schreit und flüstert ihre Wünsche und tanzt den Kompromiss aus der Welt, einfach so, wie sie es will. Ein enthusiastischer und farbenfroher Weckruf für Selbstbestimmung und Lebenslust.
Eine Frauenstimme schreit und flüstert ihre Wünsche, je nachdem wie ihr gerade zumute ist und was sie will. Ihr cartoonhaft reduzierter und überzeichneter Körper tanzt den Kompromiss aus der Welt. Geradeaus, im Zickzackkurs oder in schwungvollen Kurven geht es durch das bunte Leben. Anne Isensee formuliert einen enthusiastischen Weckruf für Selbstbestimmung und Lebenslust.
In Dänemark bietet die Polizei freiwillige Bootcamps für Mädchen an. Die 12-jährige Tatheer aus Kopenhagen nimmt teil. Weit weg von zu Hause ist sie am Ende ein paar Zentimeter gewachsen.
deutsche Untertitel für Menschen mit eingeschränkter Hörfähigkeit
In Dänemark bietet die Polizei regelmäßig sogenannte Bootcamps an, um Nachwuchs zu finden. Vor allem Mädchen aus weniger privilegierten Verhältnissen werden angeworben. Die 12-jährige Tatheer aus Kopenhagen nimmt an solch einem einwöchigen Kurs teil. Weit weg von zu Hause, tief in den Wäldern muss sie sich in dieser neuen Gruppe zurechtfinden, um am Ende ein paar Zentimeter gewachsen zu sein.
Kann ein Animationsfilm in Worte übersetzt werden, ohne die Komplexität des Visuellen zu beschneiden? Eine humorvolle und pointierte Untersuchung zum Thema Audiodeskription.
Eine großstädtische Straßenkreuzung: Viele Dinge passieren, nacheinander, gleichzeitig und manchmal unerklärlich. Selbst in zeichenhaft verknappten Animationsbildern gibt es an diesem Ort immer noch viel zu entdecken. Eine Sprecherin beschreibt das Geschehen für Menschen mit Sehbehinderung in Worten. Sie stellt aber zunehmend die Sinnhaftigkeit des Gesehenen und dessen Übersetzbarkeit infrage.
Die unangenehme Untersuchung durch eine akribische Ärztin führt zu einem vermeintlich unumgänglichen medizinischen Eingriff, der Körper und Seele der jungen Patientin vernarben lässt.
In einem steril-weißen Untersuchungsraum wird eine junge Frau von einer Ärztin aufgefordert, sich komplett zu entkleiden. Eine ausgiebige Untersuchung der Haut der Protagonistin beginnt, bei der jeder Zentimeter, die Handfläche, die Fußsohle, die Rückenpartie und auch der Genitalbereich genauestens unter die Lupe genommen wird. Mit Akribie dringt die Ärztin in jeden Winkel der äußeren Hülle der jungen Frau vor, bis sie ein verdächtiges Muttermal identifizieren kann. Ein zeitnaher Termin für die Entfernung des Leberflecks wird vorgegeben.
Entblößt und irritiert sieht sich die Protagonistin mit ihren Ängsten bezüglich des Eingriffes und den Nachwirkungen der Untersuchung konfrontiert. Ein winziges Muttermal bringt einen inneren Prozess in Gang: eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper und der Kontrolle, die andere darüber haben dürfen. Fragile Linien auf vernarbtem Papier und eine tonale Gestaltung, die Gänsehaut erzeugt, lassen uns intensiv an ihrem emotionalen Empfinden teilhaben.
Die Natur ist aus den Fugen. Es regnet Frösche. Eine junge Frau ist zurück im Haus ihrer Kindheit, fühlt sich aber nicht mehr zu Hause. Die Einsamkeit wird zur körperlichen Alptraumerfahrung.
Die Natur ist aus den Fugen. Es regnet Frösche vom Himmel. Eine junge Frau ist zurück im Haus ihrer Kindheit, fühlt sich aber nicht mehr zu Hause. Die Einsamkeit auf wenigen Quadratmetern führt sie in einen Dämmerzustand. Die Seelenqual entlädt sich in Alpträumen, die auf ihrem Körper Spuren hinterlassen. Die Vergangenheit zerrt an ihr, Insekten ergreifen von ihr Besitz, die Körperhülle löst sich auf.