Ein virtuoses Porträt der deutschen Filmemacherin und Künstlerin Margaret Raspé. Automatismus und Loslassen von Kontrolle sind zentrale Kategorien in ihrem künstlerischen Schaffen.
Eine virtuose filmische Reflexion über Automatismen in der Kunst und über eine Begegnung mit Margaret Raspé auf einer griechischen Insel. Hier verbringt die Künstlerin und Filmemacherin einen Teil des Jahres. Raspé gilt als Pionierin des feministischen deutschen Films. „Ich weiß, wo ich bin“, so fasst sie ihr Gefühl auf der Insel zusammen. Orientierung im Raum, Kontrolle und Loslassen sind zentrale Kategorien in ihrer künstlerischen Praxis.
Eine Schulklasse in der Banlieue studiert ein Theaterstück ein und entdeckt dabei die subversive Kraft der Aneignung. Das Ende der Könige ist der Anfang einer neuen Geschichte.
In Clichy-sous-Bois vor den Toren von Paris begannen jene Unruhen, die 2005 ganz Frankreich erfassten: junge Männer auf den Barrikaden, brennende Vorstädte. Die Spaltung der Gesellschaft wurde schmerzlich greifbar. Was hat sich seitdem getan? Dieser komplexe, dokumentarisch fein gewebte Blick in die Banlieue zeigt, wie bewusst Jugendliche heute mit Benachteiligungen umgehen. Die Zeit des Machismo scheint abgelaufen – im Schultheaterworkshop und beim Fußball. Women rule the world …
Luc-Carolin Ziemann
Credits
Regie
Rémi Brachet
Kamera
Zoe Bota, Anna Sauvage, Evgenia Alexandrova, Eva Sehet
Spielerisch wird erkundet, wie Tierkreiszeichen die Persönlichkeit prägen, während sich Mutter und Tochter über das Frauenbild der südkoreanischen Gesellschaft unterhalten.
Subtil vermittelt der handgezeichnete animierte Dokumentarfilm Einblicke in patriarchale Strukturen der südkoreanischen Gesellschaft und diskutiert, welche Rollen sie der Frau zuweist. Als Restaurantbesitzerin und Alleinerziehende gefordert, halfen der Mutter der Regisseurin die Eigenschaften ihres Tierkreiszeichens: Kämpferisch wie der Tiger verschaffte sie sich Respekt. Ihrer Tochter aber schärfte sie ein, niemandem von der Abwesenheit des Vaters zu erzählen. Darüber wird nur geflüstert.
Tote Krähen, jene mythischen Götterboten, kurz vor der Wiederauferstehung durch eine Tierpräparatorin. Eine aufgeladene Atmosphärenstudie zwischen Handwerk, Imagination und Poesie.
Eine junge Tierpräparatorin ist fasziniert von Krähen, deren toten Körpern sie taktvolle Aufmerksamkeit widmet. Ihre Arbeit an den Vögeln ist ein sorgfältiges Studium anatomischer Zusammenhänge, zugleich aber auch eine Art „Amtshilfe“ zur Wiederauferstehung dieses mythischen Wesens aus dem Reich zwischen Leben und Tod. In detailreich pulsierenden Schwarz-Weiß-Bildern und einem sparsam-intensiven Soundtrack entfaltet sich eine aufgeladene Atmosphäre zwischen Handwerk, Imagination und Poesie.
Ein dynamisches Porträt des Alltags in Ibadan: Im Trubel der nigerianischen Metropole misst der Filmautor Alain Kassanda den Puls dieser Großstadt mit allen Mitteln der Filmkunst.
Während bei Jazzklängen die Verkehrssteuereintreiber zu tänzeln scheinen, bringt eine pointiert in Szene gesetzte Textpassage von Patrick Chamoiseau neben visuellen und auditiven auch olfaktorische Sinne zur Entfaltung: Die drittgrößte nigerianische Stadt lässt sich erriechen. In dieser rhythmischen Darstellung des Lebens in Ibadan steht die urbane filmische Poesie keineswegs im Widerspruch zur Tiefgründigkeit, mit der sie Themen wie Perspektivlosigkeit, Globalisierung und Korruption einfängt.