Filmarchiv

Kids DOK 2020

Der Besuch

Alexandra Schatz
Nachdem Elise eines Tages ein Papierflieger ins Haus flattert, bekommt sie unerwarteten Besuch von Emil. Nun ist alles anders als vorher. Und eigentlich sogar viel schöner.
Media Name: 606f94b2-d769-4e4b-a8fd-b3c273c389f6.jpg
Media Name: 606f94b2-d769-4e4b-a8fd-b3c273c389f6.jpg

Der Besuch

Der Besuch
Alexandra Schatz
Kids DOK 2020
Animationsfilm
Deutschland
2019
4 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Elise ist eine ängstliche Frau. Sogar vor Bäumen fürchtet sie sich. Als eines Tages ein Papierflieger durch ihr Zimmerfenster segelt, kann sie nachts vor Aufregung kein Auge zutun. Am nächsten Morgen klopft Emil, ein Junge mit Baseballkappe, an ihre Tür. Er sucht seinen Flieger und aufs Klo muss er auch. Plötzlich verändert sich Elises Leben auf wundersame Weise.

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Alexandra Schatz
Kamera
Wolfram Späth
Produktion
Alexandra Schatz
Musik
Tobias Becker
Animation
Sonja Schneider
Sprecher*in
Sibylle Brunner
Extended Reality: DOK Neuland 2020

Der Dröhner

Karl Russell
Es herrscht völlige Dunkelheit, die Reizüberflutung ist abgestellt. Der Sound übernimmt die Regie und lässt Geschichten entstehen. Sie spielen ausschließlich im eigenen Kopf.
Media Name: 8feee009-c98a-485a-a4b4-33fa7cc01b55.jpg
Media Name: 8feee009-c98a-485a-a4b4-33fa7cc01b55.jpg

Der Dröhner

Der Dröhner
Karl Russell
Extended Reality 2020
-
Deutschland
2020
7 Minuten
ohne Dialog
Es herrscht völlige Dunkelheit. Die Konzentration richtet sich auf die sphärischen Klänge um uns herum. Bässe wandern durch den Körper, triggern Bilder, Emotionen. Die Reizüberflutung, die uns sonst so fest im Griff hat, ist abgestellt. Der Sound – improvisiert und interaktiv moduliert – übernimmt die Regie. Geschichten entstehen. Und das ausschließlich im eigenen Kopf.
Lars Rummel

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Karl Russell
Kids DOK 2020

Der kleine Vogel und die Bienen

Lena von Döhren
Was ist das? Der kleine Vogel wundert sich über die summende Nachbarin und stolpert der Biene über die Wiesen hinterher. Doch aufgepasst, der Fuchs lauert schon hinterm Baum!
Media Name: 8c3c9530-475c-40f3-8898-f989cc36c6b9.jpg
Media Name: 8c3c9530-475c-40f3-8898-f989cc36c6b9.jpg

Der kleine Vogel und die Bienen

Der kleine Vogel und die Bienen
Lena von Döhren
Kids DOK 2020
Animationsfilm
Schweiz
2020
4 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Es ist Frühling und der kleine Vogel entdeckt die ersten Blätter an seinem Baum. Schon öffnen sich die Knospen und die Biene kommt angesummt. Neugierig stolpert der kleine Vogel ihr hinterher und übersieht dabei fast den Fuchs, der schon wieder hungrig knurrt. Nach der pupsenden Raupe im letzten Jahr darf sich der Vogel nun über eine neue Gefährtin freuen.

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lena von Döhren
Buch
Lena von Döhren
Schnitt
Fee Liechti
Produktion
Gerd Gockell
Co-Produktion
SRF Schweizer Radio und Fernsehen
Musik
Martin Waespe
Animation
Lena von Döhren
Filmvertrieb
Georg Gruber
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2020

Der Schornsteinsegler

Frédéric Schuld
England, Mitte des 19. Jahrhunderts: Kinder sorgen in engen, verrußten Kaminabzügen für freie Abluft. Der Bericht eines Essenkehrers jener Zeit wird durch Zeichenanimation lebendig.
Media Name: 15bf28d7-5485-45ac-8ad0-d9b40435691c.jpg
Media Name: 15bf28d7-5485-45ac-8ad0-d9b40435691c.jpg

Der Schornsteinsegler

Der Schornsteinsegler
Frédéric Schuld
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2020
Animationsfilm
Deutschland
2020
5 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch

Mitte des 19. Jahrhunderts bildet ein gigantischer Kamin das zentrale Prunkstück eines jeden herrschaftlichen Hauses in England. Kinder sind wendig genug, um in der Enge der dunklen Essen für freie Abluft zu sorgen. Ihre junge Haut schabt sich an den verrußten Steinwänden blutig. Ihre Angst vor dem Absturz ist ebenso groß wie die vor dem züchtigenden Meister. Schwarz-braun-rote Zeichenstiftschraffuren und ungewöhnliche Kameraperspektiven verlebendigen den Bericht eines Essenkehrers jener Zeit.

André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Frédéric Schuld
Buch
Frédéric Schuld, Fabian Driehorst
Schnitt
Frédéric Schuld
Produktion
Fabian Driehorst
Ton
Alex Müller-Welt
Musik
Frédéric Schuld
Animation
Rebecca Blöcher, Alba Dragonetti, Frédéric Schuld
Filmvertrieb
Daniela Conrad
Funding institution
FFHSH
Sprecher*in
Henry Holland, Joschua Zühlke
Genius Loci 2020

Die letzte Fahrt

Filmstudio Kulturhaus der Eisenbahner Leipzig
Der Tonfall ist nüchtern, der Anlass aber lässt nostalgisch werden: die letzte Fahrt einer Schnellzugdampflokomotive aus dem Leipziger Hauptbahnhof am 30. September 1978.
Media Name: e987d485-cc5e-4021-9747-92ebfb48b703.png
Media Name: e987d485-cc5e-4021-9747-92ebfb48b703.png

Die letzte Fahrt

Die letzte Fahrt
Filmstudio Kulturhaus der Eisenbahner Leipzig
Genius Loci 2020
Dokumentarfilm
DDR
1978
3 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Betont nüchtern und sachlich erläutert der Sprecher die notwendigen Vorbereitungen für die letzte Abfahrt einer Schnellzugdampflokomotive vom Leipziger Hauptbahnhof am 30. September 1978 mit Fahrtziel Berlin. Zahlreiche Amateurfilmer und Hobbyfotografen begleiten die ausfahrende Dampflok beim Aufbruch zu ihrer finalen Mission. Im Gegensatz zum Sprecher dürften sie innerlich bewegt gewesen sein.
Konstantin Wiesinger

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Filmstudio Kulturhaus der Eisenbahner Leipzig
Produktion
Filmstudio Kulturhaus der Eisenbahner Leipzig
Deutscher Wettbewerb 2020

Die Wächterin

Martina Priessner
Eine syrisch-orthodoxe Nonne lebt in einem verlassenen Anwesen im Südosten der Türkei. Trotz Anfeindungen aus der muslimischen Nachbarschaft: Vertreiben lässt sie sich nicht.
Media Name: d1ffda28-fe4c-414c-8b0a-3002860b0711.jpg
Media Name: d1ffda28-fe4c-414c-8b0a-3002860b0711.jpg

Die Wächterin

Die Wächterin
Martina Priessner
Deutscher Wettbewerb 2020
Dokumentarfilm
Deutschland
2020
87 Minuten
Kurdisch,
Türkisch,
turoyo
Untertitel: 
Deutsch

In einem verfallenen Dorf im Südosten der Türkei harrt eine syrisch-orthodoxe Nonne allein mit ihren Tieren aus. So groß die Anfeindungen aus der muslimisch geprägten Nachbarschaft auch sein mögen: Sie lässt sich nicht vertreiben. Denn sie hat geschworen, die Kirche zu beschützen und den heiligen Ort nicht zu verlassen. Die ruhig gefilmte Alltagsbeobachtung nimmt eine isolierte Frau in den Blick, die den Schmerz einer ganzen Gemeinschaft in sich trägt.

In den 1990er Jahren wurde die Dorfbevölkerung gefoltert und vertrieben. Erst danach kam die Nonne Dayrayto hierher. Heute erhält sie nur selten Besuch von Gläubigen auf Durchreise. Normalerweise verbringt sie ihren Tag mit der Instandhaltung der Kirche und der Pflege der Tiere. Gerade sorgt sie sich um ihren alten Hund. Hat man ihn etwa vergiftet? Was ist dran an den Provokationen und Bedrohungen, von denen sie berichtet? Dayrayto bleibt stets auf der Hut, selbst wenn sie sich ausruht. Vom erhöhten Anwesen aus überschaut sie die weite Landschaft und registriert jedes noch so ferne Fahrzeug. Von der Präsenz des Filmteams jedoch lässt sie sich in keiner Weise beirren. Die zurückhaltende Kamera folgt der Nonne – nicht auf Schritt und Tritt, sondern als beständige, schützende Begleiterin beim Durchhalten auf der „Bastion“. Einsamkeit, Sorgen und Angst prägen dieses karge Leben. Es hat sie argwöhnisch gemacht, aber auch furchtlos.
Annina Wettstein

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Martina Priessner
Buch
Martina Priessner
Kamera
Meryem Yavuz
Schnitt
Özlem Sarıyıldız
Produktion
Gregor Streiber, Friedemann Hottenbacher
Co-Produktion
Martina Priessner
Ton
Robert F. Kellner
Ausgezeichnet mit: Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts
Media Name: d9798e6e-aefa-434f-9eac-0315c74103a1.jpg

Es Gibt

Es Gibt
Lena Ditte Nissen
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2020
Dokumentarfilm
Deutschland,
Griechenland
2020
16 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Eine virtuose filmische Reflexion über Automatismen in der Kunst und über eine Begegnung mit Margaret Raspé auf einer griechischen Insel. Hier verbringt die Künstlerin und Filmemacherin einen Teil des Jahres. Raspé gilt als Pionierin des feministischen deutschen Films. „Ich weiß, wo ich bin“, so fasst sie ihr Gefühl auf der Insel zusammen. Orientierung im Raum, Kontrolle und Loslassen sind zentrale Kategorien in ihrer künstlerischen Praxis.

Annina Wettstein

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Lena Ditte Nissen
Kamera
Lena Ditte Nissen
Schnitt
Lena Ditte Nissen
Produktion
Lena Ditte Nissen
Ton
Kerstin Neuwirth
Musik
Margaret Raspé
Media Name: 0e392767-b266-4fa6-94c1-ebfddb159583.jpg

Familie Zilla macht Picknick

Familie Zilla macht Picknick
Christian Franz Schmidt
Wettbewerb um den Publikumspreis Kurzfilm 2020
Animationsfilm
Deutschland
2019
4 Minuten
Englisch,
Deutsch
Untertitel: 
Englisch

Ein gemütliches Familienpicknick an dem Ort, den man seit der Kreidezeit besucht – das wünscht sich die Familie, bestehend aus Mom, Dad und Go Zilla. Dafür muss aber erstmal die Großstadt plattgemacht werden, die dort lästigerweise gewuchert ist. In den Augen des Vaters lässt die Performance des Nachwuchses leider zu wünschen übrig: zu verträumt und immer noch am Schnuller nuckelnd, zerstört der Kleine einfach nicht genug. Eine kurzweilige Geschichte aus einem fast normalen Familienalltag.

Kim Busch

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Christian Franz Schmidt
Buch
Christian Franz Schmidt
Kamera
Christian Franz Schmidt
Schnitt
Christian Franz Schmidt
Produktion
Christian Franz Schmidt
Ton
Alexander Oberrader
Musik
Christian Franz Schmidt
Animation
Christian Franz Schmidt
Filmvertrieb
Georg Gruber
Genius Loci 2020

TAKRAF Eisenbahndrehkrane [Ausschnitt]

VEB Schwermaschinenbaukombinat TAKRAF
Ein Werbefilm für Eisenbahndrehkrane des TAKRAF-Kombinats: Das Nachfolgeunternehmen ist heute immer noch Weltmarktführer und firmiert unter dem Namen „Kirow“ in Leipzig-Lindenau.
Media Name: 08b6f3dd-d492-48a0-93c4-1649785db1c8.png
Media Name: 08b6f3dd-d492-48a0-93c4-1649785db1c8.png

TAKRAF Eisenbahndrehkrane [Ausschnitt]

TAKRAF Eisenbahndrehkrane [Ausschnitt]
VEB Schwermaschinenbaukombinat TAKRAF
Genius Loci 2020
Dokumentarfilm
DDR
1986
10 Minuten
Spanisch,
Deutsch,
Italienisch,
Englisch,
Russisch
Untertitel: 
Keine
Eisenbahndrehkrane von TAKRAF im globalen Einsatz: bei der Bergung entgleister Züge, bei der Brückenmontage, beim Lastenumschlag von Gütern. Seine Weltmarktgeltung konnte das inzwischen wieder unter dem Namen „Kirow“ in Leipzig-Lindenau firmierende Unternehmen bis in die Gegenwart behaupten. Ständig verbesserter Bedienkomfort und gesteigerte Spitzenlasten stehen für über 100 Jahre Ingenieurskunst.
Konstantin Wiesinger

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
VEB Schwermaschinenbaukombinat TAKRAF
Produktion
DEFA-Studio für Dokumentarfilme
Internationaler Wettbewerb 2020

The Annotated Field Guide of Ulysses S. Grant

Jim Finn
Der Amerikanische Bürgerkrieg in seine Einzelteile zerlegt: Ein aparter 16mm-Film und animierte Kriegsbrettspiele machen eine gespaltene Nation voller Aufbegehrender sichtbar.
Media Name: 1424f5de-bd2a-41fb-9307-1301c42d1c92.jpg
Media Name: 1424f5de-bd2a-41fb-9307-1301c42d1c92.jpg

The Annotated Field Guide of Ulysses S. Grant

The Annotated Field Guide of Ulysses S. Grant
Jim Finn
Internationaler Wettbewerb 2020
Dokumentarfilm
USA
2020
61 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Zahlreiche Filme verarbeiten den Amerikanischen Bürgerkrieg, der von 1861 bis 1865 zwischen den nördlichen Vereinigten Staaten und den Konföderierten im Süden wütete. Ein General, der zur Kriegsikone und zum 18. Präsidenten der USA aufstieg, war Ulysses S. Grant. Regisseur Jim Finn rekonstruiert die Schlachten anhand von Brettspielen und dokumentiert eine gespaltene Nation voller aufbegehrender Parteien.
„Bloody Pond“, blutiger Teich, oder „The Flaming Forest“, der flammende Wald, nennt man Orte unterhalb der Mason-Dixon-Linie, in denen es binnen weniger Jahre zu grausamen und unübersichtlichen Zusammenstößen kam. Heute künden nur noch Friedhöfe, Gedenktafeln, Wachsmuseen und Obelisken von Episoden jenes Krieges, der für die heutige Gestalt der USA von entscheidender Bedeutung ist. Jim Finns 16mm-Aufnahmen sind eine kleinteilige Begehung verschiedener Stationen, die er mit makabren Anekdoten und pointierten Schilderungen unterlegt. Staatsmänner, Ideologen und Kriegsherren geistern hier in Wäldern, Ruinen und an Flussufern – wie die Lichteinfälle, die das Filmmaterial immer wieder aufleuchten lassen. Schönheit ist in diesen Bildern, auch in den rieselnden Synthiemelodien, auch in den Stop-Motion-Animationen komplizierter Brettspiele. Diese Schönheit hat wenig gemein mit dem düsteren Unterbau des Konflikts: tiefer Rassismus und unbeirrbarer Glaube an das Recht zur Sklavenhaltung.
Carolin Weidner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jim Finn
Buch
Jim Finn
Kamera
Jim Finn
Schnitt
Dean De Matteis, Jim Finn
Produktion
Cat Mazza
Ton
Alexander Panos, Jesse Stiles
Musik
Colleen Burke
Animation
Jim Finn
Nominiert für: Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
Wettbewerb Publikumspreis 2020

The Blunder of Love

Rocco Di Mento
Filmische Ahnenforschung: Ein Enkel will die grenzenlose Liebe seiner Großeltern dokumentieren, kann aber bei näherer Betrachtung des Mythos die familiären Abgründe nicht übersehen.
Media Name: f1d0c995-7cbd-4663-a70a-871afc154074.jpg
Media Name: f1d0c995-7cbd-4663-a70a-871afc154074.jpg

The Blunder of Love

The Blunder of Love
Rocco Di Mento
Wettbewerb um den Publikumspreis 2020
Dokumentarfilm
Deutschland
2020
84 Minuten
Englisch,
Italienisch
Untertitel: 
Deutsch

Ein junger Mann trifft eine junge Frau und beide verfallen einander. Ein Haus wird gebaut, Kinder kommen zur Welt, die märchenhafte Geschichte einer grenzenlosen Liebe nimmt ihren Lauf. Ein Enkel macht sich daran, den Mythos der Romanze seiner Großeltern zu erkunden, und versucht, den verstorbenen Großvater mithilfe aller verbliebenen Verwandten filmisch zu ehren. Kein leichtes Unterfangen, wenn vielleicht doch nicht alles so war, wie es die familiäre Überlieferung will …

Bei seiner Suche fördert Rocco Di Mento alte 8mm-Privatfilme, einen nie veröffentlichten Roman, diverse Liebesbriefe und eine ganze Menge lange verdrängter Gefühle zutage. Kaum verwunderlich, dass diese Gemengelage schließlich eine Eigendynamik entwickelt. Plötzlich geht es nicht mehr nur um die Suche nach der großen Liebe, sondern auch darum zu fragen, was Menschen über Beziehungsstatus und Verwandtschaftsgrad hinaus zusammenhält und wie Vergebung möglich wird, obwohl man schon nicht mehr daran geglaubt hat. Eine geschickt gebaute Familienaufstellung voller italienischem Temperament, in der Spannung, Rührung und Wahrhaftigkeit eine unentwirrbare Verbindung eingehen. Denn: „Auch wenn du gehst, du bleibst immer ein Teil deiner Familie.“
Luc-Carolin Ziemann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Rocco Di Mento
Kamera
Sabine Panossian
Schnitt
Antonella Sarubbi, Valentina Cicogna, Rocco Di Mento
Produktion
Valeria Venturelli
Ton
Jerome Huber
Musik
Franziska May
Media Name: 769e5201-6828-40f8-83b2-f2471adec75d.jpg

The End of Kings

La fin des rois
Rémi Brachet
Internationaler Wettbewerb Kurzfilm 2020
Dokumentarfilm
Frankreich
2020
39 Minuten
Französisch
Untertitel: 
Englisch

In Clichy-sous-Bois vor den Toren von Paris begannen jene Unruhen, die 2005 ganz Frankreich erfassten: junge Männer auf den Barrikaden, brennende Vorstädte. Die Spaltung der Gesellschaft wurde schmerzlich greifbar. Was hat sich seitdem getan? Dieser komplexe, dokumentarisch fein gewebte Blick in die Banlieue zeigt, wie bewusst Jugendliche heute mit Benachteiligungen umgehen. Die Zeit des Machismo scheint abgelaufen – im Schultheaterworkshop und beim Fußball. Women rule the world …

Luc-Carolin Ziemann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Rémi Brachet
Kamera
Zoe Bota, Anna Sauvage, Evgenia Alexandrova, Eva Sehet
Schnitt
Héloïse Pelloquet
Produktion
Joséphine Mourlaque, Antoine Salomé
Co-Produktion
Ateliers Médicis
Ton
Nina Maïni, Tristan Lhomme, Clément Claude, Flavia Cordey, Gaël Éléon, Hadrien Bayard
Re-Visionen 2020

The Gentle Giant

Marcin Podolec
100 Kilo Selbstzweifel: Ein Hüne nutzt Slam-Poetry zur Überwindung seiner Ängste. Der kleine Schritt für die Menschheit ist ein großer Sprung für einen schüchternen Riesen.
Media Name: 6a4df801-218d-4e87-9196-722d6e1b7eed.PNG
Media Name: 6a4df801-218d-4e87-9196-722d6e1b7eed.PNG

The Gentle Giant

Olbrzym
Marcin Podolec
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
Polen
2016
11 Minuten
Polnisch
Untertitel: 
Englisch
Diese verdammten Zweifel! Und ist nicht ein 100 Kilo schwerer Hüne, der feine Lyrik auf einer Bühne vorträgt, sowieso schon ein Widerspruch in sich selbst? Fast wäre er verstummt. Aber dann besiegte er die dröhnende Stille und machte die eigenen Ängste zum Gegenstand seiner Slam-Poetry-Performances. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Sprung für einen schüchternen Riesen.
Ralph Eue

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marcin Podolec
Buch
Marcin Podolec
Kamera
Marcin Gierbisz
Schnitt
Marcin Podolec
Produktion
Państwowa Wyższa Szkoła Filmowa, Telewizyjna i Teatralna, Fumi Studio
Musik
Rafał Samborski, Piotr Markowicz
Animation
Marcin Podolec, Wiktoria Nowak
Re-Visionen 2020

The Hat

Michèle Cournoyer
Einander verschlingende Zeichnungen fragiler Mädchenkörper, aus denen sich Silhouetten massiver Männer herausschälen – nie mehr zu tilgende innere Bilder einer Vergewaltigung.
Media Name: c130d864-cf28-4ab6-9efc-478bd20ab52a.jpg
Media Name: c130d864-cf28-4ab6-9efc-478bd20ab52a.jpg

The Hat

Le chapeau
Michèle Cournoyer
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
Kanada
1999
7 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Emanationen eines Albtraums. Einander verschlingende Zeichnungen zerbrechlicher Mädchenkörper, aus denen sich Silhouetten massiver Männer herausschälen. Obsessive Bilder aus dem inneren Blick einer Nackttänzerin während ihres Auftritts. Fetzen akustischer Erinnerungen an einen Missbrauch. Und immer wiederkehrend: der Vergewaltiger mit Hut, die nie mehr zu tilgende irreale Wirklichkeit.
Ralph Eue

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Michèle Cournoyer
Buch
Michèle Cournoyer
Schnitt
Fernand Bélanger
Produktion
Thérèse Descary, Pierre Hébert
Ton
Jean Derome, Fernand Bélanger, Esther Auger
Musik
Jean Derome
Animation
Michèle Cournoyer
Produktionsfirma
National Film Board of Canada
Re-Visionen 2020

The Institute of the Dream

Mati Kütt
Der große Sandmann betört seine Klientel mit Schlummerkörnern, während emsige Helferlein Kissen aufschütteln, damit alle, die vom Schlaf befallen werden, auch weich gebettet sind.
Media Name: d585f358-1738-4628-9c0e-34789575cfaa.jpg
Media Name: d585f358-1738-4628-9c0e-34789575cfaa.jpg

The Institute of the Dream

Une instituut
Mati Kütt
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
Estland
2006
11 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Der Tag geht zur Neige und die Welt ist erschöpft. Die Stunde des großen Sandmanns hat geschlagen. Er betört seine Klientel mit Schlummerkörnern, während emsige Helferlein Kissen aufschütteln, damit alle, die vom Schlaf befallen werden, auch weich gebettet sind. Irgendwann spürt dann vielleicht ein jeder Mensch, dass es mehr Ding’ zwischen Nacht und Tag gibt, als unsere Schulweisheit sich träumt.
Ralph Eue

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Mati Kütt
Buch
Mati Kütt
Kamera
Urmas Jõemees
Schnitt
Mati Kütt, Urmas Jõemees
Produktion
Nukufilm
Ton
Horret Kuus
Musik
Andres Tenusaar
Animation
Märt Kivi
Wettbewerb Publikumspreis 2020

The Painting

Andrés Sanz Vicente
Betrachten wir ein Bild oder betrachtet es uns? Rund um Velázquez‘ überlebensgroßes Gemälde „Las Meninas“ entspinnt sich ein fesselnder Exkurs über Schaulust und gebannte Blicke.
Media Name: 42165374-3b2a-4a99-b05d-4bb2745ff1f9.jpg
Media Name: 42165374-3b2a-4a99-b05d-4bb2745ff1f9.jpg

The Painting

El cuadro
Andrés Sanz Vicente
Wettbewerb um den Publikumspreis 2020
Dokumentarfilm
Spanien
2019
107 Minuten
Englisch,
Spanisch
Untertitel: 
Deutsch
Über den Barockmaler Diego Velázquez heißt es, er habe nicht Figuren, sondern die Luft und das Licht zwischen ihnen gemalt. Über diesen Film könnte man sagen, dass eben nicht Velázquez‘ überlebensgroßes Gemälde „Las Meninas“ sein Gegenstand sei, sondern der bohrende Blick, mit dem es auf seine Betrachter zurückschaut. Rund um die vielen klugen Köpfe, die sich hier zum Künstler und zum vertrackten Aufbau der Bildkomposition äußern, traumwandelt die Schaulust höchstselbst.
„Gemälde sind keine Filme, sondern eben Gemälde“, insistiert die Kunstkritikerin und -historikerin Svetlana Alpers. Natürlich hat sie damit recht – und doch auch wieder nicht. Sie gehört zu den renommierten Talking Heads, die Regisseur Andrés Sanz Vicente zum Verhör bittet, um ein Verbrechen aufzuklären. Aber wer oder was ist eigentlich gestorben? Vielleicht die Fähigkeit zu sehen, wie Alpers behauptet? Diego Velázquez‘ Gemälde setzt sich seit etwa 400 Jahren den Augen seines Publikums, den Analysen seiner wissenschaftlich avancierten Kritiker aus, die sich darüber den Kopf zerbrechen, wer auf der Leinwand warum durch welche Tür tritt. „The Painting“ ist eine Fortsetzung dieser Bild-Augen-Begegnung mit den Mitteln des Kinos. Die Luft und das Licht zwischen dem Konkreten und seiner vor Leidenschaft glühenden Aura werden gebannt. Darin, aber nur darin kann ein Gemälde eben doch auch Film sein.
Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Andrés Sanz Vicente
Buch
Andrés Sanz Vicente
Kamera
Javier Ruiz Gómez
Schnitt
Andrés Sanz Vicente
Produktion
Antonio Gómez-Olea
Ton
Micky López
Musik
Santiago Rapallo
Animation
Andrés Sanz Vicente