Gefälschte Nachrichten sind im Mainstream angekommen. Mitverantwortlich ist der „Fake-News-König“ Jestin Coler. Ein Film zwischen Journalismus, Meme, Wahrheit und Lüge in den USA.
Der Journalismus in den USA ist in der Krise. Jestin Coler, auch bekannt als „Fake-News-König“, hat höchstwahrscheinlich dazu beigetragen. Schlagzeilen seiner Satireseite wurden vom Mainstream aufgegriffen und geglaubt. Coler bezeichnet Fake News als Einstiegsdroge – und ironischerweise als Gegenmittel zugleich. Regisseurin Laura Gamse scrollt sich in ihrem Film durch Nachrichten und Memes und gibt damit einen eindrucksvollen Kommentar zum Zustand westlicher Gesellschaften ab.
Kim Busch
Credits
Regie
Laura Gamse
Produktion
Daydream Reels
Musik
Mike Diva, Steven O’Brien, Lostboyevsky, Sony Cleveland, Greg Sinibaldi, Jesse Canterbury
Die hektische Stimmung auf dem Bahnhofsvorplatz hat sich in all den Jahren nicht verändert. Der unwirtliche Ort wurde schon 1988 mit allerschnellsten Schritten durchquert.
Romantische Eisenbahnfahrten? In schnellen Schnitten und Kameraschwenks zeigt sich der profane, hektische Alltag einer Großstadt, die für Romantik keine Zeit hat. Die „letzte Meile“ zum Ort des eigentlichen Aufbruchs wird im Laufschritt absolviert – per Taxi, Straßenbahn oder Bus. Ernste, müde und in sich gekehrte Gesichter wollen den unwirtlichen Bahnhofsvorplatz eilig hinter sich lassen.