Flirrende Linien verweben sich wieder und wieder neu zu einem digitalen Tuch. Ein 3D-Modell des Kunsthauses Baselland entwirrt sich aus den Linien, nur um gleich darauf wieder zu verschwinden.
Flirrende Linien verweben sich wieder und wieder neu zu einem digitalen Gewebe. Diagonalen addieren die dritte Dimension. Eine bewegte Kamera lässt uns endlich erkennen, welches Geheimnis die Bildelemente bis jetzt noch für sich behielten: Ein 3D-Modell des Kreativzentrums Kunsthaus Baselland entwirrt sich – nur um gleich darauf wieder in der lichten Leere zu verschwinden.
Ist der Mensch fähig, das Leid anderer Spezies zu begreifen? Ein filmisches Manifest gegen das Artensterben, künstlerisch und auf persönliche Weise als Mahnung verfasst.
„Kann uns das Verschwinden der Nashörner berühren, wenn wir noch nie einen Schmetterling auf der Hand gespürt haben?“, fragt Marcel Barelli nicht ohne Pathos, aber ins Mark treffend, in seinem animierten Manifest. Er zitiert damit Daniel Paulys Shifting-Baseline-Syndrom-Theorie: Wir Menschen würden Normalität immer an unseren eigenen Erfahrungswelten und nicht an historischen Veränderungen bemessen und deshalb auch die Umweltzerstörung eher akzeptieren. Es ist nicht die einzige Anspielung, die in Barellis kompaktem Dreiminüter steckt: Er referenziert die „sechste Auslöschung“, also das aktuell stattfindende, menschengemachte Artensterben, und das Sanduhr-Symbol der Extinction-Rebellion-Bewegung. Dieser Film, den man unbedingt als Aufruf zum aktiven Widerstand verstehen sollte, bettet seine Überlegungen allerdings künstlerisch ein. Mit der verdunstenden Wasseranimation auf Papier hat Barelli sich für eine einfache und stimmige Animationstechnik entschieden, die mittels Flüchtigkeit Arten-Sterben und Arten-Vergessen perfekt einfängt. Hinzu kommt Archivmaterial. Anders als die von ihm verehrten „Cinétracts“-Flugblattfilme von 1968, aber ebenso eindringlich, wählt er für seinen Appell eine zeitgemäße, persönliche Ansprache. Berührend verwebt er seine Thesen mit der eigenen Biografie: Familienbilder weisen in eine Zeit, als Barelli selbst noch „mit Dinosauriern spielte und Hühnchen aß“.
Mary ist ein 12-jähriges Mädchen im 19. Jahrhundert: wissbegierig, hartnäckig und fasziniert von Fossilien. Ein unterhaltsames und liebenswertes Biopic über eine der ersten Paläontologinnen.
Es geht auf eine kleine Zeitreise zurück ins frühe 19. Jahrhundert an die Südküste Englands. Hier lebt Mary Anning. Das 12-jährige Mädchen ist wissbegierig, hartnäckig und fasziniert von Fossilien. Jede freie Minute verbringt sie unten am Strand, um in den Erdschichten der Steilküste ihres Heimatortes nach den versteinerten Überresten längst ausgestorbener Tierarten zu suchen. Auch ihr Vater ist begeistert von diesem Hobby und verdient sich mit dem Verkauf der Versteinerungen ein Zubrot für den Unterhalt seiner Familie. Als er nach einem Klippenabbruch verschwunden bleibt, gerät Marys Leben ins Wanken. Alles, was der Vater hinterlässt, ist eine mysteriöse Zeichnung, deren Bedeutung Mary erst nach und nach versteht. Sie ist entschlossen, gemeinsam mit unerwarteten Verbündeten das Geheimnis dahinter zu lüften. Ein unterhaltsames und liebenswertes Biopic über eine der ersten Paläontologinnen.