Ein Sonnentag im Winterwald. Die Freunde Schwein und Kuh vergnügen sich beim Schlittschuhlaufen auf einem See. Zunächst erschrocken, entdecken sie, dass unter dem Eis noch mehr Leben ist.
Ein Sonnentag im Winterwald. Schweinchen flitzt auf Schlittschuhen über die zugefrorenen Bäche und Seen. Auch Freundin Kuh versucht sich im Pirouetten-Drehen. Als ein großer Fisch mit spitzen Zähnen an die Eisdecke klopft, laufen die beiden erschrocken davon und verlieren dabei einen Schlittschuh. Schließlich trauen sie sich zurück und stellen fest, dass das Wesen im See nur friedliche Absichten hat.
Lina Dinkla
Credits
Regie
Ignas Meilūnas
Buch
Titas Laucius
Kamera
Simonas Glinskis
Schnitt
Ignas Meilūnas
Produktion
Justė Beniušytė, Ignas Meilūnas
Ton
Dominyka Adomaitytė, Julius Grigelionis, Vytis Puronas
Ein winziges Mädchen aus zartem Porzellan beobachtet den Einbruch des Winters. Er lässt das Naturparadies, in dem sie lebt, und alles darin erstarren. Niemand entkommt seinem frostigen Griff.
Ein letztes Mal kriecht die kraftlose Sonne über den Horizont. Über dem See weht bereits ein kühler Wind. Die Zugvögel machen sich auf den Weg in wärmere Gefilde und verlassen das nordische Naturparadies. Heftige Schneeschauer hüllen das Land in einen weißen Mantel. Die zum Ausharren verdammten Tiere – zerbrechliche Wesen aus zartem Porzellan – klammern sich an Zweige, suchen Schutz. Keines von ihnen entkommt dem frostigen Griff des sich ausbreitenden Winters. Sie werden beobachtet von einem winzigen Mädchen, ebenfalls aus hauchfeiner, transparent-weißer Keramik, das schließlich allein in der erstarrenden Landschaft zurückbleibt. Anu-Laura Tuttelbergs sinnbildhafte Erzählung ist berührend schön und gleichzeitig voller anregender Irritationen. Denn ihre Kunst bricht sich an der Naturwirklichkeit. Sie animierte ihre Puppen nicht in einem warmen Studio, sondern setzte sie den Elementen aus: an Drehorten im Norden Estlands und auf einer Insel im Europäischen Nordmeer. In ihrem Film begegnen sich grausame Gewalten, beunruhigende Fragilität und die erneuernde Kraft der Kälte – ambivalent und elegant.