Sie betreut für fünf Euro Stundenlohn Senioren zu Hause. Am Bett der Pflegefälle zählt das Ticken der Uhr den Arbeitstag herunter und stolpert beängstigend, wenn der Tod kommt.
Zwischen Kommen und Gehen erstreckt sich eine bleierne Zeit, ein Halbleben im linolschnittartigen Hell-Dunkel. Die Mutter der Erzählstimme betreut für fünf Euro Stundenlohn Senioren zu Hause. Am Bett der Pflegefälle zählt das Ticken der Uhr den Arbeitstag herunter, eingeklemmt zwischen dem beängstigenden Geräusch des schweren Atems vor dem nahen Tod und dem Dröhnen des Versprechungen machenden Fernsehgeräts. Die Sterbenden sind Mutters Lebensunterhalt.
Ein grellbuntes Polit-Rap-Video aus Italien. Politik, Wirtschaft und Alltag sind vergiftet durch den Einfluss von Mafia und Camorra. Fight da faida! Kämpft gegen die Blutrache!
Ein grellbuntes und treibendes Video zu einer Single des italienischen Rappers Frankie hi-nrg mc von 1992. Es geht um die Vergiftung von Politik, Wirtschaft und Alltag durch Mafia und Camorra. Die lodernde Klage aus einem „Bürgerkrieg“ wird zum Appell: Immunisiert euch gegen die Verführungen eines todbringenden Lifestyles! Fight da faida: Bekämpft die scheinbare Unausweichlichkeit der Blutrache!
Farb- und musikgesättigtes Porträt einer vor Leben bebenden jungen Sängerin, ihrer Hingabe an die Traditionen Süditaliens und dem Versuch auszubrechen. Freiheit. Rhythmus. Tragik.
Enza, Anfang zwanzig, erforscht im Salento als Sängerin und Suchende die Rhythmen des Lebens. Sie atmet Musik, sammelt alte Volkslieder und verknüpft damit die Menschen, das Heute und das Gestern. Verwurzelt im Tarantismus und in der Tradition der Heilerinnen nutzt sie das Singen als Mittel gegen die Entfremdung. Ihr Porträt ist ein filmisches Vermächtnis, das vor Intensität flirrt. Es macht den schmalen Grat sichtbar, auf dem jene wandeln, die sich mit relativer Freiheit nicht zufriedengeben.
Auf der Suche nach Kater Leo streift ein Junge durch sonnige, buntstiftfarbene Felder. Im sorglosen Treibenlassen bäumt sich noch einmal die Kindheit auf, bevor sie erlischt.
Auf der Suche nach Kater Leo streift ein Junge durch sonnige Felder. In diesem sorglosen Treibenlassen oder beim Schätzeheben im geheimnisvollen Dunkel der Scheune bäumt sich noch einmal die Kindheit auf, bevor sie erlischt. Über die Buntstiftfarben des Sommers legt sich ein Flüstern und Rascheln des Behütetseins – und eine Vorahnung. Mara Cerri und Magda Guidi schärfen die Sinne für die Eindrücke einer verwirrenden Zeit.