Filmarchiv

Filmstill Aferrado

Aferrado

Aferrado
Esteban Azuela
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Mexiko
2024
18 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Irgendwann vor Jahren wurde Joels Lebensbahn eine schiefe. Er ließ sich von der Energie skrupelloser Gangster anziehen, um für ein Handgeld kriminelle Aufträge zu erledigen. Mit Briefumschlägen und Pistolen kennt er sich seitdem aus. Jetzt aber ist der Tag gekommen, an dem er den finsteren Nachtdienst quittieren und ab sofort nur noch seiner eigentlichen Bestimmung nachgehen will: Motoren reparieren, seine Autowerkstatt in Mexiko-Stadt am Laufen und Menschen in Bewegung halten. Doch ausgerechnet am Geburtstag seines geliebten Neffen lotst ihn der Bandenchef zu einem letzten Job. Joel muss in Zwiesprache mit sich selbst gehen und vor allem eine Entscheidung treffen.
Dieses Zwiegespräch verlegt Regisseur Esteban Azuela an einen Durchgangsort zwischen Dies- und Jenseits, an dem keine Entscheidung mehr revidiert, sondern nur noch nachgelebt werden kann. Mit einer komplex komponierten Melange aus Erinnerungsfetzen, Karosserieteilen und Existenzschrott holt er das atemlose Dasein seines Protagonisten adäquat auf die Leinwand. Schartige, in Einzelbildschaltung animierte 3D-Scans sowie Blick- und Handlungsführung aus der Frühzeit der Ego-Shooter-Games beschwören stilbewusst das urbane Mexiko der 1990er Jahre herauf: hitzig, bedrohlich, allen Stillstand verweigernd.
Andreas Körner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Esteban Azuela
Buch
Esteban Azuela
Schnitt
Pedro G. Garcia
Produktion
Daniel Cabrera Guzmán Belmont, Esteban Azuela
Sound Design
José Miguel Enríquez
Musik
Héctor Ruiz, Raúl Topete Torre, María Bonita, Álvaro Lamadrid Isoar
Animation
Esteban Azuela, Carlos Davila
Filmvertrieb
Luce Grosjean
-
Daniel Leon
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Hommage: Isabel Herguera 2024

Diaries of Confinement – Part One

Katrin Hauser, Lenia Friedrich, Arjun Patel, Milan Haupt, Dexin Yin, Quingqi Ren, Tianyi Zhang, Diego Herguera, Raquel Gálvez Soto, Toni Planas Portas, César García Villafaina, Inés Gonzáles, Candela Carroceda, Agata Tracevič, Justinas Erminas, Eva Rodz, Žilvinas Baranauskas, Margarita Valionytė
Die Studierenden von sieben internationalen Hochschulen tauschen sich online über ihre erzwungene Isolation im Lockdown aus – und kommen sich über dieses gemeinsame Filmprojekt nah.
Filmstill Diaries of Confinement – Part One
Filmstill Diaries of Confinement – Part One

Diaries of Confinement – Part One

Diaries of Confinement – Part One
Katrin Hauser, Lenia Friedrich, Arjun Patel, Milan Haupt, Dexin Yin, Quingqi Ren, Tianyi Zhang, Diego Herguera, Raquel Gálvez Soto, Toni Planas Portas, César García Villafaina, Inés Gonzáles, Candela Carroceda, Agata Tracevič, Justinas Erminas, Eva Rodz, Žilvinas Baranauskas, Margarita Valionytė
Hommage: Isabel Herguera 2024
Animationsfilm
Deutschland,
Schweiz,
China,
Indien,
Mexiko,
Kolumbien
2020
16 Minuten
Englisch,
Hindi,
Chinesisch,
Italienisch,
Spanisch,
Albanisch,
Portugiesisch (Portugal)
Untertitel: 
Englisch
Anfang 2020 steht die Welt im Lockdown still. Die Wohnungen werden zu Raumstationen, die gegen die Außenwelt luftdicht abgeriegelt sind. Niemand geht vor die Tür, nur die Gedanken gehen auf Wanderschaft. Die Studierenden von sieben internationalen Hochschulen tauschen online persönliche Eindrücke und Reflexionen der erzwungenen Isolation aus und kommen sich über dieses gemeinsame Filmprojekt nahe.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Katrin Hauser, Lenia Friedrich, Arjun Patel, Milan Haupt, Dexin Yin, Quingqi Ren, Tianyi Zhang, Diego Herguera, Raquel Gálvez Soto, Toni Planas Portas, César García Villafaina, Inés Gonzáles, Candela Carroceda, Agata Tracevič, Justinas Erminas, Eva Rodz, Žilvinas Baranauskas, Margarita Valionytė
Filmstill Dolores

Dolores

Dolores
Cecilia Andalón Delgadillo
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2024
Animationsfilm
Mexiko
2024
8 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
In dem Maisfeld, in dem sich Dolores zum Spielen versteckt hat, bricht Feuer aus. Auf der Flucht stürzt das kleine Mädchen in ein tiefes Loch im Erdboden. Als sie wieder zu sich kommt, zeigt sich, dass sie in der Dunkelheit nicht allein ist. Zwei geisterhafte alte Frauen geben sich alle Mühe, Dolores in der Höhle festzuhalten. Ein kleines Gürteltier aus Ton durchschaut den Plan der unheimlichen Greisinnen und hilft Dolores zu entkommen. Sie schafft es zurück nach oben, aber noch steht ihr der Weg aus dem Maisfeld bevor.
Nicht nur die exzellente Stop-Motion-Animation, die ausdrucksstarken Puppen und die fantastischen Sets erzeugen beim Zuschauen ein wohliges Schaudern. Im Zusammenklang mit der musikalischen Untermalung versetzt uns dieser Film in Trance – beinahe so, als würden wir uns mit Dolores und den beiden Geisterwesen einen magischen Trunk teilen und um ein Feuer tanzen, bis die Grenzen zwischen Realität und Traum, zwischen Dies- und Jenseits verschwimmen. Und draußen im Maisfeld setzt der Regen ein.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Cecilia Andalón Delgadillo
Buch
Cecilia Andalón Delgadillo
Schnitt
Arturo Tornero Aceves
Produktion
Cecilia Andalón Delgadillo, Rafael Ruiz Espejo, Angélica Lares, Carlos Raúl Martínez Barba
Ton
Juan José Rodríguez
Musik
Enrique Vázquez Lozano, Enrique Luam Vázquez Rodríguez
Animation
Pablo Bedolla, Nabí Orozco, Dámaris Cervantes
Filmvertrieb
Luce Grosjean
Künstlerisches Design
Claudia Susana Andalón Delgadillo
Nominiert für: Gedanken-Aufschluss-Preis, mephisto 97.6-Publikumspreis
Filmstill Letters from the Jungle

Letters from the Jungle

Cartas de la selva
collective
Hommage: Isabel Herguera 2024
Animationsfilm
Deutschland,
Kolumbien,
China,
Indien,
Mexiko
2018
23 Minuten
Chinesisch,
Englisch,
Spanisch,
Hindi
Untertitel: 
Englisch
Ehemalige Kämpfer*innen der kolumbianischen FARC-Guerilla berichten in Briefen von den für sie prägendsten Erfahrungen aus der Zeit im bewaffneten Untergrund. Studierende von Universitäten auf drei Kontinenten nehmen sich in einem parallel ablaufenden kollektiven Prozess dieser persönlichen Erinnerungen an und entwickeln einen berührenden, durch seine visuelle Experimentierfreude beeindruckenden Film.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
collective
Produktion
Kunsthochschule für Medien Köln, National Institute of Design, Universidad Nacional Autónoma de México, Universidad Nacional de Colombia en Bogotá, Pontificia Universidad Javeriana, China Central Academy of Fine Arts
Animation Night 2024

Max Cooper: Cardano Circles

Mario Carrillo
Atemberaubend schön – und dazu wissenschaftsbasiert: Coopers euphorisierender Electronica-Track und dessen Visualisierung im Rausch eines geometrischen Prinzips, das seinen Ursprung anno 1570 hat.
Filmstill Max Cooper: Cardano Circles
Filmstill Max Cooper: Cardano Circles

Max Cooper: Cardano Circles

Max Cooper: Cardano Circles
Mario Carrillo
Animation Night 2024
Animationsfilm
Mexiko
2024
4 Minuten
ohne Dialog
Atemberaubend schön und exakt synchron vollführen Kreise Linienbewegungen – sinnliche Hochgefühle, aber wissenschaftsbasiert. Der Electronica-Produzent und promovierte Naturwissenschaftler Max Cooper hat für seinen euphorisierenden, treibenden Track in einem von Gerolamo Cardano anno 1570 beschriebenen geometrischen Prinzip und in Mario Carrillos Animation das perfekte visuelle Passstück gefunden.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Mario Carrillo
Filmstill Miralles

Miralles

Miralles
Maria Mauti
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm 2024
Dokumentarfilm
Spanien,
Mexiko
2024
90 Minuten
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Über zwanzig Jahre liegt der Tod des katalanischen Architekten Enric Miralles bereits zurück. Mit seinen Bauten hinterließ er nicht nur in und um Barcelona ikonische Spuren – auch das schottische Parlament in Edinburgh beruht auf seinen Entwürfen. Maria Mauti nähert sich ihrem imposanten Protagonisten auf poetische Weise, in elf Variationen. Sie führen zur Friedhofsanlage Igualada, zu einem Gemeindezentrum in Hostalets de Balenyà, zur Sporthalle in Huesca oder zum Bürowolkenkratzer Torre Marenostrum in Barcelona. Auch das Wohnhaus des Architekten mitsamt seinen offenen und zugleich verwinkelten Zügen erhält einen gewichtigen Platz, wird zu Ausgangsstätte und Epizentrum eines besonderen Geistes.
Mit Sorgfalt tastet Maria Mauti die noch immer belebten Architekturen ab, setzt sie in Szene. So scheint sich in Huesca der Geruch einer verschwitzten Fußballmannschaft mit dem omnipräsenten, kühlen Rohbeton zu mischen, während im futuristischen Gemeindezentrum eine Gruppe spanischer Cowboys und Cowgirls die Lederstiefel schwingt. „Miralles“ kommt, trotz aller Tragik, die sich aus dem jäh abgebrochenen Werk des zu früh Verstorbenen speist, mit einem gewissen Witz daher. Als schwebender Essay, der sich sowohl persönlich als auch theoretisch äußert, entsteht eine Vielschichtigkeit, die selbst an einen Miralles-Entwurf erinnert: luftig und dicht, abrupt und fließend, unbedingt eigensinnig.
Carolin Weidner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Maria Mauti
Kamera
Ciro Frank Schiappa
Schnitt
Núria Esquerra
Produktion
Antonio Chavarrías, Alba Bosch
Ton
Eva Valiño, Bernat Fortiana, Leo Dogan, Lucía Herrera
Filmvertrieb
Yvette De los Santos
Nominiert für: Silberne Taube, Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
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