Jeden Sommer macht Pauls Familie ein Picknick auf einer kleinen Insel, die bei Ebbe über einen Damm zu erreichen ist. Dieses Jahr überrascht sie die Flut und sie müssen hier übernachten.
Jedes Jahr am 15. August machen Paul, seine Familie und Freund*innen ein Picknick auf der Insel Callot, die bei Ebbe über einen Damm zu erreichen ist. Sommerferien, unbeschwertes Spielen am Strand – herrlich! Diesmal überrascht sie allerdings die Flut, denn Pauls Vater hat aus Versehen den Gezeitenkalender vom letzten Jahr eingepackt. Nun müssen sie auf der Insel übernachten.
Lina Dinkla
Credits
Regie
Mathilde Bédouet
Buch
Mathilde Bédouet
Kamera
Nedjma Berder
Schnitt
Catherine Aladenise, Albane du Plessix
Produktion
Ninon Chapuis, Thibault de Gantes, Lucas Le Postec
Co-Produktion
Simon Ingelaere
Ton
Pierre-Albert Vivet, Frédéric Hamelin
Sound Design
Pierre-Albert Vivet, Frédéric Hamelin
Musik
Jonathan Leurquin, Thomas Rossi
Animation
Flora Molinié, Mathilde Bédouet, Marta Gennari, Jérémie Cousin
Suzanne, 91 Jahre alt, lebt allein in einem Haus ohne Wasser- und Stromanschluss in den Vogesen. Dort genießt sie die kleinen Freuden des Lebens. Ein lakonisch-humorvolles Porträt.
Ein Jahr lang, über alle vier Jahreszeiten hinweg, begeben sich Stéphane Manchematin und Serge Steyer immer wieder in die Vogesen. Hier wohnt Suzanne, eine inzwischen auf mehr als neun Dekaden Leben zurückblickende Dame, die stoisch an der Selbstversorgung in ihrem Geburtshaus festhält. Der Ort lässt jeglichen Komfort vermissen, weder Strom- noch Wasseranschluss helfen beim Kochen oder Heizen. Dennoch fehlt es Suzanne an nichts: Sinkt die Innentemperatur im Winter in den einstelligen Bereich, nimmt sie schlicht eine Wärmflasche mit ins Bett und schichtet eine zusätzliche Decke über sich. Im Bad plätschert das Wasser verlässlich aus einer Rinne, und fällt das Licht auf die umstehenden Glaskaraffen, tanzt es alsbald durch den Raum.
Manchematin und Steyer verstehen es, alltägliche Prozeduren und Gegebenheiten sehr wachsam und feinfühlig in Szene zu setzen – ihr Film mäandert so beiläufig wie konzentriert. Und auch Suzanne ist mehr und mehr nahezukommen. Schon nach kurzer Zeit entwickelt man einen Sinn für ihre Gepflogenheiten, registriert amüsiert ihre ewige Zwirbelei an der Telefonstrippe oder identifiziert eine doch recht forsche Person hinterm Steuer. Das alles geschieht ohne Verklärung oder Kitsch. Vielmehr ist die Beobachtung von reichlich lakonischer Weisheit geprägt.
Carolin Weidner
Credits
Regie
Stéphane Manchematin, Serge Steyer
Kamera
Gautier Gumpper, Philippe Viladecas
Schnitt
Stéphane Manchematin, Serge Steyer
Produktion
Sylvie Plunian, Milana Christitch
Ton
Stéphane Manchematin, Marc Namblard
Sound Design
Lionel Thiriet
Nominiert für:
FIPRESCI Preis,
Preis der Interreligiösen Jury