Filmarchiv

Filmstill The Dependents

The Dependents

En la luna es el día
Sofía Brockenshire
Internationaler Wettbewerb 2022
Dokumentarfilm
Argentinien,
Kanada
2022
90 Minuten
Englisch,
Koreanisch,
Spanisch
Untertitel: 
Englisch
Dreißig Jahre lang bereiste Sofía Brockenshires Vater die Welt als Beamter der kanadischen Einwanderungsbehörde, die Familie stets an seiner Seite. Tagebücher und andere Zeitdokumente berichten von den zahlreichen Umzügen, von Destinationen in Südkorea, Indien, in den Ländern Süd- und Mittelamerikas. Entstanden ist ein kleinteiliges Mosaik aus Erinnerungen und audiovisuellen Schnipseln, das nicht nur die Perspektive des Staatsdieners einzunehmen sucht, sondern auch die seiner Frau und der Kinder.
Auf die Frage, woher sie denn eigentlich kämen, antworten die Brockenshire-Sprösslinge klug: aus den Koffern. Denn mit ihnen sind sie Jahr um Jahr unterwegs, ständig darauf gefasst, einen gerade erst bezogenen Wohnort wieder verlassen zu müssen. Das Leben der Familie wird von den kanadischen Behörden bestimmt, ein privates Mitspracherecht scheint es kaum zu geben. Neil Brockenshire selbst begegnet seiner beruflichen Laufbahn ambivalent: voll Dankbarkeit und mit der Gewissheit, Menschen geholfen zu haben, aber auch nachdenklich und zeitweise hadernd. Sofía Brockenshire fügt in ihrem Film zusammen, was binnen Dekaden über den gesamten Erdball verstreut wurde: Fotografien, Gedanken, Sehnsüchte. „The Dependents“ ist persönliches Porträt und gleichsam Reflexion – über ein Dasein als professioneller Expat in einer Welt, die für die einen keine Grenzen hat und für die anderen lauter Hürden.
Carolin Weidner

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Sofía Brockenshire
Kamera
Sofía Brockenshire
Schnitt
Sofía Brockenshire
Produktion
Sofía Brockenshire
Ton
Julian Flavin
Sound Design
Julian Flavin
Nominiert für: Filmpreis Leipziger Ring, Preis der Interreligiösen Jury, FIPRESCI Preis
DOK Neuland 2025

The Dollhouse

Charlotte Bruneau, Dominic Desjardins
Die 9-jährige Juniper navigiert durch vielschichtige Erinnerungen: In einer Papierwelt entfalten sich ungerechte Machtverhältnisse im Umgang mit einer Bediensteten der Familie.
Filmstill The Dollhouse
Filmstill The Dollhouse

The Dollhouse

La maison de poupée
Charlotte Bruneau, Dominic Desjardins
DOK Neuland 2025
XR
Kanada,
Luxemburg
2025
23 Minuten
Französisch,
Englisch
Untertitel: 
Keine
Tauchen wir ein in die Welt der 9-jährigen Juniper, in ihre komplizierten und beschämenden Erinnerungen an Magnolia, die als Haushaltshilfe in die Familie kam. Animation und Ton sind so zart wie trügerisch. „The Dollhouse“ entlarvt das Zuhause als Werkstatt, in der ungerechte Machtdynamiken ausgeformt werden. Die Geschichte entfaltet sich in alle Richtungen und bietet manchmal Möglichkeiten zur Interaktion.
Dana Melaver

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Charlotte Bruneau, Dominic Desjardins
Produktion
Rayne Zukerman, Hélène Walland
Produktionsfirma
Wild Fang Films
Beyond Animation 2023

The Formation of Clouds

Marie-Hélène Turcotte
Ein Mädchen hält vorsichtig, aber neugierig Ausschau nach den Vorboten des Erwachsenwerdens. Neben dem behüteten Zuhause der Familie gibt es nun einen neuen, zu erforschenden Gefühlsraum.
Filmstill The Formation of Clouds
Filmstill The Formation of Clouds

The Formation of Clouds

La formation des nuages
Marie-Hélène Turcotte
Beyond Animation 2023
Animationsfilm
Kanada
2010
10 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Wie Alice in das Land hinter den Spiegeln treten … Ein Mädchen blickt zum ersten Mal hinter den Spiegel ihrer Kindheit und hält vorsichtig, aber auch neugierig Ausschau nach den Vorboten des Erwachsenwerdens. Sie stiehlt sich davon, löst sich von Eltern und Geschwistern. Neben dem kleinen und behüteten Zuhause der Familie gibt es nun einen neuen, großen, zu erforschenden Gefühlsraum.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marie-Hélène Turcotte
Buch
Marie-Hélène Turcotte
Schnitt
Alain Baril, Richard Comeau
Produktion
Marc Bertrand
Sound Design
Olivier Calvert
Musik
Nicolas Bernier
Animation
Marie-Hélène Turcotte
Re-Visionen 2020

The Hat

Michèle Cournoyer
Einander verschlingende Zeichnungen fragiler Mädchenkörper, aus denen sich Silhouetten massiver Männer herausschälen – nie mehr zu tilgende innere Bilder einer Vergewaltigung.
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The Hat

Le chapeau
Michèle Cournoyer
Re-Visionen 2020
Animationsfilm
Kanada
1999
7 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Emanationen eines Albtraums. Einander verschlingende Zeichnungen zerbrechlicher Mädchenkörper, aus denen sich Silhouetten massiver Männer herausschälen. Obsessive Bilder aus dem inneren Blick einer Nackttänzerin während ihres Auftritts. Fetzen akustischer Erinnerungen an einen Missbrauch. Und immer wiederkehrend: der Vergewaltiger mit Hut, die nie mehr zu tilgende irreale Wirklichkeit.
Ralph Eue

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Michèle Cournoyer
Buch
Michèle Cournoyer
Schnitt
Fernand Bélanger
Produktion
Thérèse Descary, Pierre Hébert
Ton
Jean Derome, Fernand Bélanger, Esther Auger
Musik
Jean Derome
Animation
Michèle Cournoyer
Produktionsfirma
National Film Board of Canada
Animation und Musique Concrète 2021

The Quiet Zone

Karl Lemieux, David Bryant
Elektromagnetische Wellen sind kaum wahrnehmbar. Der animierte Dokumentarfilm gibt mit Zersetzungsschäden im originalen 16mm-Filmmaterial und subtilen Drone-Klängen einen Eindruck.
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The Quiet Zone

The Quiet Zone
Karl Lemieux, David Bryant
Animation und Musique Concrète 2021
Experimentalfilm
Kanada
2015
14 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Keine
Elektromagnetische Wellen sind mit der herkömmlichen Sinnesausstattung nicht erfahrbar, werden aber von elektrosensiblen Menschen als belastend wahrgenommen, „wie eine Substanz, die sich über einen ergießt“. Karl Lemieux und David Bryant übersetzen die unsichtbare, unhörbare Bedrohung mit Zersetzungsschäden im originalen 16mm-Filmmaterial. Visuelle Wunden, umhüllt von subtilen Drone-Klängen.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Karl Lemieux, David Bryant
Kamera
Karl Lemieux, David Bryant, Mathieu Laverdière
Schnitt
Mathieu Bouchard-Malo
Produktion
Julie Roy
Ton
Olivier Calvert, David Bryant
Musik
David Byrant
Animation
Karl Lemieux
Extended Reality 2023

This Is Not a Ceremony

Ahnahktsipiitaa (Colin Van Loon)
Zwei indigene Männer enthüllen verstörend leibliche Erfahrungen mit Rassismus in Nordamerika. Ihre Berichte brechen Tabus, ihr Anliegen ist glasklar: Tragt dieses Wissen in die Welt!
2022
Filmstill This Is Not a Ceremony
Filmstill This Is Not a Ceremony

This Is Not a Ceremony

This Is Not a Ceremony
Ahnahktsipiitaa (Colin Van Loon)
Extended Reality 2023
XR
Kanada
2022
21 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Englisch
Authentische und symbolische Nachkomm*innen der kanadisch-indigenen Community führen uns an einen Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart ineinandergreifen. Hier enthüllen zwei indigene Männer ihre verstörend leiblichen Erfahrungen mit systemischem Rassismus. Ihre Berichte brechen Tabus. Und sie beschwören uns: Tragt Wissen, Trauer und Wut wie rasende Büffel in die Welt! Schließt euch an!
Lars Rummel

Credits DOK Leipzig Logo

Produktion
Dana Dansereau
Produktionsfirma
National Film Board of Canada
Schnitt
Jessica Dymond
Künstlerisches Design
James Monkman
VFX Artist
James Monkman
Sound Design
Nagamo Publishing
Buch
Ahnahktsipiitaa (Colin Van Loon)
Musik
Nagamo Publishing
Key Collaborator
Olivier Leroux
Regie
Ahnahktsipiitaa (Colin Van Loon)
Animation Perspectives 2024

Tricky Women 2018

Moïa Jobin-Paré
Die Filmprojektion einer Frau am Wasser. In „ihrem Rücken“ der Schatten einer weiblichen Gestalt, die mit ihren Händen golden strahlende Punktwolken und Strichballen in das Filmbild zaubert.
Filmstill Tricky Women 2018
Filmstill Tricky Women 2018

Tricky Women 2018

Tricky Women 2018
Moïa Jobin-Paré
Animation Perspectives 2024
Animationsfilm
Kanada,
Österreich
2018
1 Minute
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine Filmprojektion zeigt eine Frau, die am Wasser sitzt. In „ihrem Rücken“ der Schatten einer weiblichen Gestalt, die mit ihren Händen golden strahlende Punktwolken und Strichballen in das Filmbild zaubert und es sogar auszulöschen vermag. Der magische Trailer für das Festival „Tricky Women“ entstand durch die manuelle Bearbeitung von Bild- und Tonsequenzen, die Moïa Jobin-Paré als Artist in Residence in Wien aufnahm.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Moïa Jobin-Paré