Filmarchiv

Filmstill Kamogawa

Kamogawa

Kamogawa
Rainer Komers
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2025
Dokumentarfilm
Deutschland
2025
16 Minuten
Japanisch
Untertitel: 
Englisch
In der Ferne rattert ein Zug, ein Reiher stolziert durchs Wasser, Kinder machen Gymnastik auf der Promenade. Ein Pärchen ist unterwegs zum anderen Ufer, hüpfend von Stein zu Stein. Einer der Steine hat die Form einer Schildkröte, sie symbolisiert Weisheit. Unter einer Stahlbetonbrücke singt ein älterer Mann, seine Stimme klingt hallig. Bewegte Momentaufnahmen vom Kamogawa, dem Wildentenfluss in Kyoto. Sie entwickeln einen einnehmenden Rhythmus, dem man sich allzu gern überlässt. Die Männer, Frauen und Kinder scheinen versunken in ihre Tätigkeiten und in sich selbst. Etwa der Angler, der vom fetten Fisch an seiner Schnur regelrecht überrascht wird. Manchmal schaut sich die Kamera auch in den Häusern hinter der Böschung um. In einer Manufaktur fertigt ein betagtes Ehepaar Stoffe mit ausgefallenen Mustern an, das gleichmäßige Klappern des Webstuhls hat etwas Beruhigendes. Eine heitere Gelassenheit erfüllt die Bilder.
Anke Leweke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Rainer Komers
Kamera
Rainer Komers
Schnitt
Gregor Bartsch, Dirk Peuker
Produktion
Rainer Komers
Sound Design
Christian Obermaier
Deutscher Filmverleih
Rainer Komers
Filmstill Kathy and Teresa

Kathy and Teresa

Kathy and Teresa
Marie Zrenner
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm 2023
Dokumentarfilm
Deutschland,
Kanada
2023
14 Minuten
Englisch,
Inuktitut
Untertitel: 
Deutsch, Englisch
Zwei junge Mädchen in einem Schwimmbad lassen sich im Wasser treiben. Der Film übernimmt dieses driftende Lebensgefühl, wenn er sich mit ihnen durch das nächtliche Montreal und ihren Alltag bewegt. Manchmal sprechen die beiden Englisch, manchmal Inuktitut. Kathy und Teresa kommen aus einer kleinen Inuit-Siedlung im Norden Kanadas. Sie zeigen sich Handyfotos von Robben und Bären, die sie selbst erlegt haben. In Büchern lesen sie vom besonderen Verhältnis zwischen den Inuit und ihren Schlittenhunden, das heute an Bedeutung verloren hat. In einem Park werden die Hausaufgaben erledigt – der Duft der Bäume erinnert die beiden ein wenig an zu Hause. Sie schließen die Augen. Mit großer Zartheit fängt die Kamera die tiefe Verbundenheit dieser besten Freundinnen ein, die eine gemeinsame Herkunft und Sprache teilen. Kathy hat einen bewegenden Song in Inuktitut geschrieben. Mit einfachen, klaren Worten singt sie von den Gefühlen und Sehnsüchten einer jungen indigenen Frau.
Anke Leweke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marie Zrenner
Buch
Marie Zrenner, Kathy Snowball
Kamera
Youssef Nassar
Schnitt
Ulrike Tortora
Produktion
Sabrina Kleder
Co-Produktion
Caroline Bergoin
Ton
Teresa Annanack, Sabrina Kleder, Youssef Nassar
Sound Design
Cornelia Böhm
Musik
Kathy Snowball
Deutscher Filmverleih
Hochschule für Fernsehen und Film München
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2022

Kayu Besi

Max Sänger, Andrianus “Oetjoe” Merdhi
Bildgewaltiger und dennoch unaufgeregter Einblick in die illegale Arbeit von Holzfällern, die mitten im und vom Urwald leben und ihn dennoch jeden Tag ein Stück mehr zerstören.
Filmstill Kayu Besi
Filmstill Kayu Besi

Kayu Besi

Kayu Besi
Max Sänger, Andrianus “Oetjoe” Merdhi
Deutscher Wettbewerb Kurzfilm 2022
Dokumentarfilm
Deutschland
2022
28 Minuten
Indonesisch,
Javanisch
Untertitel: 
Englisch
Im Regenwald fällen Männer Bäume. Barfuß ziehen sie die Kettensägen durch die riesigen Stämme. Sie leben in der Natur, von der Natur und gegen die Natur. Der illegale Holzverkauf scheint ihre einzige Chance zu sein, die Familien zu ernähren. Gleichzeitig zerstören sie – Baum für Baum – die eigene Lebensgrundlage. Die ruhige Beobachtung endet mit dem beschwerlichen Transport des Holzes aus dem Wald. Wer weiterdenkt, weiß, dass es als Mahagoni-Tisch oder Bangkirai-Diele auch in unseren Wohnungen landet.
Luc-Carolin Ziemann

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Max Sänger, Andrianus “Oetjoe” Merdhi
Kamera
Max Sänger
Schnitt
Max Sänger
Produktion
Max Sänger
Ton
Francesca Bertin
Sound Design
Max Gausepohl, Niklas Wienböker, Hadi Abilmona
Musik
Max Gausepohl, Niklas Wienböker, Hadi Abilmona
Animation Perspectives 2020

Kinect Particles

Aaron Jablonski
Die faszinierenden virtuellen Skulpturen eines Tiefenscans werden zu elektronischen Beats modelliert und pulverisiert: Wellen von Millionen farbig leuchtenden Mikrokörpern.
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Media Name: d8770dfa-3092-4fd2-8949-64fc68dd43b9.png

Kinect Particles

Kinect Particles
Aaron Jablonski
Animation Perspectives 2020
Animationsfilm
Deutschland
2020
1 Minute
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Ein infrarotes Punktmuster ertastet Körperformen und liefert die Systeminformationen für faszinierende Volumenbilder. Die Raumabdrücke sind virtuelle Skulpturen, modellierbar, mit instabilen Aggregatzuständen. Zu den Beats von Mëhills Track „Through Withdrawals“ wird DJ Dixons „Transmoderna“-Auftritt pulverisiert: Wellen von Millionen farbig leuchtenden Mikrokörpern vor schwarzer Unendlichkeit.
André Eckardt

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Aaron Jablonski
Kamera
Tim Scherret
Produktion
Steffen Berkhahn
Ton
Bjorn Debergh
Künstlerisches Design
Tim Novikov
Creative Technologist
Aaron Jablonski, Tim Novikov
Coding
Aaron Jablonski, Giusy Amoroso
Filmstill Kusunda

Kusunda

Kusunda
Felix Gaedtke, Gayatri Parameswaran
Extended Reality 2022
XR
Deutschland,
Nepal,
Schweden,
Schweiz,
Taiwan
2021
23 Minuten
Englisch,
Nepali,
Kusunda
Der nepalesische Schamane Lil Bahadur und seine Enkelin Hima widmen sich der Wiedererweckung seiner Muttersprache Kusunda. Es geht um mehr als Kommunikation, nämlich Identität, Tradition und Bewusstsein für die eigene Geschichte. Die interaktive Sprachsteuerung der VR-Erfahrung erlaubt uns, selbst Kusunda zu lernen. Wir Lernenden werden zu menschlichen Archiven einer fast verlorenen indigenen Sprache.
Lars Rummel

Credits DOK Leipzig Logo

Co-Produktion
Sönke Kirchhof, Philipp Wenning, Emma Creed, Aliki Tsakoumi, Kuan-Yuan Lai
Ausführende Produktion
René Pinnell
Kreative Produktion
Felix Gaedtke, Gayatri Parameswaran, Mia von Kolpakow
Produktionsfirma
NowHere Media
Animation
Moritz Mayerhofer
VR Entwicklung
Tobias Wehrum
Ton
Mads Michelsen, David Segal
Key Collaborator
Gyani Maiya Kusunda, Lil Bahadur Kusunda, Hima Kusunda
Regie
Felix Gaedtke, Gayatri Parameswaran
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Kykeon

Kykeon
Mária Júdová
Extended Reality 2021
-
Slowakei,
UK,
Deutschland
2020
23 Minuten
ohne Dialog
Inspiriert von rituellen Praktiken verschiedener Kulturen behandelt die VR-Erfahrung den Verlust von Gemeinschaftssinn und Empathie. Moderner Tanz und VR-Technologie werden kombiniert, um alte Riten neu zu erforschen und ihr sinnstiftendes Potenzial für zukünftige Gesellschaften freizulegen. Der Titel der Arbeit bezieht sich auf einen der Legende nach „erleuchtenden“ Trank aus dem antiken Griechenland.
Lars Rummel

Credits DOK Leipzig Logo

Produktion
Mara Nedelcu
Co-Produktion
Motion Bank (Hochschule Mainz), Sensorium Festival
Creative Technologist
Marko Júda
VFX Artist
Florian Friedrich (Narranoid)
Ton
Alexandra Timpau
Choreografie
Taneli Törmä
Performer
Milena Wiese, Finn Lakeberg, Bojana Mitrović, Amber Pansters, Zachary Chant
Regie
Mária Júdová