Filmarchiv

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Filmstill Floating

Floating

Floating
Jelena Milunović
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Serbien,
Kroatien,
Deutschland
2025
7 Minuten
Serbisch
Untertitel: 
Englisch
Als die Frau mit Lockenwicklern die Tür öffnet, ist es um den Papa geschehen: Wie ein Lufthauch, ein Sturm oder Tornado weht es ihn herein und wieder hinaus. Auch in seiner eigenen Wohnung lässt er sich nicht (be-)greifen: Er wächst und schrumpft, wird zerbrechlich, dann wieder bedrohlich, wirft dabei alles um. Und dann fliegt er regelrecht davon, schmeißt mit Eiern nach Passant*innen. Zwischendrin die Tochter, die erst nur hilflos dabeistehen kann und der es zunehmend schwerer fällt, ihn zu besuchen – die Stufen werden höher, der Boden zu Kaugummi. Schließlich schaut sie in den Himmel und sieht ihn dort schweben.
Was tun, wenn der Vater an einer psychischen Krankheit leidet? Wie geht man damit um, wenn so früh im Leben die (Sorge-)Verantwortung die Seiten wechselt? Das verhandelt Jelena Milunović mit mutigen, sehr zärtlichen und nicht immer auflösbaren Gleichnissen. Sie setzt starke Farbakzente: Die depressiven Episoden sind klaustrophobisch schwarz-weiß, die ekstatischen Hochs bunt und frei gezeichnet. Und der rote Luftballon, der als metaphorischer Hoffnungsträger schon anfangs kurz im Bild erscheint, könnte vielleicht einen Weg weisen, die beiden wieder zusammenzubringen.
Marie Ketzscher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Jelena Milunović
Buch
Jelena Milunović
Produktion
Miloš Ivanović
Co-Produktion
Draško Ivezić, Jelena Milunović, Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF
Sound Design
Luka Barajevic
Animation
Jelena Milunović, David Lovrić
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Filmstill Four Percent

Four Percent

Four Percent
Monika Masłoń
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Deutschland,
Polen,
Argentinien
2025
14 Minuten
Englisch
Untertitel: 
Deutsch
Ist das nicht die unbegrenzte Freiheit, die radikalste Form der Selbstverwirklichung, als fliegendes Fabelwesen, als traurige Maus oder als Furry-Figur mit verlängerter, nackter Wirbelsäule als Schwanz in jeder erdenklichen Szenerie zu existieren? In ihrem Film bewegt sich Monika Masłoń als Avatar durch unterschiedlichste Räume und erforscht die Themen Berührung und Berührtwerden auf VR-Plattformen. Dort kann alles, wozu unsere Fantasie fähig ist, aus Pixeln erschaffen werden. Die Grenzen der eigenen Existenz lassen sich mit einem Klick ins Unendliche verschieben. Doch wie verhält es sich mit zwischenmenschlicher – oder avatarischer – Nähe? Lässt sich in dieser VR-Welt ein emotionales Signal wie das Händeschütteln trotz völliger Körperlosigkeit simulieren? Wenn ich sehe, wie mein Avatar berührt wird, kann mir dann mein Körpergedächtnis suggerieren, dass ich selbst dieses taktile Ereignis spüre, obwohl der andere physische Körper fehlt?
Mit feinem Humor erkundet Masłoń diese Fragen im Austausch mit anderen Avataren. Doch dann betreten wir einen VR-Raum, der sich intimer anfühlt: Sie nimmt uns mit auf ein persönliches Date. Wie unterscheidet sich die Unmöglichkeit der physischen Berührung in der eigenen Fernbeziehung von jener in der VR? Kann ein VR-Date mehr körperliche Präsenz schaffen und die Sehnsucht nach dem geliebten Menschen besser stillen als andere Kommunikationswege?
Irina Rubina

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Monika Masłoń
Kamera
Monika Masłoń, Pablo Quarta
Schnitt
Monika Masłoń
Produktion
Monika Masłoń
Co-Produktion
Pablo Quarta, Peter Zorn
Sound Design
Alejandro Weyler
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis
Kids DOK 2025

Volles Nest

Elena Walf
Als der Winter naht, polstert das Eichhörnchen seinen Kobel mit vielen stibitzten Dingen vom Bauernhof aus. Auch die große Mäusefamilie bekommt ein kuscheliges neues Zuhause.
Filmstill Full Nest
Filmstill Full Nest

Volles Nest

Volles Nest
Elena Walf
Kids DOK 2025
Animationsfilm
Deutschland,
Kroatien
2025
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Der Winter naht, es wird kalt auf Lenas Hof. Das Eichhörnchen stibitzt in allen Ecken etwas Warmes zum Auspolstern seines Kobels, bis es herrlich kuschelig ist. Der Regen überschwemmt alle Wiesen, und die Mäuschen fliehen aus dem Wald: „Pieps, pieps, wo sollen wir nun hin?“ Flink erkennt das Eichhörnchen die Gefahr und teilt sein kuscheliges Diebesgut mit ihnen. Eine neue Folge der KiKA-Reihe.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Elena Walf
Produktion
Thomas Meyer-Hermann, Miljana Dragičević