Filmarchiv

Jahr

Retrospektive 2024

Ich bin Ernst Busch

Sebastian Eschenbach, Peter Voigt
Der Brecht-Schüler und Multikünstler Peter Voigt setzt der vielleicht stärksten Stimme der antifaschistischen Propaganda ein filmisches Denkmal: Ernst Busch in Liedern, Stein und Zorn.
Filmstill I Am Ernst Busch
Filmstill I Am Ernst Busch

Ich bin Ernst Busch

Ich bin Ernst Busch
Sebastian Eschenbach, Peter Voigt
Retrospektive 2024
Dokumentarfilm
Deutschland
2000
58 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Keine
Ernst Busch wurde zur Ikone des antifaschistischen Klassenkampfes stilisiert – von der DDR, vielleicht auch ein bisschen von sich selbst. Schon in den 1920er Jahren stieg er zum Film- und Theaterstar auf und machte aus seiner linken Gesinnung kein Geheimnis. Sein Einsatz als Ermutigungssänger bei den Brigaden der Kommunistischen Internationale im Spanischen Bürgerkrieg, seine Verfolgungsgeschichte unter dem Nazi-Regime machten ihn zu einem Mythos mit revolutionärem Stallgeruch. Das Porträt, das ihm der multibegabte Regiepoet Peter Voigt widmet, enthüllt Ernst Buschs Absturzgeschichte. Denn auch gegen die SED-Parteibürokratie zog er regelmäßig in den Kampf. Schmeicheleien, Herabsetzungen, entzogene und wieder ausgehändigte Parteibücher … Die DDR war manchmal zum Verrücktwerden.
Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Sebastian Eschenbach, Peter Voigt
Buch
Peter Voigt
Kamera
Christian Lehmann, Gunther Becher
Schnitt
Thomas Malz
Sprecher*in
Klaus Löwitsch, Peter Voigt
Produktionsfirma
Tele Potsdam, SFB Sender Freies Berlin
Filmstill Rostov – Luanda

Rostov – Luanda

Rostov – Luanda
Abderrahmane Sissako
Retrospektive 2024
Dokumentarfilm
Angola,
Frankreich,
Mauretanien,
Deutschland
1997
58 Minuten
Französisch,
Portugiesisch (Portugal)
Untertitel: 
Deutsch
1980 begegnet der malisch-mauretanische Stipendiat Abderrahmane Sissako auf einer Zugfahrt nach Rostow am Don dem ebenfalls in die UdSSR entsandten Angolaner Afonso Baribanga. Beide sollen Russisch lernen. Sissako studiert Filmregie am WGIK in Moskau, Baribanga schlägt einen anderen beruflichen Weg ein und geht schließlich zurück nach Angola, wo ein postkolonialer Bürgerkrieg tobt. Jahre später macht sich Sissako auf die Suche nach dem von der Bildfläche verschwundenen Freund, bereist seine und Baribangas afrikanische Heimaten, in denen die alten und neuen Weltmächte verheerende Spuren hinterließen. 1997 präsentierte DOK Leipzig die Langfassung von Sissakos zeit- und kolonialgeschichtshaltigem Travelogue in einer Nebensektion. Die Retrospektive 2024 zeigt eine kürzere Schnittfassung.
Sylvia Görke

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Abderrahmane Sissako
Buch
Abderrahmane Sissako
Kamera
Jacques Besse
Schnitt
Claudio Martinez
Produktion
Movimento Production, ZDF Das kleine Fernsehspiel
Ton
Jean-Jacques Quintet, Paolo de Jesus