Liem lebt in einer der abgelegenen Region in Vietnam und gehört der ethnischen Minderheit der Sedang an. Mit Freunden begibt er sich in den Dschungel, auf die Spuren seiner Ahnen.
Liem gehört der ethnischen Minderheit der Sedang an und ist in einer abgelegenen Region von Vietnam zu Hause. Knapp skizziert die beobachtende Kamera einen Alltag, den mehr das Überleben denn das Leben bestimmt. Mit seinen Freunden bereitet er eine Expedition in den Dschungel vor. Dort wollen die jungen Männer eine Auszeit nehmen, an die Tradition ihrer Ahnen anknüpfen, Jäger und Sammler werden. Je verschlungener die Pfade, desto tiefer scheint sich auch der Film in eine andere Sphäre zu begeben.
Man lernt Liem bei alltäglichen Verrichtungen kennen. Mit dem Baby im Tragetuch kocht er, hängt Wäsche auf, geht aufs Feld. Die gigantischen Lautsprecher, die an den Laternen befestigt sind, beschallen sein Dorf mit offiziellen Nachrichten und Werbung. In seinem Stelzenhaus hört Liem lieber vietnamesischen Pop. Schon bald erspürt man den Rhythmus, den ganz eigenen Takt dieses Lebens. Wenn Liem und seine Freunde mit Gummilatschen und Rucksäcken losziehen, heftet sich die Kamera an ihre Fersen, nimmt ihre Perspektive ein. Auf Super-16 gedreht, fängt der Film die Grüntöne des zentralen Hochlands in Vietnam ein, die Bilder entwickeln eine soghafte Tiefe. Blätterrauschen, Insektensummen, Vogelgezwitscher und permanenter Regen setzen sich zu einer melodischen Geräuschkulisse zusammen. Plötzlich scheint die Zeit stillzustehen, die Trennung zwischen Leinwand und Zuschauerraum wird aufgehoben.
Insekten sind zwar nicht niedlich, aber sehr spannend, findet Pepe. Er weiß, dass viele Insektenarten aussterben, weil ihnen der Lebensraum genommen wird. Das möchte er ändern!
Insekten sind nicht niedlich und oft nicht schön, aber sehr spannend, findet Pepe. Seine Lieblingstiere sind Libellen, die ihre vier Flügel einzeln steuern und schneller starten können als ein Düsenjet. Aber wo gibt es diese Flugwunder überhaupt noch? Pepe weiß, dass in Deutschland viele Insekten aussterben, weil ihnen der Lebensraum genommen wird. Das möchte er ändern!
Gewitzte Verhandlung von Wahrnehmungs- und Repräsentationsstrukturen am Beispiel einer im globalen Kapitalismus sehr ernst zu nehmenden Währungseinheit: 100 chinesische Yuan.
Warum sehen wir bestimmte Farben, selbst wenn sie nicht da sind? Die chinesische Regisseurin Tang Han analysiert akribisch die 100-Yuan-Banknote mit einem Porträt Mao Zedongs und stellt fest, dass der Geldschein – offizieller Darstellung und verbreiteter Wahrnehmung zum Trotz – wohl eher pink als rot ist. Mit ernster Stimme und in bunten, vergnügten Bildern erschüttert sie ganz nebenbei auch jede Menge anderer festgefahrener Vorstellungen um Digitalisierung, Globalisierung, Kapitalismus und Gender.