Filmarchiv

Young Eyes 2025

Mary Anning

Marcel Barelli
Mary ist ein 12-jähriges Mädchen im 19. Jahrhundert: wissbegierig, hartnäckig und fasziniert von Fossilien. Ein unterhaltsames und liebenswertes Biopic über eine der ersten Paläontologinnen.
Filmstill Mary Anning
Filmstill Mary Anning

Mary Anning

Mary Anning
Marcel Barelli
Young Eyes 2025
Animationsfilm
Schweiz,
Frankreich,
Belgien
2025
72 Minuten
Deutsch
Untertitel: 
Englisch
Es geht auf eine kleine Zeitreise zurück ins frühe 19. Jahrhundert an die Südküste Englands. Hier lebt Mary Anning. Das 12-jährige Mädchen ist wissbegierig, hartnäckig und fasziniert von Fossilien. Jede freie Minute verbringt sie unten am Strand, um in den Erdschichten der Steilküste ihres Heimatortes nach den versteinerten Überresten längst ausgestorbener Tierarten zu suchen. Auch ihr Vater ist begeistert von diesem Hobby und verdient sich mit dem Verkauf der Versteinerungen ein Zubrot für den Unterhalt seiner Familie. Als er nach einem Klippenabbruch verschwunden bleibt, gerät Marys Leben ins Wanken. Alles, was der Vater hinterlässt, ist eine mysteriöse Zeichnung, deren Bedeutung Mary erst nach und nach versteht. Sie ist entschlossen, gemeinsam mit unerwarteten Verbündeten das Geheimnis dahinter zu lüften. Ein unterhaltsames und liebenswertes Biopic über eine der ersten Paläontologinnen.
Lina Dinkla

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Marcel Barelli
Buch
Marcel Barelli, Pierre-Luc Granjon, Magali Pouzol
Kamera
Marjolaine Perreten
Schnitt
Marcel Barelli, Julie Brenta
Produktion
Nicolas Burlet
Co-Produktion
Arnaud Demuynck, Tatjana Kozar
Ton
Jérôme Vittoz
Sound Design
Jérôme Vittoz
Musik
Shyle Zalewski
Animation
Maëlle Chevallier
Filmvertrieb
Lisa Lejeune
Nominiert für: Young Eyes Film Award
Hommage: Punto y Raya 2025

Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)

Gwendolyn Lootens
Eine wunderbare Sammlung kleinster Bewegtbildmomente voller Klugheit, Witz und Poesie. Das Kleine, mit der Lupe betrachtet, bietet Raum für Überraschungen – und große Erkenntnisse.
Filmstill Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)
Filmstill Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)

Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)

Moving Moments (6 Moments, 19 Fragments)
Gwendolyn Lootens
Hommage: Punto y Raya 2025
Animationsfilm
Belgien,
Niederlande
2023
6 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Eine wunderbare und hochpoetische Sammlung kleinster Bewegtbildmomente, die uns durch clevere Kameraperspektiven und klug gewählte Bildausschnitte, durch Lichtsetzung, Montage und die verwendeten Materialien ästhetischen Hochgenuss schenkt. Dieses Archiv der Kleinigkeiten bleibt stumm. Die Augen werden zum Hörorgan. Der Sound entsteht im Kopf. Einfach bezaubernd.
Franka Sachse

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Gwendolyn Lootens
Filmstill Murmuration

Murmuration

Zwermen
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm 2025
Animationsfilm
Niederlande,
Belgien
2025
13 Minuten
ohne Dialog
Untertitel: 
Keine
Die Stare kreisen in Schwärmen über dem Altersheim. Murmurationen nennt man diese beeindruckenden Naturschauspiele, die von fern wie ein kollektives Murmeln klingen. Nicht alle hören oder sehen sie, aber der alte Mann nimmt sie wahr. Manchmal entsenden die Stare einen einzelnen zwitschernden Boten vor sein Fenster. Oft sind die Vögel für ihn präsenter als seine Mitmenschen, präsenter als der alte demente Heimkollege, der regelmäßig ein Blumenstillleben wässert, präsenter als die Heimnachbar*innen im Freizeitchor. Und dann passiert es: Der alte Mann findet die erste Feder im Haar, darauf eine zweite, schließlich mehrere. Bald wächst ihm ein Schnabel, sodass er statt singen nur mehr krächzen kann.
Der letzte Lebensabschnitt, dem wir hier beiwohnen, ist liebevoll animiert: Die Puppenanimation wurde mit Mullbinden gestaltet – eine schöne Annäherung an die Verletzlichkeit, die dem Älterwerden anhaftet. Der hier gezeigte Abschied vom Leben kommt ganz ohne Pathos aus, sogar ohne jene überinszenierte Trauer, die man von vielen Todeserzählungen kennt. Selbst das Altersheim ist ein völlig banaler, wertfrei porträtierter Ort. Stattdessen verfolgen wir dieses Tschüss-Sagen im Fiedergewand als eine leise, aber zunehmende Entfremdung von der Welt, ein Nicht-mehr-Dazugehören. Und irgendwann wachsen uns allen die dazu passenden Flügelschwingen.
Marie Ketzscher

Credits DOK Leipzig Logo

Regie
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Buch
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Kamera
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Schnitt
Janneke Swinkels, Tim Frijsinger
Produktion
Peter Lindhout
Co-Produktion
Annemie Degryse, Janneke Swinkels, Tim Frijsinger, Ben Tesseur
Ton
Corinne Dubien
Sound Design
Corinne Dubien
Musik
Roos Rebergen, Sjoerd Bruil
Animation
Rosanne Janssens, Mirjam Plettinx, Geertrui de Vijlder
Filmvertrieb
Annabel Sebag
Nominiert für: mephisto 97.6-Publikumspreis, Gedanken-Aufschluss-Preis